Hl. Kornelius und hl. Cyprian, Lk 7,1-10

Jesus Christus, der sagte:Nicht einmal  in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden,er sei mit euch.

Die Gedenktage von Kornelius und Cyprian stehen in engem Zusammenhang, da die Lebensgeschichte von Cyprian, dem großen Bischof von Karthago, eng mit der von Papst Kornelius verknüpft ist. Wie das Haupt des Papstes wird auch das von Cyprian in Kornelimünster bei Aachen verehrt. Auch Cyprian ist kanonisiert; auch er starb am 14. September. Der Gedenktag wurde auf den 16. September festgelegt.

Jesus, du bist gekommen, um Menschen zu helfen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast unsere Krankheiten geheilt. Christus, erbarme dich unser.

Du freust dich darüber, wenn wir Glauben haben. Herr, erbarme dich unser.

Cyprian, einer der bedeutendsten Kirchenschriftteller der Frühkirche, kam als Sohn  reicher, heidnischer Eltern um das Jahr 200 in Karthago zur Welt. Erst später  bekehrte er sich zum Christentum. Er empfing 248 die Taufe, dann die Priesterweihe, und schon bald darauf wurde er zum Bischof von Karthago  und damit zum Oberhaupt der nordafrikanischen Kirche gewählt.

Während der Christenverfolgung unter  Kaiser Decius leitete Cyprian  seine Gemeinde  nur mithilfe von Briefen vom Verborgenen  aus. Wie  Papst  Kornelius  zur selben Zeit in Rom musste sich auch Cyprian nach seiner Rückkehr  nach  Karthago mit der Frage   der sogenannten  „Lapsi“, der während der Verfolgung  vom Christentum Abgefallenen , befassen. Auch er neigte  wie Kornelius   zu Milde  und Vergebung.  Mit dem Papst setzte es sich in Briefen über dieses Problem  auseinander. Während  einer erneuten  Verfolgung wurde Cyprian von Kaiser  Valerian  verbannt und schließlich am 14. September  258 in Karthago  enthauptet. Reliquien der afrikanischen Märtyrer kamen auch  in die französischen Städte Compiègne und Lyon.

Wir haben den Geist empfangen, der uns  zu deinen Söhnen  und Töchtern berufen hat. In ihm dürfen wir beten.

Jesus hat uns zu Gliedern seines Leibes  gemacht und damit auch zum Frieden  berufen.

So spricht der Herr: Solchen Glauben habe ich in Israel nie gesehen.