Hl.Hieronymus,Priester, Kirchenlehrer, Lk 10,46–50)

Jesus, der sagte: Den, der der  Kleinste ist  unter euch  allen, der ist groß, sei mit euch.

Heute erinnern wir uns an den heiligen Hieronymus. Er gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der gesamten Kirchengeschichte, er ist Kirchenlehrer und einer  der vier  lateinischen Kirchenväter, er  zählt zu den  größten Gelehrten innerhalb  der  katholischen Kirche.

Jesus, du kamst als Lehrer der Weisheit. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  deine Apostel zu  Boten  deines  Wortes bestellt. Christus, erbarme dich  unser.

Dein  Wort weist uns den Weg des  Lebens. Herr, erbarme  dich  unser.

Es ist interessant, dass der große Hieronymus nie offiziell  heiliggesprochen wurde. Der Grund für diese außergewöhnliche Tatsache ist möglicherweise in dem oft ungestümen Temperament des Cholerikers Hieronymus zu suchen, der aufgrund zahlreicher Krankheiten und eines strengen Asketenlebens häufig überreizt und  kränkend war und polemisch urteilte. Doch  trotz aller  Schwächen war Hieronymus  bei  den  Großen  seiner Zeit hochgeschätzt, das Volk  verehrte  ihn  bereits   im  Mittelalter wie einen  Heiligen. Hieronymus kam  um das  Jahr  347 im dalmatisch-pannonischen Grenzort Stridon in Kroatien zur  Welt. Seine katholischen Eltern erzogen  ihn  im  christlichen Glauben. Nach  einem umfassenden Studium  in Rom, wo er auch  das Taufsakrament empfing, zog  Hieronymus zunächst  nach Trier, wo er  das  Mönchtum  kennen und schätzen  lernte. Die  nächste  Station  im Leben von Hieronymus war östlich  von  Venedig,  wo  er sich  um das  Jahr  370 einem asketischen Freundeskreis, dem „Chor der  Seligen“  anschloss . 373 verließ der  inzwischen 26-jährige Hieronymus  Aquileja wieder und  unternahm mehrere Pilgerfahrten in den  Orient. Einige Zeit lebte er in strengster Abgeschiedenheit  in  einer  Mönchsgemeinschaft bei Aleppo im heutigen Nord-Syrien. Doch  die Streitigkeiten unter  den Mönchen  vertrieben   ihn  bald wieder. Das ist ein Teil vom Leben des heiligen Hieronymus. 

Alle, die zu  Christus gehören, haben Teil an  seinem Leid, an seinem Tod und  seiner  Auferstehung. Sie  leben mit und aus dem Gebet, das diesen Glauben bezeugt und  vertieft. So beten  wir  zum Vater, wie Jesus es  den Seinen gesagt  hat:

Der  Friede, den der Herr versprochen ist Friedhofsruhe. Der Friede des Herrn ist die Brücke Gottes zu den  Menschen, um Leben zu spenden. Darum bitten wir:

Singt  dem Herrn und  preist seinen Namen, verkündet  sein Heil von Tag  zu Tag.