Jesus, der sagte: Wer euch hört,der hört mich und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab“, er sei mit euch.
Der heilige Franz von Assisi hörte nicht nur Gottes Stimme, sondern bemühte sich auch, sie in seinem Leben zu verwirklichen. Er lebte in totaler Armut. Das war nur möglich, weil er sich in allem auf Gott verließ. Durch sein persönliches Beispiel zündete er viele Menschen für Christus an.
Jesus, du liebst die, die in Vollkommenheit folgen. Herr,erbarme dich unser.
Du wolltest alle retten. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns den Weg des Heiles gelehrt. Herr,erbarme dich unser.
In meiner Predigt möchte ich dort anknüpfen, wo ich im Jahr 2018 aufgehört habe. Vergleiche Das Archiv. Franz verkaufte also. Er verkaufte zahlreiche Tuchballen seines Vaters und übergab den Erlös dem Pfarrer von San Damiano, damit dieser die Kapelle wiederherstellen konnte. Sein wütender Vater Bernardone forderte Franz daraufhin auf, den Kaufpreis zurückzugeben, sonst müsse er auf sein Erbe verzichten. Franz gab alles zurück und verzichtete zusätzlich auf das Erbe. Vor den Augen des Bischofs und einer beträchtlichen Menschenmenge entledigte er sich seiner Kleider. Nackt rannte er aus der Stadt – es war sein Abschied von der Gesellschaft. Kurz darauf hörte Franz während einer Messe in der damals noch kleinen Kirche S. Maria degli Angeli in der Ebene unterhalb von Assisi die Worte des Lukasevangeliums: „Nehmt weder Beutel noch Tasche mit und keine Schuhe.” Da wusste Franz, dass ihm sein Weg aufgezeigt worden war. Der „Poverello”, der Ärmste der Armen, war geboren. Er legte seine Schuhe an, zog sich eine braune Kutte an, schnürte sie mit einem Strick und begab sich als Bettler auf Wanderschaft. Bald schon schlossen sich dem Franz, der inzwischen von den Einwohnern von Assisi für verrückt erklärt worden war, mehrere gleichgesinnte Gefährten an. Wie die Jünger Jesu zogen sie predigend durch Umbrien. Jeder hatte zuvor Armut gelobt. Das Ideal des späteren Bettelordens zeichnete sich ab. Jesus verkündet einen Gott, der will, dass wir das Leben in Fülle haben. Ihn dürfen wir um das tägliche Brot bitten und ihn vertrauensvoll als Vater ansprechen. Wir wollen den Herrn bitten, dass er uns hilft, zu Werkzeugen seines Friedens zu werden. So spricht der Herr: „Das ist mein Gebot. Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!”