Jesus, der uns die wahre Religion lehrt, sei mit euch.
Jesus kritisiert die Religiösität der Pharisäer, ihren Formalismus, ihre Oberflächlichkeit. Die Pharisäer beschäftigten sich mit Nebensächlichkeiten und vernachlässigten Dinge, die für die Religion essentiell waren. Das heutige Evangelium ist für uns eine Herausforderung, darüber nachzudenken, worauf wir in unserem geistlichen Leben den Nachdruck legen.
Jesus, du hast Männer und Frauen zu deiner Begleitung berufen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dein Leben ganz in den Dienst des Vaters, gestellt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns die Freude deiner Herrlichkeit verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Heute feiern wir die heilige Theresia von Avila. Ich möchte gern einige Ereignisse aus ihrem Leben erwähnen. Schon als kleines Kind war Theresia fasziniert von Berichten über Christen, die bereit waren, ihres Glaubens wegen den Tod zu erleiden. Als sie sieben Jahre alt war, verließ Theresia mit ihrem älteren Bruder Rodrigo heimlich das Elternhaus, um, so wie sie es sich wünschte, bei den Mauern den Märtertod zu sterben. Doch das Kind wurde gefunden und zurückgebracht. Der Tod der Mutter 1527 war für die Zwölfjährige ein kaum verwindbarer Schlag. In ihrer Verzweiflung weihte sie sich der Gottesmutter. Im Jahre 1531 übergab der Vater das Mädchen den Augustinerinnen in Avila zur Erziehung. Während einer längeren Krankheit las Theresia die berühmten Briefe von Hieronymus. Ihre Entscheidung war danach gefallen. Am 2. November 1533 trat die 20-Jährige in das Karmelitenkloster ein Das Leben hatte für Theresia schwere Prüfungen vorgesehen. Nicht lange nach ihrer Profess erkrankte die junge Ordensfrau schwer, lag vier Tage im Koma und war danach teilweise gelähmt, dann jahrelang gehbehindert. Es kam zu den ersten mystischen Erlebnissen und 1539 angesichts eines Bildes vom leidenden Christus zur endgültigen Bekehrung, wie Theresia es später selbst nannte. In der Folgezeit häuften sich die Ekstasen. Theresia geriet immer mehr in das Licht der Öffentlichkeit und wurde zum Mittelpunkt heftig geführter Auseinandersetzungen. In ihrem Kloster bildete sich eine immer stärker werdende Opposition gegen sie. Der Leitung des Ordens erschien sie nicht glaubwürdig. Berühmte Kirchenmänner jener Zeit hoben aber Theresias mystische Erlebnisse hervor, so auch Franz von Borja.
Wir dürfen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Gott kommen. Denn Gott nimmt unser Leben an und will es zum Guten führen. Und so beten wir nun voller Vertrauen:
Jesus hat den Frieden Gottes gebracht. Er wollte die Überwindung von Leid, Zerwürfnis und Tod. Deshalb bitten wir:
Du bist heilig,Herr, unser Gott.