Jesus Christus, der sagte: „Weh euch!“ Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die eure Väter umgebracht haben, er sei mit euch.
Im europäischen Raum tragen viele Kirchen den Namen von Ignatius, der sich selbst als „Gotteträger“ bezeichnete. Der Kanonheilige gehört zu den bedeutendsten und vor allem zu den frühesten Zeugen der alten Kirche. Ignatius, der möglicherweise noch mit Christus zusammengetroffen ist, war ein Schüler des Apostels Johannes.
Jesus, du Abglanz des Vaters, Kyrie eleison.
Du machst unsere Finsternis hell. Christe, eleison.
Du, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. Kyrie eleison.
Ignatius war Bischof von Antiochia. Rund 40 Jahre lang hatte er dieses Amt inne und war seiner Gemeinde ein gütiger und treusorgender Oberhirte. Als Ignatius bereits sehr alt war, verurteilte ihn Kaiser Trajan, der schon seit Jahren versucht hatte, ihn von seinem christlichen Glauben abzubringen, zum Tode. Zusammen mit weiteren Christen wurde Ignatius auf einem Schiff von Antiochien nach Rom gebracht. Im flavischen Amphitheater, dem heutigen Kolosseum, wurde der greise Bischof den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Schon im Angesicht des Todes rief Ignatius aus: „Ich bin der Weizen Christi, ich muss durch die Zähne der Tiere gemahlen werden, um als reines Brot befunden zu werden.“ Teile der Gebeine des Märtyrers gelangten später wieder nach Antiochien zurück; ein Großteil wird bis heute in der Kirche S. Clemente verehrt. Ignatius von Antiochien wird auf Abbildungen fast ausschließlich als alter Mann mit Bart dargestellt. Die wohl älteste Darstellung des Bischofs ist ein Mosaik in der Hagia Sophia in Istanbul aus dem 9. Jahrhundert.
Mit allen, die Jesus gerufen hat, beten wir gemeinsam zum Vater:
Viele Kriege entstehen aus ungezügeltem Machterhalt und Machterwerb durch Völker und Gruppen. Die Schwächeren bleiben dabei immer auf der Strecke. So entsteht nie dauerhafter Friede. Deshalb bitten wir:
Wer auf den Herrn vertraut , steht fest wie der Zionsberg, der niemals wankt, der ewig bleibt.