Jesus sagte: „Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“
Am Ende des heutigen Evangeliums spricht Jesus: „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.“ Sind wir uns dessen bewusst, dass wir diejenigen sind, die mehr erhalten haben, und daher größere Verantwortung haben. Das Wertvollste, was wir erhalten haben, ist der Schatz des Glaubens.
Jesus du hast uns auf den mühevollen Weg des ewigen Lebens gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns viele Gaben gegeben. Christus, erbarme dich unser.
Du hast dein Reich allen versprochen, die mit dir Last des Lebens dir auf deinem Wege zu folgen bereit sind. Herr, erbarme dich unser.
Wir Christen sollten Gott wirklich dankbar sein für all die Gaben, die wir von ihm erhalten haben. Natürlich auch für die materiellen, aber vor allem für die geistlichen. Durch die Taufe haben wir das ewige Leben erhalten und sind Kinder Gottes geworden. Wir wurden Mitglieder der Kirche. Im Sakrament der Firmung haben wir den Heiligen Geist empfangen. Jeden Tag können wir uns vom Wort Gottes und der Eucharistie ernähren. Mit diesen vielen Gaben haben wir natürlich auch Verantwortung übernommen. Egal, ob jemand Priester, Ordensmann, Familienvater ist oder allein lebt: Von jedem wird erwartet, dass er Taten zur Ehre Gottes leistet. Wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder wir arbeiten fleißig für den Herrn und das Gemeinwohl oder wir tun dies für unsere eigene Selbstzufriedenheit und nutzen die Gaben, die wir erhalten haben, nur zu unserem eigenen Nutzen. Die Wahl liegt bei uns. Wir haben alle Voraussetzungen, um das zu tun, was dem Herrn gefällt. Verantwortungsvolles Handeln ist nicht immer einfach oder angenehm. Aber es ist notwendig, damit wir in Ewigkeit mit Gott leben können.
Im Namen Jesu Christi, den der lebendige Vater gesandt hat, dürfen wir voll Vertrauen sprechen:
Zu einem Leben in Frieden hat Gott uns berufen. Darum bitten wir:
Selig, die das Brot des Lebens empfangen, damit sie am Letzten Tag auferweckt werden.