Jesus, der sagte: „Wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde, er sei mit euch.
Heute feiern wir den heiligen Karl Borromäus. Karl wird große Dinge tun und einst in der Kirche glänzen wie ein Stern! Diese Worte rief 1559 ein Professor der Universität Pavia aus, als einer der gelehrtesten und außergewöhnlichsten Studenten mit erst 21 Jahren sein Doktorexamen mit höchsten Auszeichnungen bestand. Karl Borromäus.
Jesus, du gingst als Lehrer des Volkes durch das ganze Land. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Zeichen deiner Macht unter den Menschen getan. Christus, erbarme dich unser.
Die dir folgen, erfüllst du mit Mut und Kraft. Herr, erbarme dich unser.
Über der italienischen Stadt Arona am Südwestufer des Lago Maggiore erhebt sich die Ruine der historischen Borromäerburg, der Geburtsstätte von Karl Borromäus. Hier kam Carlo, wie der Junge liebevoll genannt wurde, am 2. Oktober 1538 als Sohn von Graf Gilberto Borromeo zur Welt. Die größten und wichtigsten Familien zählten zur Verwandtschaft, was für den späteren Kirchenmann äußerst hilfreich sein würde. Im Alter von erst zwölf Jahren war Karl, wie es damals häufig üblich war, bereits Abt eines nahegelegenen Klosters. Ihm standen die der Abtei zustehenden Pfründeneinkünfte zu, die er aber zum größten Teil an die Armen weitergab. Im Jahr 1552 nahm der 14-jährige Grafensohn seine Studien an der Universität von Pavia auf. Karl unterschied sich stark von seinen Mitstudenten, die meist nur das fröhliche Studentenleben im Sinn hatten. Karl dagegen vertiefte sich so sehr in sein umfangreiches Lernpensum, dass er sein Studium mehrfach unterbrechen musste, da er körperlich völlig erschöpft war. Kurz nachdem Karl Borromäus im Jahr 1559 seine Doktorwürde erlangt hatte, bestieg sein Onkel, Kardinal Giovanni Angelo Medici, als Pius IV. den Papststuhl. Schon seit Kindertagen war Carlo der Liebling des neuen Papstes gewesen. Nun holte dieser den jungen Doktor der Rechte zu sich nach Rom und ernannte ihn zu seinem Geheimsekretär, kurz darauf zum Kardinaldiakon. Mit erheblicher Besorgnis beobachteten viele, welche Verantwortung der junge Mann zu tragen hatte. Doch Karl erwies sich allen Erwartungen und Pflichten gewachsen. Ein wunderbares Wort über Karl, sein Wesen und sein Wirken, gibt es von Leopold von Ranke, dem Verfasser der Geschichte der Päpste. Carlo Borromeo sah seine Stellung zum Papst und das Verhältnis, in das er hierdurch zu den wichtigsten Geschäften kam, nicht als ein Recht, sich etwas zu erlauben, sondern als eine Pflicht, der er sich mit aller Sorgfalt zu widmen habe. Mit ebenso viel Ausdauer wie Bescheidenheit tat er dies.
Gott hat vor, uns täglich das zu geben, was wir zum Leben brauchen. Voll Vertrauen beten wir zu ihm:
Der Friede Gottes will das ganze Leben erfassen. Er wird uns geschenkt, wenn wir in Etappen alle Bereiche des täglichen Lebens Christus anvertrauen.
Gut ist der Herr zu dem, der auf ihn hofft.