Jesus, der das Gleichnis von zehn Minen erzählt hat,er sei mit euch.
Heute haben wir das Fest des heiligen Leopold, Landespatrons von Oberösterreich. Im heutigen Gleichnis will uns Jesus sagen, dass Menschen verschiedene Fähigkeiten und Gaben haben, die sie von Gott erhalten haben. Einige sind fleißig und aktiv, andere vorsichtig und faul, aber es gibt auch diejenigen, die die Gaben und Fähigkeiten missbrauchen und sich niemandem verantworten wollen. Für uns Christen sind die vorzüglichsten Beispiele die Heiligen, die ihre von Gott empfangenen Gaben optimal entwickelten.
Jesus, du wirst dich offenbaren in Herrlichkeit. Herr, erbarme dich unser.
Du wirst vollenden, die du wachend findest. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst zurücklassen,die dir nicht gefolgt sind,Herr, erbarme dich unser.
Leopold wurde um 1073 in Melk geboren. Sein Vater, Anhänger der kirchlichen Reformpartei, gewährte dem von Kaiser Heinrich IV. vertriebenen Bischof Altmann von Passau ins Exil und übertrug ihm die Erziehung seines Sohnes Leopold. Im Jahr 1095 starb Leopolds Vater, und Leopold musste sich, um die nicht-erblich gewordeneVon Markgraftschaft zu behalten, dem gebannten Kaiser Heinrich IV. und seinem Sohn Heinrich stellen. Der Markgraf nahm Partei für den Sohn und gegen den Vater. 1106 heiratete er die Schwester Heinrichs V. Sie gebar ihm achtzehn Kinder, darunter die berühmten Bischöfe Otto von Freising und Konrad II. von Salzburg. Klugheit, Tapferkeit, Gerechtigkeit und Frömmigkeit waren die Tugenden, die den Markgrafen auszeichneten. Seine Frömmigkeit zeigte sich in seinen reichen Schenkungen an bereits bestehende Klöster wie Melk und Sankt Florian. Ferner gründete er das Stift Klosterneuburg, die Zisterzienserabtei Heiligenkreuz und das Benediktinerkloster Klein-Mariazell. Leopold der Fromme starb am 15. November 1136 und wurde 1485 heiliggesprochen..
Wenn wir Gott, unseren Vater, nennen dürfen, dann müssen wir alle Menschen als unsere Brüder und Schwestern anerkennen und annehmen. So beten wir.
In seinem Leben und Sterben hat Jesus den Sold der Sünde bezahlt. Er ist der Friede, den uns der Vater schenkt. So bitten wir.
Jesus spricht: Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.