Jesus Christus, der die arme Witwe lobte, sei mit euch. Heute haben wir Patrozinium. Sie wissen hervorragend, dass jede Kirche oder jeder Tempel seine oder ihre Patronin hat. Auch unser Tempel hat seinen Patron. Und das ist hl. Katharina von Alexandrien. Heute erinnern wir uns erneut an Ihren Lebenslauf.
Jesus, du hast dich dem Vater als Opfer für uns angeboten. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich ohne Vorbehalt geopfert. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns zur Nachfolge des Kreuzes gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Die Lebensgeschichte Katharinas beruht zum großen Teil auf Legenden. Danach lebte Katharina zu Beginn des 4. Jh. zurückschlug im ägyptischen Alexandria. Als Tochter von König Costus war sie ein außergewöhnlich schönes Mädchen, hochgebildet und von Haus mit unermeßlichen Gütern gesegnet. Katharinas hervorstechendste Eigenschaft war aber ihr übermäßiger Stolz, mit dem sie auch jeden jungen Mann zurückschlug, der um sie warb. Keiner war ihr gut genug; dem einen fehlte das Geld, dem anderen wieder gutes Aussehen. Eines Tages traf Katharina mit einem großen Einsiedler zusammen, der dem jungen Mädchen erklärte, dass Jesus Christus sein wahrer Bräutigam sei. Dieses Erlebnis bewirkte bei Katharina tiefe Nachdenklichkeit. Sie erkannte in der Folge ihre bisherigen Fehler und erschrak über ihre hohlen Ansichten, die sie über alles und jeden gehabt hatte. Bald darauf suchte Katharina einen Priester auf und empfing von ihm das Taufsakrament. Nach langer Zeit wurde in Alexandria ein Opferfest zu Ehren der heidnischen Götter gefeiert. Auch Katharina erhielt die Aufforderung, daran teilzunehmen. Die frisch getaufte Christin begab sich auch zum Festplatz, jedoch nur. Doch als es zur Gegenüberstellung kam, widerlegte Katharina alle Argumente der 50 Weisen mit einer solchen Eindringlichkeit, dass sie die Männer alle bekehren und taufen ließ, um Kaiser Maxentius zu erklären, dass die Heidengötter Abgötter seien. Durch ihre außergewöhnliche Redegewandtheit gelang es Katharina, den Herrscher in Verlegenheit zu bringen. Maxentius rief daraufhin die 50 besten Philosophen und Meister der Rhetorik des Landes an den Hof. Sie sollten Katharina in aller Öffentlichkeit der falschen Aussage überführen, Doch als es zur Gegenüberstellung kam, widerlegte Katharina alle Argumente der 50 Weisen mit einer solchen Eindringlichkeit, dass sich die Männer alle bekehren und taufen ließen. Einer der Weisen sprach zu Kaiser Maxentius. Du weißt, Kaiser, niemals stand vor uns ein Mensch, den wir nicht hätten bezwingen können. Aber aus dieser Jungfrau spricht der Geist Gottes. Jetzt wollen und können wir nicht mehr gegen Christus streiten. Der vor Wut rasende Maxentius verurteilte die 50 Weisen daraufhin zum Tod auf dem Scheiterhaufen. Bis zum letzten Augenblick stand Katharina den Männern bei, dann wurde sie selbst genommen, in den Kerker gebracht und später enthauptet.
Gott denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat. Darum lasst uns zu ihm beten, wie er uns gelehrt hat.
Der Friede, den Jesus versprochen hat, beginnt unter uns und überschreitet die Grenze des Todes. So bitten wir.
In Wahrheit, ich sage euch : Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle.