Jesus,der sagte:Unter allen,die von Weigern geboren sind,ist nicht aufgekommen,der größer sei denn Johannes der Täufer,er sei mit euch.
Heute feiern wir auch Johannes, aber nicht den Täufer, sondern Johannes vom Kreuz. Papst Pius XI., der ihn 1926 zum Kirchenlehrer erhob, bezeichnete den großen Mystiker Johannes vom Kreuz als einen Lehrer der Heiligkeit und Frömmigkeit, seine Schriften als Gesetzbuch und Schule der gläubigen Seele.
Jesus,du kamst als der Prophet des Neuen Bundes. Herr,erbarme dich unser.
Du hast deine Herrlichkeit vor den Menschen verborgen Christus,erbarme dich unser.
Du hast allen Menschen dein Reich geöffnet. Herr, erbarme dich unser. Johannes kam am 2. Juni 1542 im altkastilischen Örtchen Salamanca zur Welt. Sein adeliger Vater war wegen seiner Heirat mit einer Bürgerlichen aus der Familie ausgestoßen worden und musste den Lebensunterhalt für die Familie als Weber verdienen. Er wünschte sich, dass auch Johannes dieses Handwerk erlernte, doch der zeigte wenig Geschick und wurde stattdessen Krankenpfleger im Spital von Medina del Campo. Die ihm abgetragenen Arbeiten führte er mit viel Eifer und Fleiß aus. Seine Milde und große Nächstenliebe machten ihn bei den Kranken besonders beliebt. Neben seiner beschwerlichen Arbeit besuchte Johannes auch noch einen philosophischen Kurs im örtlichen Jesuitenkolleg. Im Jahr 1563, mit 21 Jahren, trat Johannes dem Karmeliterorden in Medina del Campo bei und nahm den Namen Bruder Johannes von St. Matthias an. Nach der Profess schickten ihn seine Oberen, die seine große Begabung erkannt hatten, zum Studium der Theologie und Philosophie nach Salamanca. Im Jahr 1568 empfing Johannes die Priesterweihe. Bald danach erwog er, seinen Orden zu verlassen und zu den strengeren Kartäusern überzutreten. Die von ihm mit Missfallen beobachteten Veränderungen im Karmeliterorden, wie etwa zunehmende Ermüdungserscheinungen und fehlende Ordnung, machten ihm einen Verbleib in der Genossenschaft unmöglich. Da lernte Johannes aber die Mystikerin und Karmelitin Theresia von Avila kennen, die Jahre zuvor dieselbe Unzufriedenheit empfunden hatte wie er und 1562 mit ihrem Reformwerk innerhalb des Ordens begonnen hatte. Theresia überzeugte Johannes, im Karmeliterorden zu bleiben und sich ihrer Arbeit anzuschließen.
Als Johannes sich vom Kreuz beteiligte, beteiligte er sich fortan voller Eifer am Reformwerk seiner Gefährtin.
Weil Gott uns zuerst geliebt hat, können auch wir ihn lieben und zu ihm Vater sagen. So lasst uns beten.
Jesus Christus hat am Kreuz durch sein Blut Frieden gestiftet. Deshalb bitten wir.
Jerusalem, erhebe dich, Stein auf den Berg, und schaue die Freude, die von Gott zu dir kommt.