Freitag der 7,Woche Joh 21,1. 15-19

Jesus, der Petrus fragte; Simon hast du mich lieber, denn mich diese haben? Sei mit euch.

Wenn wir uns in die Situation des Petrus hineinversetzen, können wir verstehen, wie es ihn verletzt haben muss, als Jesus ihn dreimal fragte: „Liebst du mich?“ (Joh 21,15-17). Dieser Meinungsaustausch demütigte und verwundete diesen erbitterten Jünger, nannte ihn aber gleichzeitig das Haupt der Apostel. Die dreifache Bestätigung des Petrus wiedergutmachte die dreifache Verleugnung Jesu vor seiner Kreuzigung . Im Wesentlichen sehnte sich Jesus nach unserer Liebe, genauso wie er sich nach Petrus  Liebe sehnte. Jeden Tag fragt Jesus mit der gleichen Dringlichkeit jeden von uns: „Liebst du mich?“

Jesus, du hast dem Petrus deine Kirche anvertraut. Herr, erbarme dich unser.

Du hast deiner Kirche das Kreuz  als Erbe  hinterlassen. Christus, erbarme dich  unser. 

Du hast alle gerufen, dir  auf  deinem Weg zu folgen. Herr, erbarme dich unser.

Unser Leben kann sehr schnell mit Angst, Furcht und anderen Unvollkommenheiten gefüllt werden. Wir können uns leicht von verschiedenen Herausforderungen des Lebens verführen lassen, sodass wir das Wichtigste aus den Augen verlieren. Bei allem, was wir tun, sollten wir den Heiligen Geist bitten, uns daran zu erinnern, dass das Wichtigste ist, ob wir Jesus lieben.

„Und vor allem dauerhafte Liebe zueinander haben, denn Liebe verdunkelt viele Sünden“ (1. Petrus 4: 8). Jesus hatte einen guten Grund, diese Worte an Petrus zu richten. Jesus forderte Petrus heraus und stellte ihre Beziehung mit einem einfachen Wort wieder her: „Liebst du mich?“ Liebe ist Gottes Charisma, das die Kraft hat, unsere Herzen zu öffnen, damit wir noch mehr Liebe empfangen können. Je mehr wir Gott lieben, desto mehr können wir von den dunklen Neigungen unserer sündigen Natur gereinigt werden. Liebe erweitert unsere Perspektive und erhebt unseren Geist auf die Ebene der Realität Gottes. Es gibt sogar die Macht, diejenigen zu befreien, die von Angst versklavt sind.

Jesus starb am Kreuz, um unsere Liebe zu erlangen, nicht blinden Gehorsam. Derselbe Gott, der uns mit freiem Willen erschaffen hat, lädt uns mit der direkten Frage „Liebst du mich?“ In seine Gegenwart ein. Wenn wir mit Ja antworten, wird er uns seine Fülle an Geist senden. Wir werden eine Beziehung eingehen, für die wir vor Beginn des Zeitalters geschaffen wurden. Der Weg ist nicht immer einfach. Schließlich zeigte Jesus Petrus an, „durch welchen Tod er Gott verherrlicht“ (Joh 21,19). Doch schon hier auf Erden können wir für alle Tage unseres Lebens die besondere Freude erleben, mit dem Herrn zu weilen.

Zu Gott, unserm Vater, den wir lieben wollen mit allen unseren Kräften, wagen wir  zu sprechen.

Die Liebe zu Gott und dem Nächsten setzt den Frieden voraus. Um diesen Frieden  bitten wir.

Selig, die Gott lieben aus ganzem Herzen und zu Tisch sitzen werden in seinem Reich.

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