Glaube als Teilhabe am Leben Gottes.

Hl. Thomas von Aquin sagt, dass der Glaube uns der Erkenntnis Gottes näher bringt. Wann wir haben Anteil an Gottes Leben, wir beginnen, alles so zu sehen und zu bewerten, als ob es Gottes Augen wäre – omnia quasi octilo Dei intnemur (In Boeth. de Trinitate, q. 3, a. 1).
Die Teilnahme am Leben Gottes durch den Glauben lässt uns ein neuer Mensch werden; wir beginnen, die Wirklichkeit neu zu verstehen, sehen sowohl Gott als auch die uns umgebende frühe Wahrheit. Durch den Glauben beginnen wir, die Wirkung, die Realität, die erste Ursache allen  zu sehen – Gott. Wir bemerken seine Gegenwart und seinen Einfluss sowohl in uns selbst als auch in der Welt, Natur oder Geschichte. Wir finden heraus, dass er der Autor ist, der Schöpfer von allem, was wir wahrnehmen nur menschlich, mit weltlicher Sicht; Es ist nicht die ganze Realität, sondern eine reine Vision äußerlich, eine Vision von bloß sekundären Ursachen, die Gott verwendet.
Glaube ist eine Tugend, die den Kontakt mit Gott ermöglicht und die Grundlage des Übernatürlichen ist des Lebens. Weil es die Grundlage aller übernatürlichen Aktivitäten ist, passiert es mit allem durch. Die Schwierigkeiten des spirituellen Lebens sind immer verbunden mit schwachem Glauben. Sie entscheiden über die Handlung des irdischen Lebens.
Stärken und Schwächen unseres Glaubens. Der Glaube ist eine wesentliche Tugend, weil er uns ermöglicht, am Gottes Leben teilzuhaben. Glaube ist Teilhabe am Denken Gottes; es ist, als ob das übernatürliche Vernunft, eingebettet in Naturkräfte, ermöglicht es uns, wie Gott zu denken. Glauben heißt daher, sein Denken mit Gott in Einklang zu bringen und sich mit ihm sich selbst zu identifizieren.
Der Unterschied zwischen natürlichem Wissen und Wissen durch Glauben ist kein gradueller Unterschied aber Wesen. Glaube bringt Vereinigung mit Gottes Geist und innere Teilhabe an ein Licht, in dem Gott sich selbst erkennt. In diesem Sinne führt es zur Kontemplation und führt die zukünftige Erkenntnis Gottes in der Ewigkeit ein.
Bevor wir durch den Glauben in das Leben Gottes eingehen, das Leben Jesu Christi, Gott in durch uns beginnt unser eigenes Leben. Das Ziel unseres Glaubens ist zu denken wie Jesus Christus, erlaube ihm,  in uns leben, durch unsere Hingabe mit ihm zu leben.
Der Glaube formt unsere Mentalität neu, führt uns dazu, in Gottes Gegenwart ständig zu leben. In erster Linie unser  ganzes Leben auf Gottes Ziel ausrichten, interpretieren die ganze Welt im Licht, das von Gott kommt. Dazu gehören  alle  Urteile, Bewertungen, Wünsche und Erwartungen, die vom Licht des Glaubens erleuchtet werden. Und so verwirklicht sie eine Glaubensgemeinschaft, die nur in der Liebe ihre Fülle erreicht. Die geschaffene Welt, die uns umgibt, ist eine Art Stimme, die zu uns spricht.
Wenn wir schwachen Glauben haben, dann verursacht diese Stimme Ablenkung und lenkt uns ab von Gott und konzentriert sich auf sich selbst. Wenn das Vertrauen wächst, tritt der umgekehrte Prozess ein. Dann zu uns, die Außenwelt beginnt über Gott zu sprechen, richtet uns auf ihn, zieht uns zu ihm hin; es wird zu einem Zeichen seiner Gegenwart, es hilft, mit ihm in Kontakt zu treten; Zusammenfassend,
es wird zu einem Ort, an dem wir Gott begegnen. Der Glaube erlaubt uns die  täuschenden Erscheinungen zu überwinden, beachten die primären Ursachen nach den sekundären Ursachen. Es erlaubt uns zu sehen, dass das, was um uns herum geschieht, nicht durch menschliche Kraft geschieht. Glaube erlaubt die Spuren Gottes in der Schöpfung entdecken. Es erlaubt uns, in den Phänomenen zu sehen und Ereignisse ein Ausdruck von Gottes Willen, in Ereignissen ein Zeichen zu sehen.  Erkenne seine liebevolle Gegenwart.
Jeder Moment unseres Lebens ist von seiner Präsenz durchdrungen, die liebt und verteilt. Leben im Glauben bedeutet, diese Gegenwart wahrzunehmen, die uns liebt und stillt. Dank des Glaubens  wird Christus nach und nach zu einem Licht, das das  Menschenleben erleuchtet, erleuchtet die Welt. Er wird zu einer lebendigen, aktiven Präsenz im Leben ihre Jünger. Jeder Augenblick des Lebens bringt uns seine Gegenwart. Es ist Zeit Gegenwart in Großbuchstaben geschrieben – die Gegenwart Christi in unserem Leben, die persönliche Gegenwart Gottes, die als derjenige erscheint, der etwas von uns erwartet.
Gott erscheint uns durch seinen Willen. Aber was ist seine Absicht? Immer was ist das Beste für uns, denn Gott ist Liebe. Jeder Moment deines Lebens ist ein Moment wenn du dieser liebevollen Gegenwart triffst. Jemand sagte, die Zeit sei ein Sakrament, die Begegnung des Menschen mit Gott. In diesem Sinne ist jeder Moment eine Scherflein aus dem Evangelium weil es die Gegenwart ist, die nach etwas ruft. Gott verbindet sich mit jedem Moment der Gnade, ob es ein leichter oder schwieriger Moment ist. Paulus sagt, wir leben in Gott, bewegen und sind (vgl. Apg 17:28). Von ihm erhalten wir also das Geschenk der Existenz und der Vorteil von Atem, Nahrung, Freundschaft und das Geschenk jedes Augenblicks des Lebens.
Aussage der hl. Theresia vom Kind Jesus, dass alles Gnade ist („tout est grace“, vgl. Le Carnet Jaune [Gelbes Notizbuch], p. 36) bedeutet alles in deinem Leben ist mit einer Form von Gnade verbunden. Gott kommt zu dir in Form eines Geschenks, in Form von Gnade, in Form von Herausforderung – in diesem Sinne ist alles Gnade.

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