Donnerstag im Jahreskreis 2021 Lk 5,1-11

Jesus, der im heutigen Evangelium seine göttliche Macht offenbarte, sei mit euch.

Petrus und seine Gefährten waren die ganze Nacht auf See. Es besteht kein Zweifel, dass sie alles getan haben, um die Fische zu fangen und nicht mit leeren Händen an Land zurückzukehren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Petrus erstaunt war über den riesigen Fischfang, der seine Netze füllte, nachdem er sie auf Jesu Befehl erneut ins Meer geworfen hatte. Er erkannte, dass es jemanden gab, der gerade Gottes Macht benutzt hatte. Als er merkte, dass er in Gottes Gegenwart war, fiel er vor Jesus auf sein Angesicht und bekannte seine Sündhaftigkeit und Unwürdigkeit.

Jesus, du hast uns in  deine  Nachfolge berufen.  Herr, erbarme dich unser. 

Du gibst den Erfolg, der uns  nicht  gelingt. Christus, erbarme dich unser. 

Du kennst  unsere Sünden   und schenkst  uns  das Heil. Herr, erbarme dich unser.

Wir können die gleiche Einstellung erreichen, wenn wir Gottes Heiligkeit und unsere Sündhaftigkeit erkennen. Angesichts des Handelsgottes in unserem Leben können wir unsere Unwürdigkeit schmerzlich erkennen. Leider neigen einige von uns dazu, immer wieder zu den Sünden zurückzukehren, die sie begangen haben. Schuld, Scham, Selbsthass – eine ganze Reihe negativer Emotionen überfluten uns wie eine Lawine. Ich wünschte, sie könnten uns genauso schnell entkommen! Aber beachten wir Jesu Antwort an Petrus. Er reagierte nicht direkt auf Peters Geständnis. Er wich ihm aus, schenkte ihm keine besondere Aufmerksamkeit, sondern warf Peter lieber einen Blick auf die neue große Aufgabe, die er für ihn hatte. Auf den Ruf des Gewissens des Petrus: „Herr, geh von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!“ Jesus antwortet mit Verheißungen und Zusicherungen: „Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen jagen.“

So sieht Gott uns an: nicht als Sünder, die im Sumpf von Übertretungen und Verbrechen ertrinken, sondern als Diener, die eine wichtige Rolle spielen sollen. Gott kennt unsere Sünden. Wenn wir sie jedoch bekennen, vergibt er uns sofort und ruft uns auf, am Aufbau unseres Königreichs zu arbeiten. Wir haben wirklich kein Recht und keinen Grund, in den Sünden zu bleiben, die Gott von uns genommen hat. Brüder und Schwestern, Gottes Barmherzigkeit kennt keine Grenzen! Gott freut sich, uns seine Güte zu zeigen. Hätte er uns seine Liebe und Gnade nicht verweigert, bevor wir ihn noch nicht geliebt hatten, hätte er sie uns jetzt verweigert? Gewiss nicht (Röm. 5:8)! Lasst uns daher im Dienst des Herrn beharrlich bleiben, versichert, dass seine Gnade größer ist als unsere Sünden und dass er uns in den Himmel führen wird.

Gott hat uns des Muts und der Kraft gegeben.  Voll Vertrauen beten wir zu Gott unserem Vater.

Gottes Reich steht allen Menschen offen. In ihm finden wir Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Deshalb bitten wir.

Nur eines erbitte ich mir vom Herrn, danach verlangt mich   im Haus  des Herr zu wohnen alle Tage meines  Lebens.

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