Hl.Perpetua und hl. Felizitas Lev 19,1-2,11-18

Eine junge Christin aus Thuburda bei Karthago im heutigen Tunesien – Perpetua – schrieb in ihr Tagebuch: – Ich bin 22 Jahre alt. Ich wurde in ein schreckliches unterirdisches Gefängnis ohne Luft und Licht geworfen. Bei mir ist die gefangene Katechumenatin Felicita, die sich in einem gesegneten Zustand befindet. Der Herr beeindruckte mich, um die Gnade der Geduld unter der Folter zu bitten. Wir sind alle dazu bestimmt, wilden Tieren zum Opfer zu fallen. Felicita und ich vor der wilden Kuh. Die letzten Tage meines Lebens wurden durch meinen Vater sehr unglücklich gemacht. Er kam immer wieder zu mir, und bat mich , um sein graues Haar und mein  Kind Mitleid habe. Eines Tages zeigte ich ihm den  Krug und sagte: – Vater, so wie diesen Krug nur Krug genannt werden kann, so kann ich mich  nur eine Christin  genannt werden.

Jesus, du  wirst zum Gericht kommen. Herr, erbarme unser.

Du wirst dich im Gericht zu erkennen geben. Christus, erbarme dich  unser.

Du wirst aufnehmen, die dir gedient haben. Herr, erbarme  dich unser.

Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig“ Lv 19,2.

Lentikularbilder sind dreidimensionale Bilder, die sich verändern, wenn man sie aus verschiedenen Winkeln betrachtet oder sie in verschiedene Richtungen kippen. Wenn Sie die heutige erste Lesung aus dem Buch Levitikus aufmerksam lesen, werden Sie darin auch eine Art „Linsenbild“ entdecken. Zunächst werden Sie nur eine Auflistung der „Verbote“ sehen, die Gott dem Volk Israel auferlegte. Aber wenn man den Text ganz durchliest, stellt man fest, dass er sich allmählich in „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ Unser Aussehen verändert sich. Haben Sie das bemerkt?

Gott möchte unsere Auffassung  von Heiligkeit verändern, so wie diese Lesung uns zwei komplementäre Vorstellungen davon vermittelt. Diese Verwandlung können wir am besten erfahren, wenn wir seine Liebe kennen. Ja, Gott ist das Vorbild der Heiligkeit: Er ist rein, mächtig, majestätisch, vollkommen. Doch hinter all diesen Eigenschaften steht die tiefste, selbstloses Liebe. Diese Liebe behielt nichts für sich selbst. 

Obwohl wir Heiligkeit zunächst als das Halten einer Reihe von Geboten sehen, die Heiligkeit ist etwas mehr. Das ist das Leben in Gottes Liebe. Wir beginnen uns von innen heraus zu verändern. Wahrscheinlich haben Sie das in Ihrem eigenen Leben schon erlebt! Wenn Sie Gottes Barmherzigkeit in der Beichte erfahren  haben, ist Ihr Herz weicher geworden. Wenn man Zeit in der Anbetung verbringt, ist man geduldiger und sanfter. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie nicht immer perfekt lieben! Reifung in der Heiligkeit ist ein Prozess, in dem wir Gott erlauben, uns mit seiner Liebe im Laufe der Zeit zu verwandeln.

Lassen Sie heute zu, dass Gottes Liebe Ihre Beziehungen prägt. Laden Sie den Herrn in Ihre Ehe, in Ihre Beziehungen zu Ihren Mitarbeitern, Ihrem Chef oder Ihren Nachbarn ein. Bitten Sie ihn, Ihnen Wege zu zeigen, wie Sie diese Menschen heute noch mehr lieben können. Beten Sie dieses einfache Gebet den ganzen Tag über: „Herr, benutze mich, als das Werkzeug deiner Liebe“. So macht Gott euch  heilig!

Damit wir wie Jesus Christus aller Bosheit widerstehen können, lasst uns voll Vertrauen zum Vater beten.

Da die Tage der Versöhnung begonnen haben, dürfen wir den Herrn um seinen Frieden bitten. 

Selig, denen beim ewigen Gastmahl die Engel dienen, weil sie den Hunger nach dem Reichtum dieser Welt ertragen haben.

 

 

 

 

 

 

 



 

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