Immer wenn wir mit Tod und Leid konfrontiert werden, stellen wir uns die Frage: Warum stirbt der Mensch? Wie ist unsere Vergänglichkeit und Gottes Allmacht zu verstehen? Diese Fragen stellen wir auch heute und hier, wenn wir um unseren verstorbenen Bruder versammelt sind. Der biblische Hiob stellte sich ähnliche Fragen. Er war ein gerechter und gottesfürchtiger Mann. Doch das Schicksal traf ihn hart, er verlor nicht nur sein Eigentum und seine Kinder, sondern wurde auch von einer schweren Krankheit auf die Probe gestellt. Er wusste, dass dieses Unglück keine Strafe für Sünden war.
Während seiner Krankheit ließen ihn seine Freunde gehen, weil sie in ihm ein moralisches Versagen sahen. Und in dieser schwierigen Situation verlor Hiob nicht den Glauben. Er konnte, wie Menschen es oft tun, lästern und Gott verleugnen, aber er vollzog im Dunkeln einen mutigen Akt des Glaubens. Im Dunkeln, weil er sich der Wahrheit über die Auferstehung des Körpers noch nicht bewusst war. Hiob verstand, dass Gott das letzte Wort hat, dass er der Herr über Leben und Tod ist, dass er sich über seinen Staub beugen wird, um ihn zum ewigen Leben aufzuerwecken. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und endlich aus dem Staub auferstehen wird; ich werde Gott von meinem Körper aus sehen.“ (Hiob 19, 25-26)
Gott rief ihn ins Leben und ließ nicht zu, dass sein Leben nur ein blindes Spiel des Schicksals wurde. Deshalb bringt er auch seine Sehnsucht nach Gott und seine Gewissheit zum Ausdruck, ihn zu sehen: „Ich werde Gott von meinem Körper aus sehen. Ich glaube, ich selbst werde ihn sehen.“ (Hiob 19, 26) Heute erleben und teilen wir auch die Trauer über den Verlust unseres Bruders … Im Geiste der menschlichen Solidarität trösten wir die Weinenden und Traurigen. Aber wir haben das Gefühl, dass unsere tröstenden Worte, selbst die aufrichtigsten und sanftesten, hier wenig bedeuten. Der Mensch ist nicht in der Lage, echten Trost zu spenden. Nur Gott gibt solchen Trost. So wie er es dem leidenden Hiob gegeben hat, so gibt er es allen Leidenden und Sterbenden. Denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Christus wollte Leiden und Tod nicht nur mit Worten erklären. Wenn das Evangelium nur eine Widerspiegelung des menschlichen Elends wäre, wäre es nicht das, was es ist. Es wäre nicht so schön, wie es ist. Christus sprach nicht nur vom Leiden, sondern er selbst litt; Er sprach nicht nur vom Sterben, sondern er selbst starb am Kreuz. Er kam auf die Erde, um das zu erleben, was wir hier auf der Erde erleben: Freude, Schmerz, Hoffnung, Leid, Verlassenheit und Sterben.
Als Kind war er hilflos und wurde unter dem Schutz der Jungfrau Maria und des Heiligen zurückgelassen. Jozef war verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Er wurde von seinen Einheimischen missverstanden, vom gesamten jüdischen Volk abgelehnt und schließlich zum Tode verurteilt. Bevor er starb, erlebte er Momente der Einsamkeit, er spürte auch die Angst vor dem Tod im Garten Gethsemane. Doch seine Mission endete nicht am Karfreitag. Er ist nach drei Tagen von den Toten auferstanden. Es war unmöglich, dass der Tod über ihn herrschen konnte. Schließlich ist er der Sohn Gottes, Gott der Lebenden und nicht der Toten. Gott ist derjenige, der uns von Krankheit, Leid und Tod befreit.
Die Menschen werden weiterhin leiden, sterben und den Tod fürchten – wie der Erretter selbst. Aber der Tod ist nicht unser Ende. Nichts endet mit dem Tod. Es ist ein Übergang zum Leben in einer anderen übernatürlichen Dimension. Unser Leben verändert sich, aber es endet nicht. Und wenn unser irdisches Haus auseinanderfällt, werden wir im Himmel eine ewige Heimat finden. Das ist unsere christliche Hoffnung. Heute, wo unsere Herzen voller Schmerz und Trauer über den Weggang unseres Bruders sind, sagt uns Christus heute: ‚Lasst eure Herzen nicht beunruhigen … Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen … Ich werde sie vorbereiten.‘ ein Ort für euch.“ (Joh 14, 1-2) Er möchte uns versichern, dass wir alle das Recht auf das Haus des Vaters haben, dass der Weg zum Haus des Vaters nicht
leicht ist, er selbst ist der Weg: „Ich bin der.“ Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Lasst uns daher zum Vater im Himmel führen, dem wahren allmächtigen Gott, der durch unsere Menschlichkeit auch unser Bruder ist. Durch die Annahme seiner Wahrheit erhalten wir Zugang zum ewigen Licht. Obwohl wir sündig sind und schwach, aber wenn wir seine Gebote halten, werden wir nicht in die Irre gehen. Er, der das Leben ist, schenkt uns ein übernatürliches Leben, ein Leben in Gnade, wenn wir in den Sakramenten leben und vor allem, wenn wir ihn in der Heiligen Kommunion empfangen deshalb beten wir zu Christus, dass wir zusammen mit unseren geliebten Verstorbenen eine ewige Bleibe im Himmel finden mögen.
Jesus Christus, der kommen wird, um sein Reich zu vollenden, sei mit euch.
Hl.Paulinus war Bischof, der mit dem ostkirchlichen Athanasius in Verbindung und bekämpfte mit ihm den damals bedeutenden und gefährlichen Arianismus. Er wurde seines Amtes enthoben und vom Kaiser nach Phrygien in die Verbannung geschickt, wo er 358 nach viele Leiden starb. Sein Tod sicherte den Glauben der Kirche.
Christus, du hast der Kirche dein Wort hinterlassen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Verwirrung und Irreführung vorausgesagt. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Herr, erbarme dich unser.
Heute betrachten wir den Text 1 Johannes 5,1-5. Wer glaubt, dass Jesus Christus ist, der ist aus Gott geboren. Diese Worte erinnern uns an die zentrale Wahrheit unseres Glaubens-dass Jesus der Sohn Gottes ist, der gekommen ist, um uns zu erlösen. Der Apostel spricht hier über die Verbindung zwischen Glauben und Geburt aus Gott.Es ist nicht nur ein intellektuelles Bekenntnis, sondern eine lebendige Beziehung zu unserem Herrn. Wenn wir an Jesus glauben, sind wir Teil seiner Familie. Wir sind nicht mehr allein; wir sind Kinder Gottes, und das verändert alles.
Johannes fährt fort. Und jeder, der den liebt, der ihn gezeugt hat, liebt auch den, der aus ihm geboren ist. Unsere Liebe zu Gott zeigt sich in der Liebe zu unseren Geschwistern im Glauben. Es ist eine Einladung, die Gemeinschaft der Gläubigen zu pflegen, und die Nächstenliebe zu leben. Unser Glaube muss in Taten sichtbar werden, denn die Liebe ist das Herzstück unseres christlichen Lebens. Johannes betont die Bedeutung der Gebote Gottes. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten. Manchmal denken wir, Freiheit bedeutet, die Gebote zu missachten. Doch wahre Freiheit liegt darin, in der Liebe Gottes zu leben und seine Gebote zu befolgen. Sie sind nicht Lasten, sondern Wegweiser, die uns helfen, ein Leben zu führen, das Gott gefällt und uns erfüllt.
Schließlich erinnert uns Johannes daran, dass der Sieg über die Welt im Glauben liegt. In einer Welt voller Herausforderungen und Versuchungen ist unser Glaube der Schlüssel zum Sieg. Wir dürfen uns daran erinnern, dass wir nicht allein kämpfen. Jesus hat bereits den Sieg errungen, und in ihm finden wir unsere Stärke.
Jesus Christus ist unser Meister. Er hat uns gelehrt, wie wir in aller Not zum Vater beten sollen.
Wir bitten um den Frieden des Herrn. Wenn wir ihn besitzen, brauchen wir uns in dieser Welt nicht zu fürchten.
Selig, die standhaft sind bis zum Ende und gerettet werden.
Gott, unser Herr, der uns nahe ist, wo immer wir ihn anrufen,sei mit euch.
Stellt ihr euch vor, ein Meinungsforschungsinstitut würde uns Gläubige fragen: Glaubt ihr, dass Gott mit euch zufrieden ist? Welche Antwort würden wir geben? Für einen gläubigen Juden zur Zeit Christi müsste die Frage anders formuliert werden: Glaubt ihr, dass ihr vor Gott rein seid? Die Juden drückten die Beziehung zwischen Gott und Mensch mit den Begriffen „rein“ und „unrein“ aus. Es reichte aus, die äußeren Vorschriften einzuhalten, damit ein Mensch rein, das heißt in Gottes Gnade und Liebe lebte.
Predigt.
Wir kennen einige dieser alttestamentlichen Vorschriften: Hände waschen vor dem Essen, Tassen, Krüge, Schüsseln und Betten waschen, das Haus eines Ungläubigen nicht betreten, das Fleisch bestimmter Tiere nicht essen, jemanden nicht berühren, der bereits rituell unrein war, nicht das Berühren einer Leiche… Alle diese rituellen Vorschriften hatten ursprünglich jedoch einen Gesundheits- und Hygienezweck, doch mit der Zeit geriet dies in Vergessenheit und es blieb nur als Kultvorschrift übrig. Und diese Vorschriften nahmen ständig zu, sodass es zur Zeit Jesu etwa 500 gab. Wir haben Gottes und kirchliche Gebote, aber schauen wir uns an, wie viele sie nicht kennen. Welche Probleme haben sie euren Kindern und Enkelkindern im Religionsunterricht bereitet, solange sie ihn gelernt haben?! Uns ist sicherlich klar, dass die fünfhundert jüdischen Vorschriften nur Spezialisten kannten, nämlich Schriftgelehrten, gelehrte, Rabbinern und Pharisäern. Normale Menschen kannten nur wenige wichtige Gesetze und Vorschriften. Und am Ende war es den armen Menschen egal, was sie essen konnten und was nicht, weil sie aßen, was sie hatten, und es war sowieso nicht viel. Und so verachtete eine kleine Gruppe von Menschen, die alle religiösen Gebote kannten und sie befolgten, die anderen ungebildeten Menschen, weil er sie nicht buchstabengetreu befolgte.
Jesus war auch ein orthodoxer Jude, er lehrte auch die Religion einfacher Gläubiger in der Synagoge, aber da er auch Lehrer – ein Rabbiner – war, erklärte er auch den Pharisäern und Schriftgelehrten die Wahrheiten Gottes. Er kannte sicherlich die gesamten fünfhundert Gebote auswendig und hatte dennoch den Mut, diese Grundlage der jüdischen Religion anzugreifen und zu verurteilen. Und er sagte: Jesaja hat gut von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht: „Dieses Volk betet mich mit seinen Lippen an, aber sein Herz ist fern von mir.“ Aber sie ehren mich umsonst, denn die Lehren, die sie lehren, sind nur menschliche Gebote. Sie verlassen Gottes-Gebot und halten sich an menschliche Sitten. Ein Mensch kann durch nichts verunreinigt werden, was von außen in ihn eindringt, aber was aus einem Menschen herauskommt, verunreinigt einen Menschen. Denn aus dem Inneren, aus dem menschlichen Herzen, kommen böse Gedanken, Unzucht, Diebstähle, Morde, Ehebrüche, Gier, Bosheit, Lügen, Unkeuschheit, Neid, Gotteslästerung, Stolz, Torheit. All diese Übel kommen von innen und verunreinigen den Menschen. Es ist, als ob er sagen würde: Anstelle dessen, was du isst oder nicht isst, solltest du lieber auf deine Gedanken, Worte und Taten achten. Ihr seid stolz und eingebildet, ihr denkt an Mord und Raub und in euren Herzen gibt es keine Religion.
Der Vorwurf Jesu richtet sich nicht nur gegen die Mitglieder der jüdischen Nation, sondern auch an uns. Er stellt uns die Frage: Seid ihr überzeugt, dass Gott mit euch zufrieden ist? Was müssen wir tun, um seine Zufriedenheit zu erlangen? Die bloße Einhaltung der Gebote Gottes oder kirchlicher Vorschriften reicht nicht aus. Wie Paulus sagt, sind wir Diener des neuen Bundes – nicht der Litera, sondern des Geistes; denn die Litera tötet, der Geist gibt das Leben.
In seinem Buch „Bekenntnisse“ erzählt Augustinus von zwei kaiserlichen Dienern, die in der Hektik des Lebens am kaiserlichen Hof ihre Seele völlig vergaßen. Einmal verirrten sie sich auf der Jagd und kamen zum Haus eines Einsiedlers. Auf dem Tisch sahen sie die Biografie des Heiligen Antonius . Aus Neugier nahm einer von ihnen dieses Buch und begann darin zu blättern. Es war so interessiert , dass er sich erst nach langer Zeit mit den Worten an seinen Freund wandte: Sag mir, warum kümmern wir uns so sehr um den Dienst des Kaisers und widmen ihm all unsere Zeit und Mühe? Können wir uns mehr darauf zählen, dass der Kaiser uns zu seinen Freunden macht? Und selbst wenn es passiert, wer kann uns die Beständigkeit seiner Freundschaft und Gnade garantieren? Und wenn wir es dann aus der Sicht des ewigen Lebens betrachten, welchen Nutzen hat es für uns? Wie viel wertvoller ist der Dienst an Gott?! Wie leicht fällt es ihm, uns als seine Freunde zu akzeptieren, in seiner Liebe, die sich nicht ändert, und vor allem, dass er eine ewige Belohnung verspricht? Schon bald verzichteten sie auf den Dienst am Kaiser und begaben sich in die Einsamkeit, um ihre Seelen für das ewige Leben zu retten.
Für Gott ist das Äußere unbeachtlich, während ein guter Wille, reine Absicht und ein offenes Herz großen Wert haben. Streben wir danach, so zu sein, wird Gott mit uns zufrieden sein.
Zum Vater, der alle unsere Gedanken kennt, lasst uns beten, wie Jesus Christus uns gelehrt hat.
Wir bemühen uns, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der uns zusammenhält. Deshalb bitten wir.
Selig, die den Willen Gottes erfüllen und eingehen können in seinen Frieden.
Jesus Christus,der kommen wird als Bräutigam zur Hochzeit, sei mit euch
Was ist die Weisheit dieser Welt? Die „Weisheit“ der heutigen Welt besagt, dass ihr die Kontrolle habt und Herr über euer Schicksal sein musst. Eine Anzeige könnte Ihnen beispielsweise zuflüstern, dass ihr das neueste Telefon und das schnellste Internet benötigt, um mit den neuesten Trends Schritt zu halten. Die „Weisheit dieser Welt“ kann auch ein Weg sein, in dem ein Mensch lernt, dass er nur dann glücklich wird, wenn er sein gesamtes Leben selbst in die Hand nimmt.
Jesus, du hast uns das neue Leben geschenkt. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns zu Kindern des Vaters gemacht.. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns zur himmlischen Hochzeit berufen. Herr, erbarme dich unser.
Wie sehr unterscheidet sich eine solche Denkweise von der Botschaft vom Kreuz, die uns die wahre Weisheit Gottes offenbart! Als Jesus sich nicht für seinen Willen, sondern für den Willen seines Vaters entschied, zeigte er uns große Weisheit, die darin besteht, die „Zügel des Lebens“ in die Hände unseres liebenden Gottes zu legen (siehe Lk 22, 42). Indem er sich Gott hingab, zeigte er Vertrauen in Gottes Weisheit und in Gottes Plan, der der Menschheit Erlösung bringen wird. Es ist möglich, dass wir uns irgendwie von Natur aus zur „Weisheit der Welt“ hingezogen fühlen, die uns dazu veranlasst, nach „Freiheit“ und Unabhängigkeit zu streben. Daher werden unsere Versuche, uns Gott zu ergeben, oft gerade durch dieses Streben nach Unabhängigkeit vereitelt.
Manchmal treffen wir vielleicht eine impulsive Entscheidung und bitten dann Gott, das zu segnen, was wir getan haben. Oder vielleicht denken wir im Gebet über etwas nach, hören dann aber nicht darauf, was Gott uns über die Situation sagt, sondern leben unser Leben weiterhin nach unserem Willen. Vielleicht macht uns der Gedanke, uns einem Gott zu ergeben, den wir nicht sehen können, Angst. Deshalb wehren wir uns manchmal dagegen. Es kann riskant sein, die Kontrolle über unser Leben aufzugeben. Der heilige Paulus sagt, dass die Botschaft des Kreuzes für die Griechen, die die Weisheit am meisten schätzten, „Torheit“ sei (1 Kor 1, 22-23). Vergessen wir jedoch nicht, dass für uns, die wir auf dem Weg der Erlösung sind, das Wort vom Kreuz Gottes Kraft ist (1, 18). Wenn wir die gesamte Herrschaft unserem himmlischen Vater übergeben, können wir sicher sein, dass er sich in seiner Güte und Liebe um uns kümmert und aus jeder Situation das Beste macht. Machen wir heute einen Schritt, um uns ganz Gott hinzugeben. Machen wir einen Schritt in Richtung eines Lebens im Einklang mit Gottes unübertroffener Weisheit.
Damit das Licht in unseren Lampen nicht erlösche, wollen wir voll Vertrauen zum Vater beten.
Die bereit sind für den Herrn, werden mit ihm eingehen in den ewigen Frieden. So bitten wir.
Selig, die bereit sind, mit dem Herrn zur Hochzeit einzugehen, wenn er kommt.
Gott, unser Herr, der die Zeugen seiner Botschaft mit Herrlichkeit krönt, sei mit euch.
Die Enthauptung Johannes des Täufers ist eine bedeutsame Episode aus der biblischen Geschichte, die in den Evangelien des Neuen Testaments erwähnt wird im Markusevangelium und Matthäusevangelium . Johannes der Täufer, der für seine Taufe von Taufe Jesus bekannt war, wurde aufgrund seiner Kritik an Herodes Antipas, dem Herrscher von Galiläa gefangen genommen und später hingerichtet.
Jesus, du bist das Opferlamm des neuen Bundes. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst als König des neuen Israel. Christus, erbarme dich, unser.
Du hast das Gesetz des Vaters in allem erfüllt. Herr, erbarme dich unser.
Der Erste Korintherbrief, den wir in den kommenden Wochen in der Messe hören werden, gibt uns einen Einblick in das Leben der Gemeinde der ersten Christen. Sie lässt uns ihre Stärken und Schwächen erkennen und zeigt uns die väterliche Fürsorge des Paulus für sie. Korinth war zur Zeit des Paulus eine der führenden griechischen Städte. Es war ein geschäftiger Seehafen und als solcher ein Handelstor zwischen Rom im Westen und wohlhabenden Zivilisationen im Osten. Es zog Menschen aus der ganzen Welt an, so dass hier verschiedene Kulturen aufeinanderprallten. Es gab auch eine jüdische Gemeinde, in der einige Menschen begannen, Jesus nachzufolgen.
Darüber hinaus begannen auch einige Heiden, sich zum Christentum zu bekennen. Und so stand diese kleine Gemeinde vor großen Herausforderungen. Korinth war einer der ersten Orte, an denen Juden und Nichtjuden lernten, den Glauben gemeinsam als eine Gemeinschaft zu leben und zu leben. Dieses Zusammenleben führte zum Zusammenprall der Kulturen, von dem Paulus in diesem Brief oft spricht. Aber fangen wir dort an, wo Paulus angefangen hat. Er erinnert die Gläubigen in Korinth zunächst an alles, was sie »in Christus Jesus« empfangen haben (1 Kor 1,2). Später konzentriert er sich auf ihre Fehler und schreibt seine berühmte Abhandlung über die Liebe. Doch gleich zu Beginn fasst er seinen Brief und seine Mission in wenigen Zeilen zusammen: Es dreht sich alles um Jesus.
In den ersten neun Versen dieses Briefes gebraucht Paulus den Namen Jesu nicht weniger als achtmal: Paulus‘ Berufung, Apostel zu werden, kommt von Jesus; die Kirche besteht aus allen, die den Namen Jesu anrufen; die Korinther, die Gnade, Heiligung, Frieden, Unterweisung, geistige Gaben, Kraft und einen Ruf zur Gemeinschaft empfingen, empfingen all dies „in Christus Jesus“. In diesen Versen ist es Paulus gelungen, die Botschaft zu vermitteln, dass Jesus der Mittelpunkt von allem ist. Die Korinther kämpften mit vielen Problemen und hatten noch viel zu lernen.
Aber vor allem wollte Paulus sie daran erinnern, warum Jesus sie gerufen und ihr Leben verändert hat. Er wollte sie daran erinnern, dass Jesus ihr Herr, ihre Quelle, ihr Sinn und ihr Führer ist. Er wird ihre Stärke und Weisheit sein, ein Brunnen, aus dem sie schöpfen werden. Jesus wird ihnen helfen, einander zu lieben und sie bis zu seiner Wiederkunft festhalten. Und es wird das Gleiche für Sie tun.
Damit wir dem Bösen entgehen und in der Treue zu Gottes Wort beharren, wagen wir zum Vater zu beten.
Unser Leben liegt in der Hand des Herrn. Um seinen Frieden wollen wir bitten, damit wir zu ihm gelangen.
Selig, die in der Prüfung bestehen und als Gottes Zeugen eingehen in sein Reich.
Die Liebe des Vaters und Jesu Christi, der unser Lehrer ist, sei mit euch.
Heute ist das Fest des Heiligen Augustinus. Sehen wir uns also an, wie Augustinus durch einen anderen Christen die „Wirkung“ des Wortes Gottes erlebte. Als er nach Mailand kam, um an heidnischen Schulen Rhetorik zu unterrichten, hörte er von Ambrosius, dem großen Bischof von Mailand. Er hörte, dass die Menschen Ambrosius lieben. Dies entfachte in ihm ein anfängliches Interesse an diesem Bischof, das sich später in Bewunderung steigerte. Er fühlte sich zu ihm hingezogen und hörte oft seinen Predigten zu.
Jesus, du bist unser Meister und Lehrer. Herr,erbarme dich unser.
Du hast uns den Heiligen gesabdt. Christus, erbarme dich unser.
Du stehst uns bei im Wandel der Zeit. Herr,erbarme dich unser.
Und Augustinus brauchte mehr als nur überzeugende Predigten. Als Ambrosius ihn unter seine Fittiche nahm und ihn wie seinen eigenen Sohn behandelte, begannen die Steinmauern um Augustins Herz zu bröckeln und zu bröckeln. „Zuerst mochte ich ihn nicht als Lehrer der Wahrheit… sondern einfach als einen Menschen, der freundlich und großzügig zu mir war“ (Bekenntnisse 5, 13). Es ist klar, dass Augustinus am meisten von der Liebe beeinflusst wurde, mit der er ihn umarmte. Für Augustinus wurde er zum lebendigen Wort Gottes. Eine ähnliche Wirkung hatte
Gottes Wort auf die Thessalonicher – durch Paulus‘ Freunde Silvanus und Timotheus, die ihnen dienten. Ihr freundlicher Umgang mit den Menschen, ihre Hingabe an das Evangelium und ihre harte Arbeit veranlassten die Thessalonicher, die frohe Botschaft Christi anzunehmen. Wie wäre es mit uns? Das Prinzip ist genau das gleiche. Wir beweisen den Menschen mit unserem Handeln auch, was es bedeutet, die gute Nachricht in der Realität zu leben. Im Chaos des Alltags macht uns der Heilige Geist zum lebendigen Wort Gottes.
Und wem passiert es? Denkt ihr darüber nach, wie ihr euren Glauben leben. Erinnere dich an die Menschen, die dich unter ihre Fittiche genommen haben – besonders, als du anfingst, dich zu verirren. Gott hat sie dir geschickt, damit du sehen kannst, wie es ist, für ihn zu leben. Eure Hingabe im Gebet und eure Bereitschaft, sich um euch zu kümmern, habt ihr auf außergewöhnliche Weise berührt und euch zum Herrn geführt. Ihr könnt vom Beispiel dieser Menschen lernen und verstehen, wie ihr selbst zum lebendigen Wort Gottes werden könnt. Nehmt ihr Menschen auch in kleinen Dingen entgegen und glaubt ihr, dass Gott euch segnen wird. Selbst der kleinste Akt der Liebe kann das Herz eines Menschen erweichen.
Jesus Christus, unser Meister und Lehrer, hat uns gelehrt, wie wir zum Vater beten sollen. In seinem namen bitten wir.
Damit der vater im Himmel uns seinen Frieden schenke, wollen wir ihn in kindlicher Liebe bitten.
Selig, die Gott mit ganzem Herzen dienen und zu den Großen des Himmelreiches gehören werden.
Jesus Christus, der gekommen ist,uns zu neuem Leben zu erwecken, sei mit euch.
Heute freut sich die Kirche über die Heiligkeit einer großen Mutter: Monika (332-387), geboren in der Nähe von Karthago. Groß wegen ihrer Frömmigkeit – sie betete oft unter Tränen – und wegen des „großen“ Sohnes, den sie dem Christentum schenkte: Augustinus.
Monika war mit Patricius verheiratet. Sie hatte keine andere Wahl (so waren die Zeiten!). Dreißig Jahre lang hatte sie viel Geduld mit einem unfreundlichen, unreligiösen Ehemann… Dieses Leiden ist dem gütigen Jesus, der sich vor Jahrhunderten der Witwe von Nain erbarmte, sicher nicht entgangen. Patricia ließ sich schließlich kurz vor seinem Tod taufen.
Jesus,du erhörst,die zu dir rufen.Herr,erbarme dich unser.
Du schenkst Gnade, die wir nicht verdienen. Christus, erbarme dich unser.
Du rettest,die dich suchen. Herr, erbarme dich unser,
Bleiben Sie standhaft und halten Sie an den Lehren fest | 2 Sol 2, 15.
Der Anblick einer Balletttänzerin, die eine Pirouette dreht, löst in uns Ehrfurcht aus. Wie ist es möglich, dass sie sich so lange drehen kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren? Sie tut dies, indem sie ihren Körper dreht und ihren Blick bis zum letzten Moment auf einen einzigen Punkt richtet. Dann dreht sie blitzschnell den Kopf und konzentriert sich schnell wieder auf diesen einen Punkt. Obwohl es viel Training erfordert, ist das Ergebnis eine bemerkenswerte Kombination aus Disziplin und Anmut. Auch die Christen in Thessaloniki mussten einen Punkt finden, auf den sie sich konzentrieren konnten. Überall um sie herum breiteten sich Angst und Verwirrung aus. Einige verkündeten, dass das Ende nahe sei, und verteilten sogar falsche Briefe, in denen sie behaupteten, von Paulus zu stammen.
Paul sah, dass sie das alles aus dem Gleichgewicht gebracht hatte. Deshalb riet er ihnen: „Steht standhaft und haltet fest“ (2. Thessalonicher 2,15). Mit anderen Worten: Richtet Ihr euren Blick auf das, was ihr bereits über Gott wisst. Der Rat des Paulus hat auch heute noch Gültigkeit. Auch um uns herum herrschen Angst und Verwirrung. Menschen verspotten den Glauben und verbreiten Angst mit Geschichten, die das Böse größer erscheinen lassen als Gott. Damit uns diese Dinge aber nicht aus dem Gleichgewicht bringen, müssen wir uns auf einen Punkt konzentrieren – auf Gott. Ihr könnt damit beginnen, sich die Beschreibung Gottes von Paulus in dieser Passage anzusehen. Er ist unser Vater, der uns liebt (2 Sol 2, 16).
Er rief uns dazu auf, die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus zu erlangen (2. Thessalonicher 2,14). Er ist die Quelle aller Gnade und gibt uns Hoffnung und Trost (2, 16). Er ist unsere Stärke (2, 17). Wenn in eurem Kopf Angst oder Zweifel aufkommen, konzentriert ihr euch auf diese Wahrheiten. Ihr könnt es noch heute versuchen – indem ihr euren Blick buchstäblich auf den Herrn richten! Heben wir unseren Blick von der Arbeit oder dem Studium auf das Kreuz , das an der Wand hängt.
Da Gott Mitleid hat mit der Not unseres Lebens, wagen wir zum Vater zu beten. Gott schenkt Leben und fordert es wieder zurück.
Damit unser Leben in seinem Frieden bleibe, wolln wir beten.
Selig, die Gott begegnen und auferweckt werden zum Leben, das bleibt in Ewigkeit.
Jesus Christus, der mit dem Schlüsssel des Himmels und der Erkenntnis kam, sei mit euch.
Wir sollen Gott für euch danken, allezeit liebe Brüder, wie es gerecht ist, denn euer Glaube wächst sehr und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegeneinander. wächst immer mehr. Und so loben wir euch auch in der Kirche Gottes: für eure Geduld und euern Glauben in allen Verfolgungen und Drangsalen, die ihr ertragen. Und das ist ein Zeichen des gerechten Urteils Gottes, dass ihr als würdig werdet zum Reich Gottes, für das ihr leidet › 2 Sol 1, 3-5.
Jesus, du hast allen Menschen das Reich des Vatres geöffnet. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns den Weg des Glaubens gewiesen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns die Barmherzigkeit des Vaters offenbart. Herr, erbarme dich unser.
Wir müssen Gott ständig für euch danken, Brüder… Wieder lesen wir die wunderbaren Worte, mit denen Gott selbst durch den Mund des heiligen Paulus die Christen in Thessaloniki ermutigt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es irgendwie einfacher ist, zu kritisieren, ständig nur die Fehler anderer zu sehen, auf Mängel und Irrtümer hinzuweisen, als etwas im Leben anderer zu finden, wofür wir sie loben, hervorheben oder ermutigen können!
Wir können sicher sein, dass sogar Paulus genug Unvollkommenheit in den Christen dort sah, aber er versuchte, einen Weg zu finden, sie zu ermutigen und so gut wie möglich zu Gott zu führen. Wenn wir diese Worte lesen, ist das nichts anderes als eine Ermutigung Gottes, unseren Blick auf ihn, auf das Kreuz Christi, zu richten und uns mit seiner Gnade in die Art von Christen zu verwandeln, die der himmlische Vater von uns möchte!
Deshalb sparen wir selbst nicht mit Worten des Dankes, der Ermutigung und des Lobes an alle, denen wir täglich begegnen, sei es zu Hause, auf der Straße, in der Schule, bei der Arbeit, beim Arzt, im Laden, … mit anderen Worten: überall! Nehmen wir an, jeder kann kritisieren, aber nur Gottes Kinder versuchen, Güte, Verständnis und Liebe zu verbreiten! Gehen wir deshalb jeden Tag aufs Neue diesen Weg in der Gewissheit, dass Gott das gute Werk, das er in uns begonnen hat, zu Ende bringen wird!
Damit wir auf dem Weg des Himmelreiches nicht getäuscht werden, wagen wir zum Vater zu beten.
Damit wir bestehen können im Gericht, das kommen wird, bitten wir den Herrn um seinen Frieden.
Selig, die das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden wissen und den Weg des Heils gehen.
Gott,der Herr,dem all unser Tun und Denken offenbar ist, sei mit euch.
Natanael wollte sich nicht täuschen lassen. Die Verheißung des lang erwarteten Messias war für ihm zu wichtig, um durch falsche Behauptungen getäuscht zu werden. Besonders skeptisch war er, als er hörte, dass Jesus aus einer unbedeutenden Stadt wie Nazareth stammte (Joh 1, 46). Und als Philippus Nathanael sagte, dass Jesus der Messias sei, zweifelte Nathanael. Doch anstatt zu versuchen, seinen Freund zu überzeugen, sagte Philipp einfach: „Komm und sieh“ (Joh 1, 46). Nathanael, besser bekannt als der Apostel Bartholomäus, dessen Gedenktag wir heute feiern, folgte dieser Einladung Philipps.
Jesus, du hast Helfer gesucht, dein Werk fortzusetzen.Herr, erbarme dich unser.
Du hast von deinen Aposteln alles gefordert. Christus,erbarme dich unser.
Du hast den Aposteln die Throne des Himmels verheißen. Herr,erbarme dich unser.
Liebe Gemeinde. Heute wollen wir uns mit einem faszinierenden und hoffnungsvollen Text aus der Offenbarung des Johannes beschäftigen. Diese Passage beschreibt das Neue Jerusalem, die himmlische Stadt, die Gott für sein Volk bereitet hat. Sie ist ein Symbol für die vollndetet Gemeinschft zwischen Gott und Mensch, und sie enthält wichtige Botschaften für unser Leben.
In Vers 9 lesen wir. Komm, ich will dir die Braut, die Frau des Lammes zeigen. Diese Einladung ist mehr als nur eine Vorstellung. Sie ist der Ausdruck von Gottes Sehnsucht,in einer tiefen Beziehung zu uns zu stehen. Die Braut steht für die Kirche, das Volk Gottes, das durch den Bund mit Christus geheilgt und geliebt ist. Es erinnert uns daran , dass wir nicht nur Diener oder Untertanen sind, sondern geliebte Kinder Gottes, die zu einer tiefen Gemeinschft mit ihm berufen sind.
Wenn wir weiter lesen, sehen wir, dass die Stadt mit kostbareb Steinen geschmückt ist und eine strahlende Pracht besitzt.Diese Bilder sollen uns die Herrlichkeit Gottes vor Augen führen. Die Stadt ist nicht nur ein physischer Ort, sindern ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung. Sie zeigt uns,dass Gott alles neu gemcht. In einer Welt, die oft von Schmerz, Leiden und Ungerechtigkeit geprägt ist, dürfen wir die Gewissheit haben, dass Gott das Ende aller Dinge in seiner Hand hält.
Besonders auffällig sind die zwölf Grundsteine der Stadt, die mit den Namen der Apostel geschmückt sind. Dies erinnert uns an die Grundlage unseres Glaubens; die Lehren und das Zeugnis der Apostel. Sie sind die Säulen, auf denen wir stehen. In einer Zeit, in der der Glaube oft in Frage gestellt wir, ist es wichtig, sich auf diesed Wahrhiten zu besinnen und unser Leben darauf zu gründen.
Da wir hingefunden haben zu Jesus Christus, dem verheißenen Erlöser der Welt, dürfen wir in seinem Namen zum Vater beten.
Gott schaut auf unser Herz, und wo ein gutes Herz it, bleibt er mit seinem Frieden. Deshalb bitten wir ihn.
Selig,die Gott zu dienen bereit sind und den Himmel offen sehen werden am Tag des Menschensohnes.
Jesus Christus, der uns den Weg zum Schatz des Himmelreiches gewiesen hat, sei mit euch.
Eigentlich sollte sie Izabela heißen, aber weil die Mutter über ihrer Wiege eine Rose sah, wurde das Kind Rosa genannt. So erklärt die Legende seinen Namen. Rosa führte bereits in ihrer Jugend ein streng bußfertiges Leben. Ihre Ideen waren unerschöpflich, wenn es um das Leiden für Christus ging. Am 10. September 1606 trat sie in den Dritten Orden des Heiligen Dominikus ein und wählte die Heilige Katharina von Siena zu ihrem Vorbild.
Jesus,du hast alle Not des Lebens ertragen. Herr,erbarme dich unser.
Du hast die Last des Kreuzes auf dich genommen. Christus, erbarme dich unser.
Du bist für uns am Kreuz gestorben. Herr,erbarme dich unser.
In der heutigen Lesung spricht der Apostel Paulus über ein zentrales Thema; den Ruhm im Herrn. Er erinnert uns daran , dass unser Stolz und unsere Ehre nicht in unseren eigenen Fähigkeiten oder Erfolgen liegen, sondern in dem was Gott in uns durch uns wirkt.Paulus beginnt mit der Aufforderung: Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn. In einer Welt, die oft den perönlichen Erfolg und das eigene Können in den Vordergrund stellt, lädt uns Paulus ein , den Fokus auf Gott zu richten. Es ist nicht unser Können, das uns auszeichnet, sondern die Gnade Gottes, die in unserem Leben wirkt.
Paulus erkennt die Gefahr des Stolzes, der leicht in unser Leben eindringen kann.Wenn wir beginnen, uns auf unsere eigenen Leistungen zu verlassen, verlieren wir den Blick für die Wahrheit, dass alles, was wir sind und haben, ein Geschenk Gottes ist. Der Stolz kann uns von der Gemeinschaft mit Gott und unseren Geschwistern im Glauben trennen. Daher ist es wichtig, dass wir demütig bleiben und unsere Abhängigkeit von Gott anerkennen. Paulus selbst gibt uns ein Beispiel dafür, wie man im Herrn rühmen kann.Er spricht von seinen eigenen Schwächen und Herausforderungen, aber zeigt auch, wie Gott ihn durh diese Prüfungen hindurchgetragen hat. Er gebrauch seine Erfahrungen, um anderen zu dienen und sie im Glauben zu stärken. Diese Haltung der Demut und des Dienstes ist es , die uns dazu anspornen sollte, unser Leben in den Dienst Gottes und der Menschen zu stellen.
Lasst uns also nicht in die Falle des Stolzes tappen, sondern uns immer wieder daran erinnern,dass unser Ruhm im Herrn liegt. Mögen wir in Demut leben und die Gnade Gottes in unserem Alltag widerspiegeln. Lassen wir uns von Paulus inspirieren, der uns zeigt, dass wahre Größe im Dienst an anderen und in der Treue zu Christus liegt.
Jesus Christus hat uns den Schatz des ewigen Lebens verheißen. Im Vertrauen auf sein Wort dürfen wir zum Vater beten.
Der kostbarste Schatz, den wir auf dieser Erde finden können, ist der Friede Gottes. Um ihn bitten wir.
Selig,die den Schatz des Lebens finden und Erben des himmlischen Reiches sind.
Jesus Christus, der Worte des ewigen Lebns hat, sei mit euch.
Jesus ist von Menschen umgeben, die allein zu ihm kamen. Sie kamen, weil sie aßen. Jesus nutzt diese Situation, um ein Gespräch mit ihnen zu beginnen. Selbst Jesus will sie nicht zwingen, damit sie akzeptieren,was sie von ihm gehört haben. Gott will nie, dass der Mensch ihn aus Angst oder Zwang anbetet, sondern Gott will einen freien Menschen, einen Menschen, der seine eigenen Entscheidungen trifft.
Jesus, deine Worte sind Geist und Leben. Herr, erbarme dich unser.
Du bist der Weg zum Vater. Christus, erbarme dich unser.
Du kennst alle unsere Gedanken. Herr, erbarme dich unser.
Predigt.
Es gab jedoch ein Problem: Die Menschen verloren den Faden und niemand, obwohl es Hunderte oder sogar Tausende von Menschen waren, traute sich zu sagen: „Ich verstehe dich nicht, erkläre es uns anders.“ In einer großen Gruppe erfordert es viel Mut, als Erster zuzugeben: „Ich verstehe es nicht.“ Wer dies tut, würde wahrscheinlich von anderen unterstützt werden, die ähnlich empfinden und erleichtert wird, ihre eigene Unfähigkeit zuzugeben. Sie reagierten, wie viele Menschen es tun: Sie lehnten ab, Jesu Worte zuzuhören, und nannten sie harte Worte. Sie sagten nicht „Wir verstehen es nicht“, sondern „Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören? Jesus wendet sich an seine nächsten Jüngern und stellt eine rhetorische Frage. „Wollt ihr auch weggehen?“ Damit öffnet er ihnen die Tür. Ihr könnt weggehen.
Petrus antwortet heftig und schnell: „Herr, und zu wem sollten wir gehen.“ Diese schnelle Reaktion lässt darauf schließen, dass die Jünger bereits über einen möglichen Abschied nachgedacht hatten. Petrus‘ Antwort gilt nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen, um sicherzustellen, dass niemand aus Zwölf sagt: „Ich werde weggehen“. Seine schnelle Reaktion offenbart zugleich seinen persönlichen Kampf. Er muss seine Loyalität sofort bekunden, um sich nicht im Zewifel zu verlieren
Brüder und Schwestern, wenn wir das alles sehen, müssen wir noch einmal danken dafür, dass Jesus die einfachen Menschen zu seinen Nächsten erwählt hat. Wir sehen sie oft als große Vorbilder, aber hier stellen uns die Evangelien sie als Menschen vor, denen die Entscheidung, Jesus nachzufolgen, schwerfällt. Und was wir in gewisser Weise an ihnen bewundern oder wovon wir uns inspirieren lassen wollen, ist, dass sie den Kampf nicht aufgegeben haben. Das zweite, was uns diese Geschichte sagen möchte, ist Folgendes: „Mensch, hab keine Angst zu fragen. Suche nach einer Erklärung. Frage, recherchiere, suche, untersuche. Du hast Vernunft von Gott, also nutze sie.“ Und hier kommen wir zu zwei Momenten. Beim Glauben geht es immer darum, was der heilige Petrus sagt: „Zu wem sollen wir gehen?“ Du hast die Worte des ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.“ Zu glauben und zu wissen. Später drehte die klassische Theologie das Ganze um: erst wissen, dann anerkennen. Wissen und glauben. Und er sagt: Das sind zwei Schritte.
Der erste Schritt besteht darin, Kennen. Was ist kennen?. Dies ist das Wissen,das eine Persön erhält nachdem sie die Bibel gelesen hat das Lesen der Bibel,wenn er Religionsunterricht besucht,oder er hört verschiedenereligiösene Vorträge an. Heute existieren verschiedene Podcasten, die es uns ermöglichen.Der Zweck dieses ist,dass wir Gotte Botschaft erkennen, was Gott für uns getan hat.“ Der Glaube basiert auf Vernunft und ist somit nicht unvernünftig. Aber dann muss zweite Schritt folgen.Viele Menschen haben zwar die Heilige Schrift und theologische Literatur studiert, aber schlussendlich abgelehnt, indem sie sagen: „Ich erkenne das nicht an,ich akzeptiere es nicht.“ Sie haben sich mit dem Thema vertraut gemacht, finden es zwar schön, aber das ist alles.
Und der zweite Schritt besteht darin, es „anzuerkennen“. Das bedeutet zu sagen: „Ja, ich werde es befolgen.“ Dieser Schritt muss immer mit Freiheit einhergehen. Jesus wartet auf unsere freie Entscheidung.Er will uns nicht zu etwas zwingen.Er wartet auf unsere freie Entscheidung. Jesus gibt uns die Zeit. Was bringt die freie Entscheidung? Petrus sagt: „Zu wem sollen wir gehen?“ Aus dieser Antwort geht es klar hervor, dass für Petrus Jesus nicht mehr jemand weit Hohes, irgendein abstraktes Wesen ist, das es hier kontrolliert, aber er ist jemand, der zu meiner Familie gehört. Oder besser gesagt: Ich gehöre zu seiner Familie.
„Zu wem würden wir gehen?“ Petrus als ob zu Jesus sagen wollte: „Wir haben in dir eine Heimat gefunden. Mit dir haben wir den Ort gefunden, an dem wir uns gut fühlen, an dem wir uns angenommen fühlen, einfach dorthin, wo wir hingehören.“ Und das ist ein Zeichen dafür, dass ein Mensch reifer wird und sein Glaube persönlich wird.Ein Mensch sollte darüber nachdenken, wenn er das Angebot Gottes ablehnt, womit wird es ersetzen.
Brüder und Schwestern, große Entscheidungen im Glauben treffen wir oft im Leben. Manchmal sind wir uns dessen bewusst, manchmal nicht. Aber Gott möchte, dass wir freie Entscheidungen treffen. Nicht unter Druck, sondern um unsere eigenen Entscheidungen auf der Grundlage unserer Erfahrungen und unseres Wissens zu treffen. Ja wir haben Freiheit,aber lassen wir uns eines erkennen,immer wenn wir ablehnen, was Gott uns anbietet, verlieren wir.
Niemand kommt zu Jesus Christus, dem es der Vater nicht gegeben hat. So wollen wir um die Gabe des Vaters bitten.
Wer in Christus ist, bleibt im Licht Gottes und hat das ewige Leben. Deshalb bitten wir.
Selig, die das Wort des Herrn annehmen und ihm folgen dürfen in seiner Herrlichkeit.
Gott, unser Vater, der den Engel sandte, um in Maria das Werk der Erlösung zu beginnen, sei mit euch.
Jungfrau Maria ist zwar eine Königin, aber in erster Linie eine Mutter, die dafür sorgt, dass auch wir in das Königreich ihres Sohnes kommen. Sie ist nie diejenige, die uns den Weg in den Himmel irgendwie erschweren will. Im Gegenteil. Wie viele Heilige legten ihr Leben in die Hände der Jungfrau Maria. Erwähnen wir heiligen Ludwig Grignon, von dem auch hl. Johannes Paulus sein Lebensmotto wählte. TOTUS TUUS -Ganz deins. Er hat sein Leben dem Schutz der Mutter Gottes anvertraut. Welchen Platz hat die Jungfrau Maria in unserem Leben?
Jesus,du bist der König des neuen Gottesreiches. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Maria zu deiner Mutter erwählt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast Maria gekrönt mit Herrlichkeit. Herr, erbarme dich unser.
Liebe Gemeinde,heute zentrieren wir unsere Gedanken um den Text aus Jesaja 9,1-6. In diesem Abschnitt wird eine tiefgreifende Botschaft des Trostes und der Hoffnung vermitteln. Jesaja spricht zu einem Volk, das in Dunkelheit lebt, das unter Bedrängnis und Verzweiflung leidet. Doch trotz der widrigen Umstände verheiße Gott Licht und Rettung.
Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht. Diese Worte laden uns ein , über die Dunkelheit in unserem eigenen Leben nachzudenken. Dunkelheit kann viele Formen annehmen, persönliche Krisen soziale Ungerechttigkeiten, Krankkeit oder der Verlust von geliebten Menschen Menschen. In solchen Zeiten fühlen wir uns oft verloren und verzweifelt.
Doch Jesaja erinnert uns daran, dass selbst in den dunkelsten Momenten das Licht Gottes durchbrechen kann. Der Verheißene, der als Licht in die Welt kommt, ist nicht nur ein historisches Ereignis, sondern eine lebendige Realität in unserem Leben. Vers 5 spricht von einem Kind, das geboren wird, und es werden Namen genannt. Wunderbarer Ratgegeber, starker Gott, ewiger Vater , Friedefürst. Diese Namen sind nicht nur Titel, sondern sie beschreinem sie Eigenschaften Jesu, die uns in unseren Kämpfen begleiten.
In einer Welt, die oft von Konflikten und Unsicherheit geprägt ist, ist der Frieden, den Jesus bringt, ein unerschütterliches Fundament. Er ist der Friedefürst, der unsere Herzen und Gedanjen bewahrt , selbst wenn die Stürme des Lebens toben. Wir sind eingeladen, auf ihn zu vertrauen und seine Friedensbotschft in die Welt hinauszutragen.
Jesaja schließt mit der Verheißung,dass die Herrschaft des Friedefürsten zunehmen wird. Dies ist nicht nur eine individuelle Verheißung , sondern auch eine kollektive Einladung zur Veränderung. Als Nachfolger Christi sind wir berufen, Licht und Frieeden in unsere Gemeinschften zu bringen.
Maria hat Gnade gefunden bei Gott. Auf ihre Fürsprache vertrauen wir und wagen zum Vater zu beten.
Damit wir mit Maria, der Magd Gottes, den Frieden des Herrn finden, wollen wir beten.
Selig, die bereit sind, der Botschaft Gottes zu dienen, und eingehen in das Erbe seines Reiches.
Jesus Christus, der dem Petrus den Auftrag gab ,sein Reich zu verwalten ,sei mit euch.
Hl. Pius X ein gebürtiger Riese, Kaplan von Tombolo, Priester von Salvano, Bischof von Mantua, Kardinal von Venedig und Papst von Rom.Sein bürgerlicher Name war Guissepe Melchiore Sarto. Als Papst kennen wir ihn unter dem Namen Pius X. Er zeichnete sich nicht durch hervorragende Bildung aus, obwohl er klug und gebildet war. Er zeichnete sich nicht durch Reichtum aus, weil er noch Schulden hatte, sondern für andere. Er stammte nicht von einer adeligen Familie, er war der Sohn eines Postboten und wurde Papst. Er zeichnete sich nicht durch vergängliche Werte aus, sondern durch seine Liebe zu den Menschen, sein bescheidenes und einfaches Verhalten, seine Rücksichtnahme, sein Wohlwollen und all dies, um den Menschen um ihn herum nicht seine Person zu zeigen, sondern damit die Welt Christus kennenlernte und liebte noch mehr.
Jesus, du kamst, den Neuen Bund zu gründen. Herr, erbarme dich unser.
Du wolltest den Geist der Liebe in uns erneuern. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns den Zugang zum Vater geschenkt. Herr, erbarme dich unser.
Spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich selbst werde meine Schafe suchen und für sie sorgen › Hes 34, 11. Und wie sieht ein guter Hirte aus? Obwohl wir viele Dinge aufzählen könnten, brauchen wir vielleicht nicht weiterzusuchen als bis zum Gleichnis Jesu aus dem heutigen Evangelium. Wenn der Besitzer des Weinbergs mitten am Tag und am Ende des Tages auf den Platz geht, um nach Arbeitern zu suchen, verschwendet er keine Zeit damit, die Menschen zu beschuldigen, die bisher untätig daneben gestanden haben. Stattdessen werden sie positiv gesehen: Sie wollten arbeiten, aber niemand hat sie eingestellt. Also stellt er sie ein und schickt sie in seinen Weinberg. Am Ende des Tages zahlt er allen – auch denen, die er spät eingestellt hat – genug, um sich an diesem Tag um ihre Familie zu kümmern.
So sieht ein guter Hirte aus. Der Weinbergbesitzer im Gleichnis nimmt seine Verantwortung für die ihm anvertrauten Menschen ernst und geht über sich hinaus, um sich um sie zu kümmern. Er zeigt ihnen Großzügigkeit, Freundlichkeit und Mitgefühl. Er tut mehr als das erforderliche Minimum, im Gegenteil, er setzt das Gebot Jesu, seinen Nächsten zu lieben, ganz praktisch um.
Natürlich sind wir nicht immer gute Hirten. Wie die Herrscher Israels, an die sich Ezechiel in der ersten Lesung wendet, können auch wir Menschen durch unsere Kritik oder Härte „beherrschen“ oder indem wir unsere eigenen Interessen über die Bedürfnisse anderer stellen (Ezechiel 34,4). Aber keine Sorge; Jesus kennt uns und ist nicht überrascht. Er wird uns nicht ablehnen oder verurteilen. Er lässt uns nicht einmal abseitsstehen. Jesus gibt uns die Möglichkeit, Buße zu tun und uns zu verbessern. Er kommt sogar selbst und hilft uns bei der Pflege der Schafe. Jesus sagt uns nicht nur, was wir tun sollen, sondern handelt mit uns und schenkt uns die Gnade, geduldiger und fähiger zu sein, mehr zu lieben.
Jeder von uns ist aufgerufen, die Schwachen zu stärken, die Kranken zu heilen und die Verlorenen zu suchen, so wie es der Besitzer des Weinbergs getan hat. Wir sind aufgerufen, jeden Menschen in unserem Leben mit dem gleichen Respekt, Mitgefühl und der gleichen Liebe zu behandeln, die Jesus für uns hat. Gott sei Dank, dass der perfekte Gute Hirte in dieser Rolle immer noch bei uns ist, uns lehrt und führt!
Da Jesus Christus uns in sein Reich gerufen hat, dürfen wir es wagen , mit seinen Worten zum Vater zu beten.
Gott vergibt den Sündern, wenn sie um seinen Frieden bitten. So wollen wir beten.
Selig, die wachsen in der Liebe und Anteil haben an der Vollendung des ewigen Reiches.
Gott, desse Herrlichkeit wir dereinst schauen sollen, sei mit euch.
Heute betet Jesus für die Jünger aller Zeiten, für die damaligen und die zukünftigen, dank des Zeugnisses von Christen aller Generationen: „Ich bete nicht nur für sie, sondern auch für diejenigen, die durch ihr Wort an mich glauben.“ “ (Joh 17,20). Einer der Jünger, für die Jesus betete, war der heilige Bernhard von Clairvaux (1090–1153), ein großer Erneuerer des christlichen Lebens und des Mönchtums zu Beginn des zweiten Jahrtausends.
Jesus, du kamst Buße und Umkehr zu verkünden.Herr, erbarme dich unser.
Du erfüllst deine Kirche mit dem Geist der Liebe.Christus, erbarme dich unser.
Du erneuerst deine Kirche durch dein Wort. Herr, erbarme dich unser.
Nördlich und an der Küste Phöniziens lag die antike Stadt Tyrus. Die Bewohner lebten vom Handel, aber anstatt fair mit ihren Nachbarn zu handeln, erhoben sie sich über sie. Aufgrund ihrer Gier plünderten sie sogar Israel (siehe Joel 4, 5-6). Ezechiel prophezeite gegen Tyros gerade wegen seiner arroganten Haltung. Die Tyrer brauchten Gott nicht mehr; Sie waren von ihrem Reichtum und Erfolg geblendet.
Aber lasst uns Tyrus nicht zu schnell verurteilen. Seien wir ehrlich, wir tappen oft in die gleiche Falle wie sie. Wir glauben vielleicht, dass wir alle Gaben und Segnungen, die wir haben, verdienen, weil wir hart dafür gearbeitet haben, aber irgendwie vergessen wir, dass alles, was wir haben, vom Herrn kommt. Oder wir fangen an, auf manche Menschen herabzuschauen, weil sie nicht das erreicht haben, was wir erreicht haben; wir werden beginnen, uns über sie zu erheben, so wie Tyrus sich über seine Nachbarn erhob. In all dem – und in noch viel mehr – kann man unmissverständlich die altbekannte Sünde des Stolzes erkennen.
Glücklicherweise haben wir das beste Beispiel vor uns, das wir uns vorstellen können, jemanden, der niemals stolz ist: Jesus. Obwohl er selbst Gott war, „hielt er nicht an seiner Gleichheit mit Gott fest“ (Phil 2,6), sondern „verleugnete sich selbst“, damit er uns mit Liebe dienen konnte (2,7). Wir können das Gleiche tun . Versuchen wir, andere zu lieben und ihnen zu dienen, wie Jesus es tut – dass wir unser Leben füreinander hingeben. Dass wir uns nicht auf uns selbst konzentrieren, sondern auf die Person vor uns. Selbstvergessenheit und Selbsthingabe sind der erste Schritt zur Vertiefung der Demut. Der nächste Schritt besteht darin, zu verstehen, dass alles, was wir sind und haben, ein Geschenk unseres gnädigen Herrn ist. Obwohl wir hart gearbeitet haben, haben wir dank Gottes Güte und Gnade alles erreicht. Wir müssen sehr vorsichtig mit Stolz sein. Gott sei Dank für Jesus, der uns den Weg zur Demut zeigt!
Jesus Christus hat um die Einheit seiner Kirche gebetet. So beten wir mit den Worten, die allen Christen gemeinsam sind.
Eins werden mit Christus können wir nur, wenn wir in seinem Frieden leben. Deshalb bitten wir.
Selig, denen der Name des Vaters kund geworden ist, die seine Herrlichkeit schauen werden.
Jesus Christus,dessen Leib eine wahre Speise und dessen Blut ein wahre Trank ist, sei mit euch.
Wünscht ihr euch , ewig zu leben? Liebe Brüder und Schwestern, der Wunsch nach ewigem Leben ist vielleicht so alt wie die Menschheit selbst. Dieser Wunsch entspringt dem Wissen, dass alles um uns herum sein eigenes Ziel erreicht, nur der Mensch nicht. Von Anfang an waren die Menschen mit der Realität des Todes konfrontiert und so suchten und suchen sie angesichts dieses Mysteriums nach verschiedenen Wegen, um diesen scheinbar ungleichen Kampf, den Kampf mit dem Tod, zu gewinnen. Sie zögerten nicht und machten sich daran, die Wurzel des Lebens zu finden oder das Lebenselixier zu mischen. Aber ohne Erfolg.
Jesus, du bist das lebendige Brot. Herr, erbarme dich unser.
Dein Fleisch und Blut sind Leben für die Welt. Christus, erbarme dich unser.
Du gibst uns die Nahrung des ewigen Lebens. Herr,erbarme dich unser.
Predigt.
Im heutigen Wort Gottes konnten wir hören, dass unser Wunsch, der Wunsch nach dem ewigen Leben, keine Utopie mehr sein muss, sondern zu einer Realität werden kann, zu diesem Leben wir eingeladen sind.
Jesus Christus sagt heute jedem einzelnen von uns klar: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben“ (Joh 6, 54a).
Das sechste Kapitel des Johannesevangeliums, aus dem der heutige Auszug auch Brot des Lebens genannt wird. Dieses Kapitel zeichnet sich durch eine große Dynamik . Wenn der Schreiber in der Einleitung feststellt: „Eine große Zahl von Menschen folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken vollbrachte“, so ist die Schlussfolgerung nicht mehr so positiv: „Dann verließen ihn viele seiner Jünger.“ ging nicht mehr mit ihm.“ Hier stellt sich die Frage: „Was ist passiert?“ Was war der Stein des Anstoßes, der dazu führte, dass diejenigen, die ihm am nächsten standen, die Jünger, ihn verließen?
Diese Frage wird umso dringlicher, wenn wir bedenken, dass Jesus nur wenige Verse zuvor ein erstaunliches Zeichen vollbracht hat. Auf wundersame Weise ernährt er 5000 Männer mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen. Dieses Ereignis wird auch durch das Zeugnis des Apostels Philippus unterstrichen: „Selbst zweihundert Denare Brot werden nicht ausreichen, wenn jeder mit nur einem Stück davonkommen soll, das er nur haben wollte, und nicht mit so viel wie möglich.“ Selbst aus der Reaktion der Menschen, die sagten: „Das ist tatsächlich der Prophet, der in die Welt kommen wird“, folgt nicht, dass sie ihn verlassen wollen. Im Gegenteil, sie wollen kommen, ihn ergreifen und zum König machen. Aber Jesus erkannte ihre Absicht und zog sich ganz allein auf den Berg zurück, und als es dunkel wurde, kehrte er zu einem Spaziergang am Meer entlang nach Kapernaum zurück.
Die Menge bemerkte am nächsten Tag, dass Jesus segelte nicht mit den Jüngern davon und sie ihn nicht einmal an dem Ort fanden, an dem sie das Brot aßen. Sie können seine abweisende Haltung nicht verstehen. Denn wer möchte nicht König sein? Sie können nicht über die Befriedigung ihrer körperlichen Bedürfnisse hinaussehen, die Jesus gestern so reichlich befriedigt hat. Der Anblick eines immer vollen Bauches macht ihre Köpfe leer und, was noch schlimmer ist, auch ihre Herzen. Und so erfüllen sich an ihnen die Worte des Psalmisten: „Ihr Herz ist fett und stumpf geworden.“ Als sie das Schiff bestiegen, sie begeben sich auf die Suche nach Jesus. Jesus muss ihr König sein. Das Ergebnis ihrer Suche ist erfolgreich. „Rabbi, wann bist du hierher gekommen?“ Das ist ihre Frage, in der ein sanfter Vorwurf zu hören ist. Jesus offenbart die Motive ihrer Suche, indem er sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich, nicht weil ihr die Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und euch satt gefühlt habt.“ indem er sagt: „Sucht nicht nach verderblichen Lebensmittel sondern nach der Nahrung, die für das ewige Leben übrig bleibt.“
Doch seine Mühe ist vergeblich. Obwohl die Menge zunächst eine Art Verständnisbemühungen zeigt und fragt: „Was sollen wir tun?“ Selbst für einen Moment blitzt der Wunsch auf: „Herr, gib uns immer solches Brot.“ Doch die Antwort wird zum Stolperstein bewirkt den Weggang derjenigen, die uns am nächsten stehen, der Jünger. Als Antwort erscheint Jesus. So wie Gott Mose im brennenden Dornbusch erschien, so erscheint Gott in seinem Sohn der Menge mit dem Angebot des ewigen Lebens und sagt: „Ich bin das Brot des Lebens“, indem er seine göttliche Identität offenbart erfordert eine Antwort des Glaubens. Die Antwort des Glaubens, der eine Voraussetzung für das ewige Leben ist. Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben. Es reicht nicht zu sehen, man muss glauben. Zu glauben, dass Er vom Vater gesandt wurde. Zu glauben, dass Er die wahre Speise und das wahre Getränk ist. Traurigerweise zeigen die Reaktionen der Massen, dass es sich um die Söhne ihrer Väter handelt, die in der Wüste das Manna aßen und starben. Die gleiche Inkompetenz. Denn damals waren sie nicht in der Lage, die mächtigen Zeichen Gottes zu ihren Gunsten zu erkennen. So ist es jetzt. Nörgeln , Streit untereinander, das ist ihre Haltung gegenüber Gottes Angebot.
Liebe Brüder und Schwestern, wie reagieren wir auf Gottes Angebot, auf das Angebot des ewigen Lebens? Führt es uns zum Leben oder zum Tod? Man muss sich darüber im Klaren sein, dass unsere Antwort nur auf der Grundlage des Glaubens angemessen sein wird. Glaube ist jedoch keine sinnliche Erfahrung. „Du hast mich gesehen und glaubst nicht.“ Glaube ist ein Geschenk. „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn …“ Das Geschenk, das Gott, der unendlich reich an Liebe ist, seinen Kindern machen möchte. Allerdings beschenkt Gott niemanden gegen seinen Willen. Obwohl er der Schöpfer und Herr der sichtbaren und unsichtbaren Welt ist, respektiert er die Freiheit seiner Söhne und Töchter. „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Das ist die Haltung Gottes. Gott, der geduldig darauf wartet, dass wir ihm mit unserem Wunsch die Tür unseres Herzens öffnen, damit er uns schenken kann. Nicht mit etwas, das Er nicht braucht, das im Weg steht, das Er loswerden will, das mich überflüssig macht, sondern mit dem Besten, Ihm selbst. Gott, er ist keine Kleinigkeit. Gott schenkt sich uns immer wieder und ganz. Er gibt und hat doch genug.
Er möchte alles geben, nicht etwas. Nicht nur für jemanden, sondern für alle. Hl. Paulus, der diese Wahrheit versteht, schreibt an die Römer: „Wenn er seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat, wie sollte er uns dann nicht alles geben!“ Welt, immer wieder gibt sich Jesus auf die Worte des Priesters hin für uns alle. Er gibt uns alles in einem Stück Brot. Es bedarf nur eines: den Wunsch, um die Gabe des Glaubens zu bitten, damit ich glaube, dass der in einem Stück Brot gegenwärtige Jesus die wahre Nahrung ist, dank derer ich, und nicht nur ich, sondern jeder von uns, der glaubt wird ewiges Leben haben. Ich weiß, dass Sie wahrscheinlich viele Fragen haben, vielleicht sogar Zweifel. Gott will und wird jedoch jedem antworten. Sogar diejenigen, deren Fragen nicht aus einer wahren Sehnsucht nach Gott entspringen, sondern ein Versuch sind, den Glauben lächerlich zu machen. Er kümmert sich um alle. Schließlich ist er nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern um die Sünder. So wie es bei Karl der Fall war.
Karl hatte den Ruf, eine Person zu sein, der nichts heilig ist. Er liebte es, sich über alles lustig zu machen, besonders aber über religiöse Fragen. Eines Tages, als er gut gelaunt aus seiner Lieblingskneipe zurückkehrte, traf er den örtlichen Pfarrer. Er sah ihn aus der Ferne und quälte ihn gern ein wenig mit seinen Fragen. Während des Treffens begrüßte er ihn respektvoll und der Pfarrer begrüßte ihn mit demselben Respekt. Der Pfarrer Karol fragte ihn: „Wie ist es möglich, dass Brot und Wein zum Leib und Blut Christi werden?“Der Priester sagte zu ihm. Wenn dein Körper kann die Nahrung,die du empfingst zu deinem Blut und Körper verwandeln, konnte Gott nicht dasselbe tun? Doch Karol wollte nicht so schnell aufgeben: „ Und wie kann der ganze Christus in einer so kleinen Hostie gegenwärtig sein?“
Aber der Priester antwortete ihm erneut: „Die Landschaft vor dir ist so groß und dein Auge ist so klein.“ Und doch ist das Bild des ganzen Landes vor Ihren Augen. Warum sollte es also nicht möglich sein, dass der ganze Christus in der kleinen Form des Brotes gegenwärtig ist? Der Geistliche holte einen kleinen Spiegel aus seiner Tasche und forderte ihn auf, hineinzuschauen. Dann warf er den Spiegel auf den Boden und sagte: „Jetzt kannst auch du dein Bild in allen Teilen einzeln sehen.“ Ob und welche anderen Fragen Karol gestellt hat, ist nicht wichtig. Es ist jedoch wichtig, den Kampf Gottes für Karol, der durch den Priester verwirklicht wird, nicht zu übersehen.
Bruder, Schwester, lasst uns unsere Herzen erforschen. Wie ist der Wunsch in euch ? Gibt es in euch ein Verlangen nach Brot? Nach dem Brot des Lebens, nach dem ich nie wieder hungern werde? Nachdem ihr die Einladung des Herrn angenommen haben, ewiges Leben zu leben? Oder werde ich den Wunsch nach ewigem Leben, der so tief in meinem Herzen verankert ist, verraten und mich mit einem vollen „Bauch“ zufrieden geben? Erforschen wir, wie unsere Wünsche sind. Egal wie niedrig sie sind, haben wir keine Angst vor ihnen. Überreichen wir sie dem himmlischen Vater. Nicht morgen, sondern heute. Bitten wir in dieser Heiligen Messe auch darum, dass Er solche Wünsche reinigt, lenkt und weckt, die uns zum ewigen Leben führen.
Im Namen Jesu Christi, den der lebendige Vater gesandt hat, dürfen wir voll Vertrauen sprechen.
Zu einem Leben in Frieden hat Gott uns berufen. Darum bitten wir.
Selig, die das Brot des Lebens empfangen, damit sie aufeerweckt werden am Letzten Tag.
Gott, unser Herr, den uns sein Sohn Jesus Christus offenbart hat, sei mit euch.
Hl.Johannes Eudes/1601-1680/ war ein französischer Priester und Ordensgründer der für seine tiuefe Frömmigkeit und sein Engagement für die Verehrung des Herzens Mariens bekannt ist. Er gründete die Kongregation der Eudisten und setzte sich für die geistliche Erneuerung der Kirche.
Jesus, du hast deine Liebe allen Menschen offenbart. Herr, erbarme dich unser.
Du hast die Sünder geliebt und ihnen vergeben. Christus, erbarme dich unser.
Du rettest,die deine Hilfe anrufen. Herr, erbarme dich unser.
„… verwurzelt und etabliert in der Liebe“ ▪ Eph 3, 17.
Der größte bekannte Baum der Welt steht im Sequoia-Nationalpark in Kalifornien. Dieser Baum mit dem Spitznamen „General Sherman“ wird auf ein Alter von 2.300 bis 2.700 Jahren geschätzt. Sein Stamm hat am Boden einen Umfang von 31 Metern. Wir können uns nur das komplexe Wurzelsystem vorstellen, das diesen Baum über Tausende von Jahren am Leben und gesund gehalten hat. In der heutigen ersten Lesung fordert Paulus die Christen in Ephesus dazu auf, „in der Liebe verwurzelt und gegründet“ zu sein (3, 17).
So wie ein Baum der Erde Wasser und Nährstoffe entzieht, so mussten die Epheser auf die Liebe Gottes zurückgreifen, um Kraft zu haben und den Prüfungen standhalten zu können, denen sie ausgesetzt waren. Paul sprach aus eigener Erfahrung. Dank der Tatsache, dass er selbst in der Liebe Gottes verwurzelt und gestärkt war, konnte er Verhaftungen, Steinigungen und Inhaftierungen beenden und weiterhin unermüdlich das Evangelium verkünden. Wie können wir also in Gottes Liebe verwurzelt und verankert sein? Schrittweise. Es beginnt mit einem Samen bei der Taufe, der Wurzeln schlägt, wenn wir beginnen, tiefer zu verstehen, was Gott für uns getan hat, und wenn wir unser Leben lang weiter wachsen, indem wir Gottes persönliche Liebe zu uns erfahren.
Aber gerade in schwierigen Zeiten können die Wurzeln unseres Glaubens noch stärker werden und tiefer eindringen. Diese „trockenen“ Zeiten unseres Lebens können eine Herausforderung sein, aber sie zwingen uns, Wurzeln zu schlagen und unsere Beziehung zum Herrn zu vertiefen. Wir tun also genau das, was Bäume in Zeiten der Dürre tun. Indem wir uns ständig an Christus wenden und nach dem lebensspendenden Wasser seines Geistes suchen, erkennen wir, dass er uns mit seiner Liebe durch unsere Schwierigkeiten trägt und sich um alle unsere Bedürfnisse kümmert.
Wenn dann in Zukunft wieder die Trockenzeit kommt, werden wir bereits über ein gut entwickeltes „Wurzelsystem“ verfügen, das uns ernährt und am Leben erhält. Ganz gleich, ob Sie sich jetzt in einer dürren oder fruchtbaren Zeit befinden, der Herr möchte Ihnen „die Breite, Länge, Höhe und Tiefe“ seiner Liebe zu Ihnen begreiflich machen (Eph 3, 18). Bleiben Sie heute ein paar Minuten in der Stille und lassen Sie sich von ihm mit Liebe erfüllen, die keine Grenzen kennt. Seien Sie sich bewusst, dass Sie in jeder Phase Ihres Lebens umso mehr gedeihen und wachsen werden, je mehr Sie in seiner Liebe bleiben.
Da Gott alle Plage und Last unseres Lebens kennt,dürfen wir als seine Kinder wagen, zum Vater zu beten.
Wer die Last des Lebens als Gottes Last zu tragen wagt, wird unter dieser Last den Frieden finden.
Selig, die das Joch Gottes tragen und Ruhe finden im Leben der Herrlichkeit.
Jesus Christus, der den Kindern die Hände auflegte und sie segnete, sei mit euch.
Väter aßen unreife Trauben und bissen ihren Kindern die Zähne auf die Nerven › Hes 18, 2.
Was für ein seltsamer Spruch! Aber die Israeliten verstanden ihn ganz klar: Der Mensch litt für die Sünden seiner Eltern und Vorfahren. Das Problem entstand, wenn jemand etwas falsch machte, weil dieser Glaube es ihm erlaubte, seinen Vorfahren die Schuld zu geben und nicht sich selbst.
Christus, du hast die Kinder geliebt und ihnen deinenSegen mitgegeben. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Einfältigen dein Reich verheißen. Christus, erbarme dich unser.
Du liebst,deren Herz frei ist von aller Bosheit. Herr, erbarme dich unser.
Gott handelt jedoch nicht so. Durch Ezechiel machte er deutlich, dass jeder Mensch für die Folgen seines eigenen Handelns verantwortlich ist. Und das sind gute Nachrichten, aber auch schlechte Nachrichten. Das Schlimme ist, dass wir unsere Vorfahren nicht mehr für unsere Fehler und Unzulänglichkeiten verantwortlich machen können, sondern selbst für sie verantwortlich sind. Und das Gute daran ist, dass niemand von uns für die Sünden und Fehler unserer Eltern und Großeltern verurteilt wird.
Aber Jesus hat noch etwas Besseres für uns: Wir müssen nicht einmal für unsere eigenen vergangenen Sünden verurteilt werden! Die Vergangenheit muss unsere Zukunft nicht beeinflussen. Wir müssen nicht in einem Teufelskreis der Sünde gefangen sein. Gott ist immer bei uns und bietet uns ständig die Möglichkeit, zu ihm zurückzukehren, um uns zu vergeben. Er bietet uns unermüdlich seine Gnade an, damit wir den Versuchungen widerstehen können, denen wir in der Vergangenheit ausgesetzt waren. Darüber hinaus haben wir auch das Sakrament der Versöhnung, in dem Gott uns durch seine Gnade ein neues Herz und einen neuen Geist schenkt, worüber Hesekiel prophezeite (Ezechiel 18,31).
Es ist beruhigend zu wissen, dass Reue nicht nur eine einmalige Sache ist, nicht wahr? Ist es nicht wunderbar zu erkennen, dass wir unsere Bekehrung täglich durch Reue vertiefen können? Der hebräische Satz, den wir als Aufruf zur „Umkehr und von allen euren Sünden umkehren“ (Ez 18,30) übersetzen, kommt vom Wort „shuv“, was „umkehren“ und „umkehren“ bedeutet. Es ist ein aktives Verb, das anzeigt, dass jeder von uns etwas selbst tun, Verantwortung für sein Handeln übernehmen und nicht andere dafür verantwortlich machen oder erwarten darf, dass sich die Dinge von selbst verbessern. Für uns ist es oft problematisch, unsere Sünden zu bekennen. Allerdings überwiegen die Erleichterung, Freiheit und Freude, die wir bei der Reue empfinden, bei weitem unsere Entmutigung und Unruhe. Gott bietet uns jeden Tag einen Neuanfang. Nehmen wir also dieses Angebot an!
Gott liebt uns, weil wir seine Kinder sind. Deshalb wagen wir zum Vater zu beten.
Die schlichten Menschen, die im Glauben suchen, werden seinen Frieden finden. Mit ihnen bitten wir.
Selig,die einfach sind wie die Kinder, denen das Himmelreich verheißen ist.
Gott, der Herr, der reich beschenkt, die ihm in Treu dienen,sei mit euch, Hl. Stephan, auch bekannt als Stephan I. von Ungarn war der erste König von Ungarn und lebte von etwa 975 bis 1038. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung und Christianisierung des ungarischen Staates.
Gott unser Vater, du bist der Schutzherr deines Reiches, Herr, erbarme dich unser.
Du willst dein Volk zur Herrlichkeit führen. Christus, erbarme dich unser.
Du segnest, die deinem Namen dienen. Herr, erbarme dich unser.
Heute betrachten wir einen bedeutenden Text aus dem Alten Testament aus dem Buch Deuteronomium. Dieser Abschnitt ist nicht nur ein Teil der Heiligen Schrift, sondern er fasst auch den Kern des Glaubens und der Lebensweise zusammen, die Gott von seinem Volk erwartet.
Wir lesen. Du sollst darauf achte, dass es dir gut geht und dass du die Gebote des Herrn hältst.Diese Worte sind eine Einladung auf Gott zu hören und seine Gebote ernst zu nehmen. Es ist nicht nur ein Aufruf zur Gehorsamkeit, sondern auch eine Zusage, dass das Befolgen von Gottes Willen zu einem gesegneten Leben führt Wenn wir auf Gott hören, sind wir in der Lage , unser Leben in Übereinstimmung mit seinem Willen zu gestalten.
Das folgende Vers erinnert und daran, dass das Befolgen dieser Gebote nicht nur für uns selbst, sondern auch für die kommenden Generationen von Bedeutung ist. Du sollst sie deinen Kindern einschärfen und darüber reden . Hier wird die Verantwortung der Eltern und der Gemeinschaft hervorgehoben. Es ist unsere Aufgabe, den Glauben weiterzugeben und in unserem Alltag zu leben. Der Glaube wird nicht nur in der Kirche gelebt, sondern auch in unserem täglichen Leben-beim Essen, bei Gehen, beim Aufstehen und Niederlegen.
Du sollst sie an die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore zu schreiben. Dies ermutigt uns ,unser Zuhause zu einem Ort des Glaubens und der Gastfreundschaft zu machen. Unsere Umgebung sollte die Werte widerspiegeln, die wir leben. Wenn wir unsere Tür öffnen, sollten die Menschen den Glauben, die Liebe und die Gemeinschaft sehen, die wir in unserem Leben praktizieren.
Damit wir wachsen in der Treue und die Ernte unseres Lebens einbringen, wollen wir zum Vater beten.
Die Gott lieben, finden in ihm denFrieden. Um diesen Frieden beten wir.
Selig, die Gott in Treue dienen und dazugewinnen für das ewige Leben.
Gott, der Mächtige, der Großes getan hat an Maria, sei mit euch.
Liebe Brüder und Schwestern. Wir feiern das Fest Mariä Himmelfahrt. Wir feiern, dass die Jungfrau Maria nach ihrer irdischen Pilgerreise und nach ihrem Tod mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde. Sie kommt in den Himmel, aber nicht nur mit ihrer Seele, sondern auch mit ihrem Körper. Sie wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen.
Herr, du hast Maria zum Gleichbild deiner Kirche gemacht. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deine Mutter mit aller Gnade erfüllt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast in Maria alle Verheißung verwirklicht. Herr, erbarme dich unser.
Heute lauschen wir den Worten des Lukasevangeliums, wo Maria nach der Verkündigung auf eine Reise geht und im Haus von Zacharias ankommt. Dort begrüßt sie Elisabeth und ein schönes Gespräch zwischen den beiden Frauen beginnt. Elisabeth äußert sich mit besonderen Worten und fragt, was sie getan hat, um es zu verdienen, dass die Mutter ihres Herrn zu ihr kommt. Elisabeth ist von dem Gedanken erfüllt, dass Gott, der Messias selbst, im Schoß Marias ist, und sie ist sich der Ehre bewusst, da sie mit dem Heiligen Geist erfüllt ist und geistlich wahrnimmt. Ihre Worte „Was habe ich getan, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ zeigen, wie sehr sie sich geehrt fühlt. Wir möchten über diese Worte nachdenken.
Die heutige Zelebrantin ist die Jungfrau Maria. Sie könnte über ihr Leben sagen: „Was habe ich getan, um die Erlösung von der Erbsünde zu verdienen, oder um die Mutter des Sohnes Gottes zu werden?“ Sie wurde ohne den Makel der Erbsünde empfangen und von Gott zur Mutter des Messias erwählt. Sie könnte auch fragen, was sie getan hat, um Joseph die göttliche Herkunft ihres Kindes klarzumachen oder um nach ihrem Tod mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen zu werden.
Die Antwort liegt auf der Hand: Die Erwartung ist ein unverdientes Geschenk Gottes, das nicht verdient oder zurückgezahlt werden kann. Ein besonderes Geschenk, das Gott Menschen wie die Jungfrau Maria, aber auch uns selbst, gewährt. Bemühen wir uns darum , unser Leben durch die Brille dieses kostbaren Geschenks zu betrachten.
Wir können uns fragen, was wir getan haben, um geboren zu werden, getauft zu werden und Gottes Kinder zu sein, nachdem die Erbsünde abgewaschen wurde. Oder was haben wir getan, um ein Leben in relativem Frieden zu verdienen, trotz aller möglichen Schwierigkeiten, Schmerzen und Leiden? Wir leben in einem Land ohne Krieg, haben Nahrung und ein Zuhause, die Möglichkeit, eine Familie zu haben und geliebte Menschen um uns. Wir können gerettet werden, wenn wir sterben, und in den Himmel aufgenommen werden – nicht durch eigene Kraft, sondern weil Gott uns zu sich holt.
Womit haben wir das verdient, liebe Brüder und Schwestern?
Es ist ein unverdientes Geschenk Gottes, das uns geboten wird. Wir erhalten unzählige Gaben von ihm, aber unsere eigene Befriedigung steht außer Reichweite. Dennoch schenkt Gott uns bedingungslos seine Liebe. Wir erleben Seine Gnade im Laufe unseres Lebens. Daher müssen wir unsererseits den großen Gesten Gottes konsequent begegnen, wenn möglich ganz und uneingeschränkt. Liebe Brüder und Schwestern, wie sollten wir reagieren? Es sollte sich auf alle Gaben und Gnaden Gottes beziehen, die Gott uns schenkt. Wir könnten unser ganzes Leben lang wirklich danach streben und großartige Dinge tun. Wir können Gott niemals für all die guten Dinge, die er uns gibt, zurückzahlen oder zufriedenstellen, weil Gott uns so viel mehr gibt, als wir uns vorstellen können.
Die Jungfrau Maria übertrifft uns in ihrem Lebenswandel. Durch ihre vorbildliche Lebensqualität wurde sie makellos empfangen und vor der Sünde bewahrt. Sie lebte sündenfrei und empfing große Gnade. Auch uns schenkt Gott reichlich Gnade. Obwohl Maria ohne Sünde empfangen und gerettet wurde, lebte sie das beste Leben, das möglich war.
In Maria hat Gott alle Verheißungen erfüllt. So dürfen wir voll Vertrauen zum Vater beten.
Maria, die gesegnet war unter allen Frauen, lebte im Frieden mit Gott. Um diesen Frieden beten wir.
Selig, die Gott glauben und empfangen, was Gott verheißen hat.
Jesus Christus, der sein Leben hingab für seine Freude, sei mit euch.
Maximilian Maria Kolbe war ein polnischer Fraziskanerpriester, der für seinen unerschütterlichen Glauben und seine selbstlose Hingabe bekannt ist. Kolbe opferte sein Leben, um das eines anderen Häftlings zu retten, was zu seiner Heiligsprechung im Jahr 1982 führte.
Jesus, du bist für uns in den Tod gegangen. Herr, erbarme dich unser.
Dein Tod war die Sühne unserer Schuld. Christus, erbarme dich unser.
Du hast über alle Bosheit gesiegt. Herr, erbarme dich unser.
Ezekiel wohnte in Babylon vor der Zerstörung Jerusalems. In Babylon wurde er als Prophet bezeichnet. Im sechsten Jahr seines Aufenthalts in Babylon erlebte er geistig die Posaunen der Zerstörung Jerusalems. Er sieht sechs Männer aus dem Norden kommen, bewaffnet mit Zerstörungswerkzeugen. Angeführt werden sie von einem Mann in weißer Kleidung, der ein Schreibgerät an der Taille trägt. Der Herr, Gott, ist ein strenger Richter, aber er ist gerecht, er schlägt nicht mit den Köpfen. So wie er Noah und seine Familie während der Sintflut nicht umkommen ließ, wie bei der letzten Plage Ägyptens der Todesengel um die mit dem Blut des Lammes gezeichnete Tür herumging, so befiehlt er nun dem Schreiber in Weiß, die Menschen zu markieren, die Sie haben Gott nicht betrogen, indem sie sich einen Ring in Form eines Buchstabens T, dem letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets, auf die Stirn machen ließen. Auch St. Johannes spricht in seiner Apokalypse von 144.000 Markierten.
Dann wird den Sechsen befohlen, mit ihrem Werk der Zerstörung zu beginnen, Männer niederzumähen, wie ein Schnitter Mais mäht, und niemanden zu verschonen, weder Kind noch alter Mann, noch Mann, noch Frau. Und sie müssen mit dieser zerstörerischen Arbeit im Tempel beginnen, hier wurden die meisten Sünden begangen, hier wird die Strafe zuerst beginnen. Und in einem Moment ist der Tempelhof voller Leichen, und dann geht die Zerstörung in den Häusern und Straßen Jerusalems weiter. Der Höhepunkt der Katastrophe ist, dass sogar Gott den Tempel verlässt. Gott thronte über der Bundeslade im Allerheiligsten. Nun wird den Cherubim befohlen, mit dem Thron Gottes zum Osttor zu ziehen. Sünde – schwere Sünde – die Menschen denken nicht viel darüber nach, weil sie nicht erkennen, was zu diesem Zeitpunkt in der Seele geschieht. Aber es ist die Zerstörung des lebendigen Tempels in der Seele, und Gott verlässt den Tempel – Gott verlässt die Seele, weil er vertrieben wird.
Jesus Christus hat uns alles offenbart, was er vom Vater gehört hat. In seinem Namen dürfen wir den Vater bitten.
Christus, der uns liebt, nennt uns seine Freude. Ihn dürfen wir um seinen Frieden bitten.
Selig, die in der Liebe Gottes bleiben und Frucht bringen, die bleibt für die Ewigkeit.
Jesus Christus, den die Welt gehasst und verfolgt hat, sei mit euch.Hl.Pontianus war der 18. Papst der katholischen Kirche und regierte von etwa 230 bis 235 nach Christus. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Maximus Thrax wurde er ins Exil geschickt.
Hippolyt von Rom war ein bedeutender Theologe und Schriftsteller des 3. Jahrhunderts. Hippolyt ist bekannt für seine Werke über die Trinität und die Christologie.
Jesus, du hast dein Reich Menschenhänden anvertraut. Herr, erbarme dich unser.
Du leitest und führst deine Kirche. Christus, erbarme dich unser.
Du rettest deine Kirche aus aller Not. Herr, erbarme dich unser.
Liebe Gemeinde, heute wollen wir uns mit einem kraftvollen Text aus dem ersten Petrusbrief beschäftigen. Der Apostel Petrus spricht hier über das Leiden und die Herausforderungen, die wir als Gläubige in der Welt erfahren können. Er ermutigt uns inmitten von Prüfungen standhaft im Glauben zu bleiben.
Petrus beginnt mit einer wichtigen Botschaft. Lasst euch nicht verwundern über die Feuerprobe, die euch widerfährt. Diese Worte erinnern uns daran, dass Schwierigkeiten und Leiden Teil des christlichen Lebens sind. Oft erwarten wir, dass unser Glaubensweg frei von Herausforderungen ist. Doch Petrus macht deutlich, dass solche Prüfungen nicht nur zu erwarten sind, sondern auch einen Zweck haben. Sie sind eine Feuerprobe, die unseren Glauben reinigt und stärkt.
Wenn wir leiden, dürfen wir uns daran erinnern, dass wir mit Christus leiden. Petrus ermutigt uns, uns über unser Leiden zu freuen, weil es uns in eine tiefere Gemeinschaft mit unserem Herrn führt. Er sagt. Freut euch, dass ihr der Leidensgemeinschaft Christi teilhaftig seid. Diese Freude ist nicht immer leicht zu empfinden, besonders in Zeiten des Schmerzens. Doch sie gibt uns Hoffnung und die Gewissheit, dass unser Leiden nicht umsonst ist.
Gott hat uns aus der Welt erwählt. Im Vertrauen auf den Auftrag Jesu Christi wagen wir zum Vater zu beten.
Wir sind nicht Eigentum der Welt. Wir gehören Gott. Deshalb dürfen wir ihn um seinen Frieden bitten.
Selig, die festhalten am Wort des Herrn und Christus angehören im Reich des Vaters.
Jesus Christus, der sich den Händen der Menschen ausgeliefert hat, sei mit euch.
Hl. Johanna Franziska von Chantal war eine französische Nonne und Mitbegründerin des Ordens der Heiligen Franziskus von Sales, auch bekannt als die Salesianer innen. Sie wurde in einer wohlhabenden Familie geboren und heiratete mit 21 Jahren. Nach dem Tod ihres Mannes widmete sie ihr Leben Gott und der Gründung eines Ordens, der Frauen die Möglichkeit geben sollte, ein Leben in Armut , Keuschheit und Gehorsam zu führen.
Jesus, du kamst zum Tod und zur Auferstehung für uns. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich den Ordnungen dieser Welt gefügt. Christus, erbarme dich unser.
Du kamst als der Herrscher des neuen Gottesreichs. Herr, erbarme dich unser.
In Ezéchiel Vision wiederfinden wir den Versuch, eine Begegnung mit Gott zu beschreiben. Könnte uns die Beschreibung als „primitiv“ erscheinen, wenn wir sie uns Zeit nehmen, sie vollständig zu lesen. Wir sollten jedoch bedenken, dass das, was Ezékiel sah, seine Fähigkeit zu akzeptieren, zu verstehen und zu beschreiben überstieg. Anstatt Fehler oder unwirkliche Aussagen in der Beschreibung zu suchen, sollten wir herausfinden, was Gott uns heute durch den Mund Ezékiels sagen möchte. Gott ist durch keine Grenzen begrenzt, er ist in jedem Teil der Welt präsent … Wie Gott den Israeliten im Exil Hoffnung brachte, so bietet er auch uns Hoffnung an, wenn wir in das Exil der Sünde fallen. Nach wiederholten Fehlern, unerfüllten Vorsätzen und gebrochenen Versprechen streckt Gott uns seine Arme entgegen, wartet auf unsere Rückkehr und bietet uns Vergebung und ein reines Kleid der Gnade an. Wenn wir verwundet, verlassen und müde sind, finden wir bei ihm Erleichterung und Heilung. In Zeiten von Angst und Prüfungen können wir in ihm Frieden und Trost finden. Lasst uns daher vertrauensvoll und hoffnungsvoll in seine liebevollen und barmherzigen Arme werfen.
Jesus Christus hat uns die Freiheit, Kinder Gottes geschenkt. In seinem Auftrag beten wir zum Vater.
Der uns die Auferstehung verheißen hat, wird uns die Fülle des Friedens schenken. So bitten wir.
Selig, die keinen Anstoß erregen und Christus angehören, wenn er wiederkommt.