Donnerstag der 14. Woche Mt 10,7-15

 Jesus Christus, der seinen Jüngern als Weggeleit den Frieden mitgab, sei mit euch.

Was ist einfacher: zu verkünden, dass das Reich Gottes nahe ist, oder Kranke zu heilen, böse Geister auszutreiben oder sogar Tote wieder zum Leben zu erwecken? Das Erste erfordert persönliche Überzeugung und Mut, das Zweite einen starken Glauben.

Jesus, du kamst, um die Schuld der Menschen abzutragen. Herr, erbarme dich unser.

Du sendest deine Boten mit dem Gruß des Friedens. Christus, erbarme dich unser.

Dein Wort verheißt allen Menschen Segen und Heil. Herr, erbarme dich unser.

Der heutige Marktmechanismus hat keinen Sinn für „umsonst geben“. Es ist bedauerlich, dass der Mensch ihm so sehr unterworfen ist und nur seine Regeln anwendet. Die Regeln des göttlichen Mechanismus lehren, dass nicht nur selbstloses Geben Gewinn bringt, sondern dass auch Verlust Gewinn sein kann. In der Welt der Menschen ist es so, dass man für unwichtige Dinge bezahlt, während die wirklich wichtigen Dinge kostenlos sind. Für einen Naturfilm müssen wir bezahlen, aber die Schönheit des Sonnenuntergangs, die wir irgendwo in der Natur bewundern können, bekommen wir kostenlos. Für chloriertes Wasser in der Wohnung müssen wir bezahlen, aber derjenige, der die ganze Erde mit lebensspendendem, reinem Wasser versorgt, gibt es völlig kostenlos… Wir bezahlen für das Telefon, aber wir müssen nicht für die von Gott gegebene Möglichkeit bezahlen, mit einem Menschen zu sprechen, den wir gerade getroffen haben…

Nehmen Sie weder Gold noch Silber noch Geld mit sich; nehmen Sie auch keine Tasche für die Reise mit, auch keine zwei Kleider, keine Schuhe, keinen Stock, denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.

Jeden Tag sind wir von vielen Dingen umgeben, ohne die wir uns ein Leben nicht vorstellen können. Und doch ist nur eines wichtig: grenzenloses Vertrauen in Gott, in Gottes fürsorgliche Vorsehung und ein freies, ungebundenes Herz. Die evangelische Aufforderung, das Reich Gottes zu verkünden, zu leben bedeutet, das Zeugnis des Evangeliums zu leben.

Wenn Sie ein Haus betreten, grüßen Sie es! Wenn das Haus es wert ist, komme mein Friede auf es.

Das Zeugnis des Evangeliums setzt einen aufrichtigen Gruß oder vielleicht ein inneres Gebet voraus, in dem wir den Begrüßten segnen. Gleichzeitig bringt es den Frieden des Evangeliums mit sich. Er breitet sich in der Seele aus, die ihr Herz ganz für die Wahrheit des Evangeliums geöffnet hat. Der Friede Christi ist eines der wertvollsten Geschenke Gottes an den Menschen und ein Zeugnis dafür, an wen wir glauben.

Damit der Friede Christi immer bei uns bleibe, wollen wir voll Vertrauen zum Vater beten.

Unser Gruß soll der Friede Gottes sein. Damit er uns auf unseren Wegen begleite, bitten wir.

Selig, die den Frieden Gottes besitzen und am Tag des Gerichtes das Heil finden.

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