Verklärung des Herrn Lk 9, 28-36

Jesus Christus,der sich in lichtvoller Herrlichkeit seinen Jüngern offenbarte,sei mit euch.

Warum erschienen Moses und Elias zusammen mit Christus? Was soll uns ihre Anwesenheit sagen? Wie können wir die Botschaft verstehen, die uns die Heilige Schrift vermitteln will? Die wohl häufigste Interpretation besagt, dass beide damit bestätigen, dass Christus nicht nur Mensch, sondern auch Gott ist. 

Jesus, du warst unter den Menschen als der verborgene Gott. Herr,erbarme dich unser.

Du hast deine  Herrlichkeit  vor  den Aposteln rnthüllt. Christus,erbarme dich unser.

Du willst uns dereinst deine Herrlichkeit schauen lassen.Herr,erbarme dich unser.

Die beiden Zeugen aus dem Alten Testament bei der Verklärung Christi fügen sich ganz natürlich in die Atmosphäre des Lichts ein, das alle Figuren umgibt. Moses strahlte einst vor Freude über die Begegnung mit Gott auf dem Berg Sinai. Es spiegelte den Glanz der Herrlichkeit des Herrn wider. Und Elija wurde durch einen feurigen Wagen von seinem Schüler getrennt und stieg in den Himmel auf. Feuer und Glanz waren Zeichen der Macht Gottes. Der Glanz und das Licht bei der Verklärung weisen somit auf die wahre Identität Christi hin, die durch seine Menschlichkeit verhüllt war.

Eine andere Sichtweise auf Moses und Elija sieht in ihnen Vertreter des Gesetzes und Propheten, die uns über Jahrhunderte hinweg auf das Kommen des Messias vorbereitet haben. So sah es auch Christus selbst und erinnerte seine beiden Weggefährten während der 60 Stadien, die ihr Leben auf dem Weg nach Emmaus veränderten, daran.

Moses und Elia haben ihren Schülern kein unvollendetes Projekt, keine Führungsposition und kein Büro mit Aktenordnern hinterlassen, sondern ihre intime Erfahrung mit Gott. Sie haben ihnen die Berufung weitergegeben, Freunde Gottes in dieser Welt zu sein und in seinem Namen zu handeln. Josua und Elisa haben als ihre Schüler selbst erfahren, dass es sich lohnt, bei ihrem Lehrer zu bleiben, weil sie so werden können, wie diese waren. Moses und Elija sind ein Zeichen dafür, dass die Gegenwart Gottes im Leben eines Menschen ganz natürlich auf diejenigen übergreift, die um uns herum leben.

Dort auf dem Berg erfahren die Apostel, dass die Früchte der innigen Nähe zu Gott nicht bei ihnen selbst enden, sondern ihnen als Geschenk für andere gegeben sind. Ein wahrer Freund Gottes ist dazu berufen, diese Erfahrung nicht für sich zu behalten, sondern die Früchte dieser Freundschaft mit anderen zu teilen. Das ist das Wesen der Berufung eines jeden von uns, Laien wie Geweihten, dass wir nicht nur mit Gott sind, sondern auch verkünden, wie er die Welt liebt.

Jesus, der  geliebte Sohn ist unser  Mittler  beim Vater. In seinem Namen dürfen wir  beten.

Licht und Glanz umgaben den Herrn in seiner Verklärung. Damit wir in seinem Frieden bleiben,bitten wir ihn.

Selig , die Gottes  Nähe  suchen und ihn  schauen  dürfen von Angesicht zu Angesicht.

Dieser Beitrag wurde unter Andere veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.