Ein Pharisäer lud Jesus ein, mit ihm zu essen. Jesus betrat das Haus des Pharisäers und setzte sich an den Tisch.
Uns ist nicht bekannt, dass Jesus die Einladung abgelehnt hat. Für ihn stellt es kein Hindernis dar, jedes Haus zu betreten, zu dem er eingeladen ist – egal, ob es sich um „Gerechten“ oder „Sünder“ handelt. Die Gründe für die Einladung sind jedoch unterschiedlich. Im Falle des Pharisäers könnte es ein Versuch gewesen sein, jemanden zu ehren, der nicht zu den Sündern gehörte, tadellos war und sich wie er an Gottes Wort hielt.
Jesus, du hast die Sünder aufgesucht und ihnen vergeben. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich offenbart als Bote göttlicher Liebe. Christus,erbarme dich unser.
Du hast den Sündern deinen Frieden geschenkt. Herr, erbarme dich unser.
Es gab eine gewisse Frau in der Stadt, eine Sünderin … die ein anderes Muster der Gesellschaft ausdrückt. Überraschenderweise hatte sie den Mut, Jesus im Haus des Pharisäers zu suchen und ihn mehr zu ehren als Simon.
Anders als bei den Pharisäern stellt es für Jesus kein Hindernis dar, von einer Sünderin berührt zu werden. Wenn die Gesundheit der Seele es erfordert, ist es für ihn auch kein Hindernis, Sünde oder eine falsche Einstellung zu berühren.
Wir alle sind Schuldner der Gerechtigkeit Gottes. Keiner von uns ist ohne Schuldgefühle. Wir alle brauchen Gottes Vergebung. Der größte Fehler ist es, zu denken, dass man sie nicht mehr braucht oder dass man nicht so schlimm ist wie andere.
Es ist nicht gut, einen Menschen voreilig zu beurteilen und nur seine Schattenseiten zu sehen. Die Frau war eine Sünderin, später aber auch eine demütige Büßerin. Unter Tränen gab sie Gott ihr Inneres, mit Küssen die Fähigkeit ihres Körpers, Liebe auszudrücken, und mit kostbarer Salbe auch ihren Besitz für Jesus..
Der Glaube offenbart einerseits unsere Schuld gegenüber Gott, andererseits aber auch die verzeihende Güte Gottes, der gekommen ist, um die Schuldverschreibung der Menschheit zu löschen. Ein Glaube, der sich nicht verstecken braucht und der bereit ist, seine Schuld öffentlich einzugestehen, wenn die Umstände es erfordern. Ein Glaube, der anschließend mit Vergebung und Frieden belohnt wird.. Wir sind bei Gott zu Tisch geladen.