Hl.Theresia von Ávila Lk 11,42-46

Jesus Christus, der uns gereinigt hat durch sein Wort,sei mit  euch.

„Die hl. Teresa von Ávila (1515-1582) hat gemeinsam mit Johannes vom Kreuz (1542-1591) der Kirche einen mystischen Stempel aufgedrückt. Die hl. Teresa von Ávila gilt zusammen mit der hl. Katharina von Siena seit 1970 als Kirchenlehrerin. Die geistlichen Ratschläge der hl. Teresa von Ávila ermöglichte vielen Katholiken, eine nahe und tiefe mystische Begegnung mit der Liebe Christi zu erleben.

Jesus, du erfüllst mit Kraft, die dich lieben. Herr, erbarme dich  unser.

Du belebst  die Kirche mit deinem Geist. Christus, erbarme dich unser.

Du führst  uns  durch  Vorbilder christlichen Lebens. Herr, erbarme dich unser.

Die hl. Teresa von Ávila lebte in einer Zeit, als die spanischen Herrscher Ferdinand von Aragonien und Isabella von Kastilien begannen, die Vision eines spanischen katholischen Königreichs zu verwirklichen, gereinigt von muslimischen und jüdischen Einflüssen. Sie beendeten die spanische Reconquista siegreich, als sie 1492 Granada befreiten und, nach fast 700 Jahren, die Muslime aus Spanien nach Nordafrika verdrängten. Während ihrer Herrschaft begann auch die spanische Conquista in Lateinamerika.

Die hl. Teresa von Ávila stammte aus einer jüdischen Familie; ihr Großvater konvertierte zum Katholizismus erst, als Ávila von spanischen christlichen Truppen befreit wurde. Die hl. Teresa von Ávila trat mit etwa 20 Jahren in ein Karmeliterkloster ein, bekannt für sein sehr strenges Leben und seine Regel.

Im Jahr 1577 hatte die hl. Teresa von Ávila ihre erste mystische Erfahrung im Zusammenhang mit dem Leiden Christi. Was sie mit ihrem geistlichen Auge sah, traf sie wie ein Blitz. Der verwundete und gequälte Christus drängte sie, Buße für ihr vorheriges Leben zu tun. Sie war überwältigt von der Einsamkeit und Verlassenheit, die Christus bei seiner Kreuzigung ertrug.

Die hl. Teresa von Ávila erlebte dann eine tiefe mystische Gemeinschaft mit Gott bis zum Ende ihres Lebens in Form eines ständigen Gesprächsgebets oder in Form von Erfahrungen tiefer mystischer Ekstase. Neben dem Mystizismus bereitete sie die Reform des weiblichen Zweigs des Karmeliterordens vor, in die sie ihre Erfahrungen tiefer geistlicher Verbindung mit dem dreieinigen Gott implementierte.

Sie war überzeugt, dass jeder Jesus auf ähnliche Weise kennenlernen kann, wie sie ihn bei ihren mystischen Begegnungen kennengelernt hatte. So versuchte sie, für Seelen, die nach mystischer Vereinigung mit Christus dürsteten, die besten Bedingungen auch in den strengen Klöstern der unbeschuhten Karmelitinnen zu schaffen. Sie definierte die Grundelemente der karmelitischen Regel neu und betonte Einfachheit, Demut, Gebet und Disziplin. Die hl. Teresa gründete in 15 Jahren 16 reformierte Konvente für Frauen und Männer, da der weibliche Orden der unbeschuhten Karmelitinnen, den die hl. Teresa gründete, Beichtväter und Kapläne benötigte.

Die hl. Teresa von Ávila ist Autorin mehrerer mystischer und theologischer Schriften. Zu ihren bekanntesten Werken gehören: ‚Mein Leben‘ (Autobiographie), ‚Der Weg zur Vollkommenheit‘ (über das Gebet, besonders das Vaterunser), ‚Die Innere Burg‘ (eine mystische Schrift, in der die hl. Teresa von Ávila den Menschen mit einer Burg mit sieben Wohnungen vergleicht, durch die man gehen muss, wenn man Gott in sich finden will) und ‚Das Buch der Gründungen‘ (Erinnerungen an die Gründung reformierter Klöster der unbeschuhten Karmelitinnen).“

Da wir  rein  geworden  sind durch Christi Wort, wagen  wir , nach seinem Auftrag zum Vater  zu beten.

Wenn wir  wie Weinstock und Rebe mit Christus verbunden sind, dürfen wir  um seinen Frieden bitten. 

Selig, die in Christus bleiben und reiche Frucht für die Ewigkeit bringen.

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