Hl. Martin, Bischof von Tours Mt 25,31-40
Jesus Christus, der sich zum Gericht auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen wird, sei mit euch.
„Heute, da wir das Gedenken an den heiligen Martin von Tours feiern, lädt uns die Liturgie ein, gerade über diesen Abschnitt aus dem Evangelium nach Matthäus nachzudenken. Dieser Abschnitt erzählt uns vom Ende der Zeiten, als der Menschensohn kommen wird, um zu richten und die Gerechten von den Sündern zu trennen. Dabei wird Jesus die Gerechten belohnen, indem er sie einlädt, das Königreich in Besitz zu nehmen, das für sie bereitet ist.
Jesus, du hast die Nähe des Gottesreiches verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Bekehrung und Buße gefordert. Christus, erbarme dich unser.
Du hast Menschen gesucht, die dir folgten. Herr,erbarme dich unser.
Was war jedoch die Bedingung, damit wir das Reich erben konnten? Das Evangelium gibt es klar an: ‚Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.‘ (Mt 25,35-36).
Die Menschen waren jedoch überrascht, dass sie den Herrn nie gesehen hatten. Daher fragen sie: Wie konnten wir das für dich tun, wenn wir dir nie begegnet sind? Jesus erklärt sich dann mit den Worten: ‚Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.‘ (Mt 25,40). Genau das tat Martin, als er noch Katechumen war. Es wird erzählt, dass Martin an einem sehr kalten Tag am Tor einer gallischen Stadt einen zitternden und halbnackten Bettler traf.
Von Mitleid bewegt, teilte er seinen Mantel in zwei Teile und gab einen davon dem Armen. Er tat dies, weil er in diesem Armen Christus sah. Wie der heilige Martin sind auch wir alle berufen, uns um die Armen zu kümmern. Es ist unsere Berufung als Christen. Genau in diesem Sinne sagt Papst Franziskus in ‚Evangelii gaudium‘, dass ’niemand von uns denken kann, er sei von der Sorge für die Armen und für die soziale Gerechtigkeit befreit.‘
Möge der heilige Martin für uns eintreten, damit wir uns wirklich um die Bedürftigen kümmern.“
Zu Gott, unserem Vater, der uns ewiges Leben zu schenken vermag, wollen wir voll vertrauensvoll beten.
Das Reich Gottes ist ein Reich des Friedens. Damit wir dieses Reich finden, bitten wir.
Selig, die Gutes tun um Christi willen und das Reich in Besitz nehmen werden, das für sie erschaffen worden ist.
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