Das Korporale, die Patene und das Messbuch.

Auf dem Altar befinden sich mehrere mehr oder weniger sichtbare Gegenstände, wobei alle, die Ehrfurcht vor der Eucharistie und den Glauben ausdrücken, dass in jedem Stück des gewandelten Brotes und jedem Tropfen des gewandelten Weines Jesus vollständig gegenwärtig ist.

Was sehen also die Gläubigen? Was bringt der Ministrant noch auf den Altar, zusammen mit dem Kelch? Es gibt dort vier Gegenstände; Ganz oben befindet sich das Korporale, darunter das Pallium, unter dem Pallium ist die Patene, die in den oberen Rand des Kelches passt und das Purifikatorium hält.

Das Korporale ist der am längsten verwendete Bestandteil der Messgewänder und Textilien, der sogenannten Paramente. Es ist am höchste gelegt, damit es als Erstes auf dem Altar ausgebreitet werden kann. Es handelt sich um ein festes weißes Tuch in quadratischer Form mit verschiedenen Größen von ungefähr 40 Zentimetern, mit einem eingestickten Kreuz und eventuell einer dekorativen Umrandung.

Der Name Korporale hat zwei Erklärungen. Zum einen symbolisiert das Tuch das Grabtuch, das Jesu toten Körper umhüllte und das die Apostel zusammengelegt im leeren Grab an der Stelle fanden, wo der Gekreuzigte gelegen hatte. Zum anderen leitet sich die Bezeichnung des Korporale aus seiner Funktion ab: auf der Altarplatte begrenzt es die heiligste Zone des Umgangs mit dem Corpus Christi, der Eucharistie, mit Christi Leib und Blut.

Auf dem quadratisch gefalteten Korporale liegt auf dem Kelch ein kleineres Quadrat, die Palla genannt wird und zum Andecken des Kelchs dient. Die Palla besteht in der Regel aus einem mit dekorativem Stoff umhüllten Karton, dessen Farbe je nach liturgischer Motiv gestickt ist. Die Palla schütz den Wein und später das eucharistische Blut vor allem Unerwünschten aus der Umgebung , wie zum Beispiel vor Staub oder Insekten.

Nach einigen Interpretationen soll die kreisförmige der Patene an die Ewigkeit erinnern, denn der nie endete Kreis ist ihr Symbol, und zu ihr soll uns das tägliche Brot vom Himmel letztendlich führen. Heute versteht man unter Patene jedoch auch die Schale mit der großen Hostie und den kleinen Hostien für die Gläubigen, damit sie von der Eucharistie empfangen, die während der Messe gewandelt wurde. In dieser Schale wird das Brot auch als Opfergabe gebracht.

Unter dem Korporale, der Palla und der Patene sehen die Gläubigen auf dem Kelch ein herabhängendes weißes Tuch, das etwa  40 cm lang ist. Dieses dreimal gefaltete kleine Handtuch wird bei der Kommunion des eucharistischen Blutes, bei der Reinigung der Patene und beim Trocknen des Kelches verwendet. Bei der Purifikation der verbleibenden Partikel der Eucharistie, wenn alles vom Kelch abgenommen und beiseite gelegt wird, wird dieses Purifikatorium in der Nähe des Korporale platziert, damit der Priester es zur Hand hat und jederzeit benutzen kann.

Alle Gebete, die bei der Verwendung des Kelches, der Patene, des Korporals oder Purifikatoriums gesprochen werden, sind   im Messbuch angeführt. In diesem verzierten Messbuch mit schönem Einband und herausragenden Lesezeichen ist diese Verzierung ein äußerer Ausdruck des geistlichen Reichtums der ganzjährigen und biblisch inspirierten   priesterlichen Gebete. Das Messbuch enthält auch einen Kalender der einzelnen   Hochfeste, Feste und liturgischen Gedenktage sowie Anweisungen für die richtige, würdige und tief fromme Zelebration des heiligsten Opfers. Die Lesezeichen helfen dabei, würdig und flexibel  in dem Buch zu blättern.

Die Worte der eucharistischen Wandlung sind im Messbuch mit besonderen Buchstaben gedruckt. Es ist schließlich der heiligste Moment der heiligen Messe, der die größte Konzentration des Zelebranten auf die Worte erfordert, die Brot und Wein in Jesu Leib und Blut verwandeln. Alles zielt auf ein einziges Ziel ab. Jesus Christus, der siegreich und wirksam in dem eucharistischen Brot und Wein gegenwärtig ist, zu verehren, zu schützen und zu verherrlichen. Damit es niemals zur Entweihung der Eucharistie kommt, sondern damit wir sie mit größtmöglicher Frömmigkeit, tiefster Glaube und höchster Ehrfurcht empfangen.

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