Donnerstag der 33. Woche Lk 19,41-44
Jesus Christus, der uns die Zeit der Gnade verkündet hat, sei mit euch.
Jesu Blick auf Jerusalem und sein Weinen zeugen von einem größeren Zusammenhang als nur dem Blick auf den Menschen. Er spricht von der menschlichen Gemeinschaft, von der Mitverantwortung für unsere Mitmenschen auf unserem Weg. Er spricht auch von der Bedeutung der gemeinsamen Bekehrung, der Rückkehr zu Gott. Der Herr Jesus weint nicht über sich selbst, sondern über die Menschen. „Weint nicht über mich, sondern über euch selbst …“ (Lk 23,28)
Jesus, du bist in die Welt gekommen als Retter der Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast geweint über das, was nicht zu retten war. Christus, erbarme dich unser.
Du wolltest alle Menschen heimrufen zum Vater. Herr, erbarme dich unser.
Die Stadt, das sind wir, die Stadt, das bin ich. Damit wir erkennen können, was uns rettet und Frieden bringt, müssen die einzelnen Menschen davon wissen. Das gewonnene Wissen wird dabei nicht zu einer privaten Angelegenheit.
Was entscheidet darüber, dass wir die Zeit der Heimsuchung Gottes nicht verpassen? Die Anhäufung von menschlicher Gleichgültigkeit, Stolz und Selbst Genügsamkeit entscheidet negativ über die Gnade, während Verantwortung, Demut und Zusammenarbeit in der Regel zur Annahme der Gnade führen. Manche Menschen lassen sich selbst von großen Wundern nicht zu Gott bekehren, während andere schon durch Kleinigkeiten zur Treue ermutigt werden. Der Herr Jesus weinte, weil Gott alles gegeben hatte, damit die Menschen den Sohn Gottes erkennen konnten, und doch sahen sie ihn mit ihren Augen, ohne ihn zu sehen. Gottes Besuch, ob groß oder klein, findet täglich statt, und täglich sind wir aufgerufen, ihm zu folgen, damit wir seine wichtigste Botschaft für uns nicht verpassen. Es ist wie ein Puzzle, in dem auch kleine, scheinbar unbedeutende Teile in Gottes endgültigen Plan für uns sehr fehlen können.
Uns nicht von den Feinden unseres Heils einengen zu lassen, ist nur möglich, wenn Gott in unserer Seele herrscht. Er allein hat Macht über das Böse. Gott beschützt uns und siegt in uns nicht nur aufgrund seiner Einladung, sondern vor allem aufgrund seines Handelns, das der gewonnenen Erkenntnis entspricht.
Damit wir erkennen, was uns Frieden bringt, wagen wir voll Vertrauen, zum Vater zu beten.
Jerusalem hat den Friesen Gottes nicht bewahrt. Damit wir in seinem Frieden leben, bitten wir ihn.
Selig, wer die Zeit der Gnade erkennt und das Heil Gottes findet in der Stunde des Gerichtes.
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