Donnerstag, der 34. Woche, Lk 21,20-28

Jesus Christus, der Menschensohn, der kommen wird mit großer Macht und Herrlichkeit, sei mit euch.

Versetzen dich die heutigen Lesungen in eine leichte Unruhe? Im heutigen Evangelium beschreibt Jesus eine Zeit, in der Jerusalem von immenser Gewalt erschüttert sein wird. Und die erste Lesung beschreibt die Zerstörung des ‚großen Babylons‘, das viele Bibelwissenschaftler für die Stadt Rom halten (Offb 18,2). Insgesamt symbolisieren diese beiden Städte die ganze Welt – die heilige und die weltliche. Es scheint, dass niemand der ‚großen Bedrängnis‘, die ‚auf Erden sein wird‘ (Lk 21, 23), entkommt.

Jesus, du kennst die Bosheit der Welt, in der wir leben. Herr, erbarme  dich  unser.

Du wirst kommen, wenn diese Weltzeit zu Ende geht. Christus, erbarme dich  unser.

Du wirst das Werk deiner Erlösung vollenden. Herr, erbarme  dich  unser.

Jesus hat also seine Jünger gewarnt, um ihnen zu helfen, sich auf das Kommende vorzubereiten. Um zu verstehen, dass diese Warnung Jesu auch für uns gilt, bedarf es keiner langen Überlegungen. Wir alle sind uns sehr wohl bewusst, wie häufig Kriege, Gewalt, Hunger und Misshandlungen in der Welt sind. Sogar unsere Umwelt leidet unter den Folgen der menschlichen Sünde (wir hören vom erschreckenden ‚Tosen des Meeres‘ – Lk 21, 25). Wie sollten wir also antworten? Indem wir Jesu Aufforderung folgen: ‚Richtet euch auf und erhebt eure Häupter.‘

Erhebe dein Haupt! Richte deinen Blick auf Jesus und bete. Deine Gebete haben Macht (siehe Jak 5, 16)! Bete für die Heilung deiner Lieben, die leiden. Bete für die Befreiung derer, die noch im Teufelskreis der Sünde und Gewalt gefangen sind. Bete sogar für die Weltführer, dass sie sich um Frieden bemühen.

Erhebe dein Haupt! Schaue zum Himmel, wo Gottes Barmherzigkeit regiert. Bitte Gott um Vergebung für alle Taten, mit denen du zu den Sünden der Menschheit beigetragen hast – einschließlich der Sünde der Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer Menschen. Aber bitte auch um die Gnade, allen zu vergeben, die dich verletzt haben. Bemühe dich, vom Herrn Barmherzigkeit zu erlangen, damit du in deiner Familie, deiner Stadt, an deinem Arbeitsplatz eine Atmosphäre der Barmherzigkeit schaffen kannst.

Erhebe dein Haupt! Lass die Menschen um dich herum deinen Glauben und dein Vertrauen in den Herrn sehen. Verbinde dich im Herzen mit allen Gläubigen, damit ihr gemeinsam ‚wie Lichter in der Welt leuchten‘ könnt (vgl. Phil 2, 15). Möge dein Frieden andere zum Herrn ziehen, damit auch sie Werkzeuge des Friedens werden können. Vergiss nie die Liebe und Treue des Herrn. Erlaube ihm, dir zu helfen, festzustehen. Und um des Himmels willen – und um aller deiner Brüder und Schwestern willen – erhebe dein Haupt!

Herr Jesus, ich danke dir, dass du mir hilfst, meine Augen auf dich gerichtet zu halten, ungeachtet dessen, was geschieht.“

Da unsere Erlösung  nah  ist und  wir  den  Herrn erwarten, wagen wir  zum Vater  zu beten.

Die Welt  geht ihrem Untergang entgegen. Der Friede  Gottes will uns heimführen zu ihm. Wir bitten ihn.

Selig, die stark bleiben in der Erschütterung der Welt und zur Erlösung hingelangen.

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