Jesus Christus, der den Kranken die Hand auflegte und sie heilte , sei mit euch.
Das Evangelium berichtet von zahlreichen Menschenmengen an Jesu Seite. Sie legten die Lahmen, die Blinden und die Stummen ihm zu Füßen, und er heilte sie. Als sie sahen, wie Jesus nicht nur dem Leib, sondern auch der Seele des Menschen half, priesen sie Gott. Christus hatte Mitleid mit der Menge. Er wollte sich um sie kümmern. Er nahm das Brot und den Fisch, dankte Gott, brach sie und gab sie den Jüngern, die sie an die Menge verteilten. Alle wurden satt. Die Eucharistie ist ein Vorbild für das ewige Fest des Lammes.
Jesus, du hast die Kranken geheilt, die man zu dir brachte. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Hungernden das Brot gegeben. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns zum Mahl des himmlischen Reiches berufen. Herr, erbarme dich unser.
Christopher Fry verfolgt in seinem Theaterstück „Thor, der weiße Engel“ den Versuch des Christentums, in Nordeuropa Fuß zu fassen. In diesem Stück scheint das Christentum unentschlossen, ob seine Botschaft eher dem „oberflächlichen Montag“ oder dem „Brotdonnerstag“ entspricht. Schließlich triumphiert der „oberflächliche Montag“ mit seinen Reinigungsriten: mit seinen Regeln der rituellen Reinheit, seinen Regelungen für Schuldner und seinen Versöhnungstheorien, denen zufolge Gott durch Bußakte bestochen werden muss.
Das Wunderbare an der „guten Nachricht“ – das, was sie gut und somit neu macht – ist, dass sie nicht durch eine Botschaft der Reinigung und rituellen Reinheit missbraucht wird, die angeblich dazu dient, jenen fernen Gott zu besänftigen. Unsere Botschaft handelt von Befreiung und der Beseitigung des Problems, bevor es überhaupt entsteht, indem wir einen „Bäckerdonnerstag“ anbieten! Das Evangelium möchte der Menschheit eine Zukunftsperspektive des Überflusses statt der Knappheit, der Gnade statt der Angst, einen „Gründonnerstag, den Tag des Bäckers“, anstelle eines „Schrubbmontags“ zeigen. Leider scheint es jedoch, dass für die große Mehrheit der Christen ein „Schrubbmontag“ ritueller Reinheit immer noch genügt. Nur das Thema der Gnade vermag die Religion über die dramatisierte Vorstellung von Belohnung und Bestrafung hinauszuführen. Das Christentum ist eine Einladung zum ewigen Hochzeitsmahl, zu Christus, dem Osterlamm.