Dienstag der 2. Adventwoche Mt 11,25-30

Jesus Christus, der gekommen ist, um die Verlorenen heimzuholen, sei mit euch.

Wählen wir einen Satz aus der heutigen kurzen Evangeliumslesung. Jesus sagte: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.“ Wer sind diejenigen, die Offenbarung empfangen können? Auf den ersten Blick scheint sich Jesus hier gegen Intellektuelle zu wenden. Doch er meint nicht Wissen, sondern die Fähigkeit, damit umzugehen.

Jesus, du bist gekommen, um die Verlorenen zu retten. Herr, erbarme dich unser.

Deine Freude ist es, uns zum Heil zu führen. Christus, erbarme dich unser.

Du kamst, um uns den Weg zum Vater zu ebnen. Herr, erbarme dich unser.

Diejenigen, denen die Offenbarung „verborgen“ ist, werden weise (griechisch σοφός; wörtlich: geschickt, einsichtig, wissend, weise, gelehrt) und vernünftig (griechisch συνετός; wörtlich: verständnisvoll, fähig, weise) genannt. Er stellt sie jedoch nicht Narren oder Unfähigen gegenüber, sondern den Kleinen (griechisch νήπιος; wörtlich: klein, kindlich, schwach, unreif, minderjährig). Der Vorteil der „Kleinen“ liegt in ihrer Formbarkeit. Junge Menschen sind noch in der Entwicklung und können andere Meinungen und Ansichten akzeptieren. Hinter den „Weisen und Vernünftigen“ stehen Menschen (weise Alte), die von sich überzeugt und in ihrem Wissen verhärtet sind. Ihre Denkweise lässt sich nur schwer ändern. Vielleicht ist das der Grund, warum Ehepaare im Alter streiten und unnachgiebig sind.

Gottes Offenbarung durch Jesus Christus anzunehmen bedeutet, neue Realitäten zu akzeptieren, nicht die, die wir uns ausdenken! Zum Schluss lasst uns mit Jesu Lobpreisung schließen: „Ja, Vater, es hat dir so gut gefallen.

Da Gott Freude hat über jeden Sünder, der heimkehrt, wagen wir  zum Vater zu beten.

Zurückfinden zu Gott heißt, in seinen Frieden einzugehen, um den wir bitten wollen.

Selig, Gottes  Liebe wiederfindet und aufnimmt in sein ewiges  Reich

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