Jesus Christus, der Vollmacht hatte, die Sünden zu vergeben,sei mit euch.
Das heutige Wort Gottes bringt neben der Botschaft von der Heilung des Gelähmten auch die Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Schriftgelehrten. Diese waren empört über Jesu Worte: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ Es ging um die Frage, in wessen Namen jemand Sünden vergeben kann.
Jesus, du hast den Glaubenden die Sünden vergeben. Herr,erbarme dich unser.
Du kanntest alle Gedanken der Menschen. Christus,erbarme dich unser.
Du hast Frieden zwischen Gott und den Menschen gestiftet. Herr, erbarme dich unser.
In ihren Augen besaß Jesus diese Autorität nicht. Daher ihre Reaktion: „Was sagt dieser Mann? Er lästert Gott! Wer außer Gott kann Sünden vergeben?“ Doch sie erkannten nicht, was Jesus sah: „Ihren Glauben“. Der Glaube ist es, der Raum für Gottes Barmherzigkeit und Vergebung schafft.
Jesu Antwort auf die Einwände der Schriftgelehrten geht mit der Heilung des Gelähmten an Leib und Seele einher. Für den Evangelisten Markus hat diese Auseinandersetzung eine tiefere Bedeutung. Jesus wird nämlich als „Menschensohn“ bezeichnet – ein Begriff, der sich bereits im alttestamentlichen Propheten Daniel findet.
Der Prophet Daniel sagt: „… in den Wolken des Himmels erschien einer wie ein Menschensohn; … ihm wurden Herrschaft und Königreiche gegeben.“ Diesem Menschen schreibt der Prophet die Eigenschaften Gottes zu. Und genau dieser Titel wird Jesus zum Verhängnis: „Der Menschensohn wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten.“
Liebe Freunde, auch wir sind in Jesus Christus eingeladen, den Weg zu gehen, der zu unserer Befreiung führt. Ein Weg des Glaubens, der Raum für Gottes Wirken schafft. Die Frage ist: Wünschen wir uns diesen Weg, sodass Gottes Herausforderung an uns auch unsere eigene wird? Alle kamen zu Jesus und er erhörte sie.