Hl. Agnes, Jungfrau,Märtyrin in Rom, Mt 13,44–46

Der Herr, der unsere Gerechtigkeit und unser Friede ist sei mit euch.

Heute feiert die heilige Mutter Kirche das Fest der heiligen Agnes, Jungfrau und Märtyrerin. Zu diesem Anlass präsentiert uns die Liturgie einen Auszug aus dem Evangelium, der die Motivation und Tiefe der Liebe dieses Mädchens zum Ausdruck bringt, das erst dreizehn Jahre alt war. Sie zog es vor, den Märtyrertod zu sterben, als die Liebe zu ihrem Gott aufzugeben.

Jesus,du bist vom Vater gekommen, um uns die wahre  Liebe zu bringen.

Du bist für uns gestorben,um uns den wahren Frieden zu schenken. Christus, erbarme dich unser.

Du bist  zum Vater heimgekehrt, heimgekehrt,um für alle Menschen dazusein. Herr, erbarme dich unser.

Der Grund für ihre Entscheidung war eine außergewöhnliche Begegnung mit Christus in einem bestimmten Moment ihres Lebens. Und wie das Evangelium betont: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, der in einem Acker vergraben ist. Wenn ein Mensch ihn findet, verbirgt er ihn und geht vor Freude darüber hin, verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker.“

Die heilige Agnes glaubte an die liebevolle Gegenwart Christi und wollte von Anfang an seine Braut werden. Christus offenbarte ihr Worte der Liebe und führte sie, so könnte man sagen, in die Fülle der Beziehung zu ihm in seiner irdischen Gegenwart. Von diesem Moment an verstand sie, dass es ihre Berufung war, auf diese Liebe mit festem Glauben zu antworten. Aufgrund dieses Zeugnisses schrieb der heilige Hieronymus: „Alle Völker preisen ihr Beispiel des Glaubens.“

Zu derselben absoluten Hingabe ruft uns Christus auf: ihm unser Leben zu schenken. Die Arbeit für Christus befreit uns jedoch nicht von den täglichen Kreuzen und Schwierigkeiten des Lebens. Die heilige Agnes verstand das alles und antwortete deshalb ihrem Folterknecht, der ihr mit dem Tod drohte: „Du kannst dein Schwert mit meinem Blut besudeln, aber du wirst niemals mein dem Herrn geweihtes Fleisch entweihen können.“ Ihr Martyrium ist ein Zeugnis der Liebe bis zur Selbstvergessenheit.

Herr, du hast Worte ewigen Lebens, sagten die Apostel zu Jesus.Dies gilt ganz besonders für die Worte, mit denen uns Jesus zu beten  gelehrt hat.

Wer auf Jesus hört, der findet Frieden. Deshalb bitten wir. Herr,wir vertrauen dir.

Du öffnest deine  Hand und  sättigst alles,was lebt, nach deinem Gefallen.

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