Jesus Christus,der uns berufen hat Licht zu sein,in dieser Welt,sei mit euch.
Wir sollen das Salz der Erde und das Licht der Welt sein. Diese Worte des Evangeliums sind uns wohlbekannt, werden aber oft missverstanden. Christen sagen von sich: „Wir sind das Salz, wir sind das Licht.“ Sie erkennen nicht, dass es eine kontroverse Angelegenheit ist, Salz zu sein. Nur eine Person in der Bibel kann mit Gewissheit von sich sagen: „Ich bin Salz!“ Es war Lots Frau, die sich in eine Salzsäule verwandelte, als sie aus dem brennenden Sodom und Gomorra floh.
Jesus,du hast uns den Weg eines vollkommenen Lebens gewiesen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns zu Zeugen deines Wortes und deines Lebens gemacht.Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns berufen als Salz der Erde an der Heiligung der Menschen mitzuwirken. Herr,erbarme dich unser
Als sie sich Lots Frau auf der Flucht umdrehte, wurde sie tatsächlich zu 100 % zu Salz. Und niemand scheint daran Freude zu haben. Salz zu sein ist also eine kontrovers Angelegenheit. Nichts auf der Welt ist so nutzlos, so überflüssig und so ungenießbar wie Salz selbst. Wer kann schon Salz allein essen? Niemand isst es, nicht einmal im Hunger. Menschen auf einem Seeschiff würden ohne Wasser verdursten. Würde man in diesen kritischen Situationen Salz essen. Salz allein ist nutzlos. Salz tötet Leben. Es konserviert den Tod.
Salz wird erst dann nützlich, wenn es, wie Jesus es im heutigen Evangelium beschreibt, mit anderen Dingen vermischt wird. Wir sind nicht Salz, sondern das Salz der Erde. Das bedeutet, dass wir uns mit der Erde, also mit der Realität um uns herum, vermischen sollen. Wenn Christen von sich selbst denken: „Ich bin das Salz der Erde“, sollte ihnen klar sein, dass sie bereit sein müssen, sich in die Welt der Menschen einzubringen. Sie können nicht außerhalb des Topfes stehen. Sie müssen bereit sein, in diese Welt einzutreten, sich mit den anderen Dingen im Topf der Welt zu vermischen. Sie sollen mit diesen Dingen „kochen“ und „köcheln“, sich in diesem Prozess verlieren, aber vor allem sollen sie am Ende das Ganze schmackhaft und sichtbar machen.
Die Aufgabe eines Christen ist es daher, der Erde Geschmack zu verleihen – wie Salz dem Essen. Wir können diese Aufgabe von einem der folgenden zwei Extreme aus angehen: nicht Salz in der Suppe zu sein oder zu viel davon. Das erste Extrem – nicht Salz in der Suppe zu sein – ist recht verbreitet. Es zeigt sich darin, dass manche Christen überzeugt sind, sich durch ihre Bekehrung von der Welt abgrenzen zu müssen: Sie müssen ihre eigene Vereinigung, ihren eigenen Club, ihre eigene Organisation gründen und so wenig Kontakt wie möglich zu Andersgläubigen haben. Und je weniger, desto besser. Doch das ist ein großer Irrtum. Unsere Pflicht ist es nicht, Menschen zu meiden, sondern im Gegenteil, unter sie zu gehen. Und zwar so, als ob wir der Umgebung einen angenehmen, unersetzlichen Geschmack und Duft verleihen würden
.Das andere Extrem sind manche Christen, die in Beziehungen zu distanziert sind. Sie gehen hinaus und halten Predigten und Vorträge über Moral und Anstand. Oft sind es Menschen, die selbst unerschütterliche Prinzipien haben, aber von niemandem gesucht werden. Bald schon verfliegt selbst die beste Laune in ihrer Gegenwart. Der Herr Jesus spricht im Evangelium auch vom LICHT. Viele Christen bezeichnen sich selbst als Licht. Doch selbst Licht an sich ist nutzlos. Licht an sich blendet. Licht an sich verstellt den Blick. Licht an sich ist das Licht, das einem gefolterten Angeklagten in die Augen geleuchtet wird, um seine Taten zu erkennen. Licht an sich schmerzt. Licht wird erst dann nützlich, wenn es die Welt um uns herum erhellt. Licht wird erst dann nützlich, wenn Jesu Worte darauf zutreffen: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Als Christen sollen wir Dinge sichtbar machen, neue Möglichkeiten für Menschen eröffnen, unsere Welt erleuchten. Das und nichts anderes ist unsere Aufgabe und unsere Mission. Ich wünsche mir für euch und für mich, dass wir jeden Tag Salz sein können, aber nicht getrennt von der Nahrung. Dass wir Licht sein können, aber nicht blendend, wohltuend für die Welt um uns herum.
Damit wir Licht und Salz für die Erde werden,lasst uns zum Vater beten.
Wo Licht ist, kann Friede werden. Damit wir die Menschen des Friedens werden,bitten wir den Herrn.
Selig,die berufen sind,dereinst das ewige Licht der Herrlichkeit zu schauen.
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