Jesus Christus,der den Juden und Heiden sein Wort verkündete, sei mit euch.
Lasst uns um einen Glauben beten, der Grenzen überwindet und uns dazu führt, dem Herrn zu vertrauen. Woher wusste diese syrophönizische Frau, wer Jesus war? Das Evangelium gibt darüber keine Auskunft. Aufgrund ihrer Herkunft lebte sie wahrscheinlich in der Nähe von Galiläa. Dort vollzog Jesus viele Wunder, und die Menschen waren von seiner Predigt begeistert. Außerdem kursierte unter den Juden die Hoffnung auf das Kommen des Messias, und es ist anzunehmen, dass die umliegenden Dörfer etwas über die Sehnsüchte des Volkes Israel wussten.
Jesus,du bist allen gut gewesen, die zu dir kamen. Herr,erbarme dich unser.
Du hast allen Liebe geschenkt, die dich suchten. Christus,erbarme dich unser.
Du hast alle auf den Weg zum Vater geführt. Herr,erbarme dich unser.
Wie dem auch sei, diese Frau war offen für Gottes Wirken. Jesu Bereitschaft, sich um Bedürftige – Kranke, Besessene usw. – zu kümmern, entfachte in ihr Hoffnung. In ihrem Dialog mit Christus scheint sie anzuerkennen, dass das Volk Israel eine besondere Beziehung zum Herrn hat, weil es wie ein Sohn am Tisch des Vaters ist. Wir können daher annehmen, dass die syrophönizische Frau ein gewisses Vertrauen in die Verheißungen Gottes an die Juden hat. Gleichzeitig ahnt sie jedoch, dass diese besondere Beziehung des Herrn zu seinem Volk kein Selbstzweck ist, sondern dass Gottes Barmherzigkeit auf unermessliche Weise überfließt und die ganze Menschheit erreicht.
Diese Frau ist ein Vorbild an Demut und Vertrauen. Sie zögert nicht, mit gesenktem Haupt vor diesem Propheten aus einem fremden Land zu stehen. Und sie weiß, wie sie auf ihren Anliegen beharrt, selbst wenn es so scheint, als hätte sie nicht viele Argumente, um ihre Forderung durchzusetzen. Möge auch unser Glaube Grenzen überwinden und zu einem beständigen Gebet voller Hingabe an den Herrn werden, der niemanden gleichgültig ansieht.