Jesus Christus,der auf das bittende Wort seiner Mutter das Wasser im Wein verwandelte, sei mit euch.
Heute ist das Fest Unserer lieben Frau von Lourdes. Im Evangelium steht Jesus im Mittelpunkt, doch wie an jedem Tag in Lourdes räumt er seiner Mutter eine bescheidene Rolle in allem, was dort geschieht, ein. Jesus, der mit seinen Jüngern zu einer Hochzeit eingeladen ist, vollbringt dort sein erstes Wunder. Maria ist sich der Not des Brautpaares bewusst und macht dies Jesus diskret deutlich, indem sie für sie bittet: „Sie haben keinen Wein.“
Jesus, du hast Maria mit Gnaden erfüllt. Herr,erbarme dich unser.
Du hast die Kranken geheilt und Dämonen besiegt. Christus,erbarme dich unser.
Du hast in Kana die Bitte deiner Mutter erfüllt. Herr,erbarme dich unser,
Obwohl Jesu Antwort eher ausweichend, wenn nicht gar ablehnend erscheint, erscheint er dennoch Maria die Diener zu ermahnen: „Tut, was er euch sagt.“ Sie wusste nicht, was Jesus tun würde, aber sie dachte wohl: Was auch immer er tun würde, er würde sein Bestes geben! Und sie sollte Recht behalten. Das Ergebnis ist bekannt: ein messianischer Überfluss an „bestem Wein“, der den Festleiter überraschte und den Glauben der Jünger an Jesus bestärkte.
Es ist entscheidend, die Bedeutung Marias bloßer Anwesenheit bei diesem Hochzeitsfest hervorzuheben: Mit weiblicher Klugheit erkennt sie, was fehlt, und teilt es weise mit ihrem Sohn. Das ist Marias wunderbares Engagement in unserem Leben und in der Kirche. Erinnern wir uns an die Worte von Papst Franziskus über die Rolle Marias und der Frauen im Allgemeinen in der Kirche: „Die Frau ist unverzichtbar für die Kirche. Maria, eine Frau, ist wichtiger als Bischöfe. Weibliches Genie ist überall dort gefragt, wo wir wichtige Entscheidungen treffen.“ In der Kirche, in unseren Familien, in unserem persönlichen Leben gibt es viele Mängel, die Maria erkennt und für die sie in unserem Namen bei Jesus Fürsprache einlegt. Ihre Fürsprache ist immer wirksam. Und jede Frau hat eine ähnliche Rolle zu spielen.
Doch es ist notwendig, Jesus und Maria in unser Leben einzuladen. Und vor allem ist es notwendig, alles zu tun, was Jesus uns sagt.