Das Gebet Vaterunser in der heiligen Messe.
Faszinierend ist, dass wir das Gebet des Herrn in der Gegenwart der Eucharistie beten,und gleichzeitig erfüllt Gott gerade darin, worum wir in ihr bitten, Wenn wir Vater sagen,antwortet der eucharistische Jesus gleichsam sofort: „Wer mich sieht, sieht den Vater“ (Johannes 14,9). Die Anrede wird vervollständigt durch das Pronomen „unser“, denn wir beten gerade nicht individuell,sondern als Gemeinschaft,genährt von demselben eucharistischen Brot, das wir gleich als gebrochenes Brot austeilen werden, das alle in Gemeinschaft verwandelt.
Mit dem eucharistischen Jesus werden wir zu Geschwistern in Christus, zu Kindern Gottes, zu Brüdern und Schwestern Jesu. Wir fahren fort: „der du bist im Himmel“ und auf dem Altar ist das lebendige Brot,das vom Himmel herabgestiegen ist (Johannes 6,51),das uns zum Himmel erheben soll,denn wir sind von unten und er ist von oben (Johannes 8,23). Dies ist die größzügigste Antwort Gottes.Wir sprechen ihn im Himmel an, und er antwortet uns mit der Eucharistie als Brot vom Himmel. Der Sohn Gottes tritt unter uns als Menschensohn ein,damit wir zusammen mit ihm zu Kindern Gottes werden.
Es folgt ´Geheiligt werde dein Name´ und Jesus, das gebrochene Brot auf dem Altar,hat sich am Altar des Kreuzes aus dem Willen des vaters für unsere Rettung geopfert und mit seinem ganzen Leben und seiner Verkündigung Gott geheiligt, betonend: „Wer mich sieht,sieht den Vater“ (Johannes 14,9 Dann hat er ,blutüberströmt, seinen liebevollen Gehorsam bestätigt mit dem Bekenntnis: ´Nicht mein,sondern dein Wille geschehe“ (Lukas 22,42)
Dein Reich komme – das Reich ist weder ein Territorium noch eine Institution. Er selbst sagt seinen Nächsten,dass sein Reich nicht von dieser Welt ist,nicht von hier (Johannes 18,36). Das Reich ist dort,wo der König ist. Auf die Sehnsucht „Dein Reich komme´antwortet der eucharistische Jesus auf dem Altar, denn mit ihm wird das Reich gegenwärtig,und daher ´das Reich Gottes ist mitten unter euch´ (Lukas 17,21). Das Reich verwirklicht sich jedoch voll und ganz,wenn die dem König Treuen seinen Willen erfüllen. Logisch folgt daher:
Dein Wille geschehe,wie im Himmel, so auf Erden. Jesus wird nur einige Stunden nach der Einsetzung der Eucharistie im Garten Getsemani,schwitzend Blut,jene entscheidenden Worte aussprechen; ´Nicht mein,sondern dein Wille geschehe´(Lukas 22,42).In Jesus verwirklicht sich der Wille Gottes voll und ganz ,und in Liebe können wir ihn nur mit Jesus verwirklichen,genährt von sinem eucharistischen Leib, Er selbst warnt uns und ermutigt uns: „Ohne mich könnt ihr nichts tun´(Johannes ) 15,5). Diese Worte wie im Himmel, so auf Erden“ spiegeln sich in der Eucharistie besonders wider, denn sie ist außer der Danksagung an den Vater im Himmel auch das stärkende Brot vom Himmel,um auf Erden den Plan Gottes zu verwirklichen.Und da wir uns um die Erfüllung des göttlichen Plans bemühen,wollen wir uns täglich stärken. Wir dringen;
´Unser tägliches Brot gib uns heute´.Diese Bitte verstanden die Christen nicht als Bitte um das materielle Brot für das leibliche Überleben,sondern auch als Bitte,um das regelmäßige neutestamentliche Manna, die Eucharistie mit ihrem unübertroffenen geistlichen Wert. Der Akzent liegt auf´täglich´ und ´heute´was sich auch auf die gerade gefeierte Opferliturgie bezieht. Wir bitten um das tägliche Brot, und die großzügige Antwort Gottes ist auf dem Altar in Gestalt des gebrochenen Brotes für unsere Seele. Unsere Seele sättigt nichts mehr als Gottes Barmherzigkeit, deshalb rufen wir;
Vergib uns unsere Schuldigen und Gott antwortet uns wiederum mit der Speise der Barmherzigkeit, mit der Vergebung in der Eucharistie. Sie ist Vergegenwärtigung der Kreuzigung, während der sich der Gekreuzigte, nur einige Stunden nach der Einsetzung des Altarsakramentes, betete: ´Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht,was sie tun“ (Lukas 23,34). Und beim letzten Abendmahl sagte er. Dies ist mein Blut des neuen Bundes,das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden (Mt 26,28) Gott spricht gleichsam: Du bittest mich um Vergebung deiner Schuld und ich wasche sie ab mit dem eucharistischen Blut meines Sohnes.In ihm sende ich dir den eucharistischen Retter in Gestalt des Brotes vom Himmel,damit auch du die Kraft hast zu vergeben. Die logische Fortsetzung der Bitte um Vergebung ist die Verpflichtung;
´Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern . Wenn wir vom Altar Jesu Vergebung in Form des sättigenden Brotes empfangen,bekommen auch wir aus dieser Erfahrung der göttlichen Barmherzigkeit die Kraft ,unseren Schuldigern zu vergeben. Die Eucharistie erneuert uns täglich in den Beziehungen und im beständigen Vergeben,denn sie ist das Brot der Vergebung. Sie erinnern uns an Jesus,der für unsere Sünden am Holz des Kreuzes gebrochen wurde.
´Und führe uns nicht in Versuchung´“, die Eucharistie ist der wirksamste Impfstoff gegen das heimtückische Virus, das die Sünde ist, fähig den Menschen zu zersetzen. Die Eucharistie stärkt das Immunsystem der Seele ,denn sie ist die Vergegenwärtigung des Siegers selbst über den tödlichen Versucher. Als Judas das von Jesus gereichte Stück Brot ablehnte,überfiel ihn geistliche Finsternis. Es gilt auch umgekehrt. Wenn die empfangene Eucharistie in uns ist ,hat die Finsternis keine Chance. Wer also die Eucharistie empfängt, bewältigt die Versuchungen leichter.
Sondern erlöse uns von dem Bösen´.Die Eucharistie heiligt uns,reinigt uns innerlich und Gott sendet uns seinen heiligsten Sohn Jesus Christus. Heiligt uns mit dem göttlichen Brot und das Böse hat in uns keine Chance,denn wir werden einen immer reineren Blick zur Unterscheidung der Finsternis vom Licht haben.Wir werden das Böse viel eindeutiger zurückweisen, wenn wir den Heiligen in der Eucharistie empfangt. Das Heilige und das Sündhafte sind einfach unvereinbar
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