Hl.Matthias (Joh 15,9–17)

Jesus Christus, der uns liebt, wie ihn der Vater liebt, sei mit euch.

Heute gedenken wir des Apostels Matthäus. Er war ursprünglich einer der zweiundsiebzig Jünger Jesu. Nach der Himmelfahrt Christi wurde er durch das Los anstelle Judas zum Apostel bestimmt. Er verkündete das Evangelium in Palästina, Kleinasien und Afrika. Weitere Nachrichten über ihn liegen uns nicht vor. Der Legende nach wurde ihm mit einer Axt der Kopf abgeschlagen.

Jesus, aus Liebe hast du dein Leben hingegeben. Herr,erbarme dich  unser.

Deine Apostel hast du Freunde genannt. Christus, erbarme dich unser.

Du hast sie gesandt, um bleibende Frucht zu bringen. Herr,erbarme dich unser.

Ihr seid meine Freunde, verkündete unser Herr den Aposteln… Aber er knüpfte diese Aussage sofort an eine Bedingung. Und zwar: Wenn ihr tut, was ich euch gebiete… Und ich gebiete euch: Liebt einander! Wenn wir diese Aussage des Herrn zu Ende denken, kommen wir zu folgendem Schluss: Wenn wir nicht tun, was er uns gebietet, sind wir nicht seine Freunde. Aber was sind wir dann? Die Antwort finden wir in seinen Worten: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich…

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt… Ich habe über euch entschieden, nicht ihr über mich. Ich bin der Herr… Aber ich möchte nicht nur Diener von euch haben, sondern auch Freunde.

Ich habe euch dazu bestimmt, dass ihr geht… So wie ich gegangen bin: Über Berge und durch Wüsten, auf Wegen und Pfaden, durch Städte und Dörfer, durch Privathäuser und gemeinsame Synagogen…

Und sie trugen Früchte… der Liebe zu Gott und zum Menschen – der dienenden und vergebenden Liebe – und der Liebe zur Wahrheit – der prophetischen, immer wieder abgelehnten und verfolgten, aber dennoch stets treuen, beharrlichen Liebe.

Und damit Ihre Frucht bleibt… Damit sie den Keim weiterer Früchte in sich trägt, damit Ihre Liebe zu Gott und zu den Menschen andere so beeinflussen kann, dass auch sie den Einfluss ausüben.

Wir wissen, Herr, wenn du jemanden mit einer Aufgabe betraust, gibst du ihm auch die Mittel, um sie zu erfüllen. In diesem Vertrauen nehmen wir alle deine Aufträge und Befehle an. Auch wenn sie manchmal schwer sind, sind sie doch immer erfüllbar.

Da Jesus Christus uns erwählt hat  für sein Reich, dürfen wir in seinem Namen zum Vater beten.

Vollkommene Freude kann  uns zuteil werden, wenn wir im Frieden des Herrn leben. Wir wollen ihn  bitten.

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