Jesu Christus,der Heil schenkt,wo der Mensch sich ihm im Glauben öffnet, sei mit euch.
An mehreren Stellen im Evangelium bittet Jesus um Glauben an ihn und an seine Worte, nicht nur an die Zeichen und Wunder, die er vollbringt. In dieser Passage scheint der königliche Beamte Jesus vor allem aufgesucht zu haben, um seinen Sohn heilen zu lassen, und nicht, weil er sich besonders für Jesus’ Lehren interessierte.
Jesus, du hast Tote erweckt und sie in das Leben zurückgerufen,Herr,erbarme dich unser.
Du deutest deine Botschaft im Zeichen des Lebens.Christus,erbarme dich unser.
Du forderst den Glauben derer,die dich rufen. Christus,erbarme dich unser,
Jesus erlebt gleich zweimal einen Akt des Glaubens durch den Beamten. Der erste besteht darin, dass dieser Mann sich trotz der harten Worte Jesu, die er ihm bei ihrer ersten Begegnung entgegenbringt – „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, werdet ihr nicht glauben“ –, nicht zurückgewiesen fühlt, sondern auf seiner Bitte beharrt. Seine Antwort „Herr, kommen Sie herunter, ehe mein Kind stirbt!“ ist zwar nicht gerade überzeugend, aber sie genügt, um Jesu Herz zu erweichen und ein Wunder zu wirken.
In seiner Liebe hat Gott es uns durch die heiligste Menschlichkeit des Sohnes leicht gemacht, ihm nahe zu sein. Jesus ist Gott und Mensch zugleich. Er hat ein menschliches Herz und versteht uns sehr gut.
Jesus antwortet dem Beamten: „Geh, dein Sohn lebt.“ Und nun steht der Mann vor einem Dilemma. Wieder einmal wird er aufgefordert, einen Akt des Glaubens zu vollbringen. Jesus bittet ihn zu glauben, dass sein Sohn nun geheilt ist. Doch Glauben bedeutet, sofort zu gehen, statt zu versuchen, Jesus mitzunehmen. Und so lesen wir: „Er glaubte dem Wort Jesu und ging.“
Erst als der Mann zurückkehrt und erfährt, dass das Fieber seinen Sohn „um sechs Uhr nachmittags“ verlassen hat, erhält er ein Zeichen, das seinen Glauben bestätigt. „Und er glaubte, und sein ganzes Haus.“ Er glaubt nicht nur an ein Wunder. Nun glaubt er an unseren Herrn und ist zu seinem Jünger geworden.
Anfangs war der Glaube dieses Mannes nicht sehr fest. Doch als Jesus ihn rief, glaubte er – und das genügte unserem Herrn, um ein Wunder zu wirken. Die Heilung bestärkte den Glauben des Mannes. So wirkt Gott oft. Wenn wir an ihn glauben und ihm vertrauen, erweist er uns eine Gnade, die unseren Glauben wiederum festigt. Und nicht nur das: Er stärkt auch andere. Infolge dieses Wunders glaubte seine ganze Familie.
Wir haben zum Glauben gefunden durch Jesus Christus. Durch ihn dürfen wir voll Vertrauen zum Vater beten.
Wir wollen nicht bitten um Zeichen und Wunder, sondern um den Frieden, den nur Gott uns schenken kann.
Selig,die glauben und das Leben empfangen, das Jesus Christus uns bereitet hat.