Gott ,unser Vater, der unser Leben fruchtbar machen will, sei mit euch an guten Werken.
Gertrud wurde im Jahr 626 in Landen im südlichen Barbanton geboren. Ihr Vater Pippin war Majordomus, also königlicher Verwalter im östlichen Teil Frankreichs. Die junge Gertrud wurde bei einem Festmahl in Anwesenheit des Königs Dagobert um ihre Hand gebeten. Sie antwortete dem König, dass sie keinen Bräutigam wolle, da Christus bereits ihr Verlobter sei und sie nur ihm gehören wolle.
Jesus,du hast dich den Kleinen offenbart. Herr,erbarme dich unser.
Du kamst, um den Willen des Vaters zu erfüllen. Christus,erbarme dich unser.
Du hast uns aufgetragen , all dein Wort zu verkünden. Herr,erbarme dich unser.
Im Jahr 639 starb ihr Vater, und ihre verwitwete Mutter Itta gründete in Nivelles (heutiges Belgien) ein Kloster für Mönche und Nonnen. Auch die vierzehnjährige Gertrud trat dort ein. Sie wurde die erste Äbtissin und führte die jungen Schwestern mit großem Eifer, Gewissenhaftigkeit und Liebe zur strengen Einhaltung der Ordensdisziplin. Sie diente den Älteren mit Rat, war den Pilgern gastfreundlich, und ihr Kloster wurde zur Basis für die Missionsarbeit vorwiegend irischer Mönche.
Nach Ittas Tod vertraute sie die Verwaltung der äußeren Angelegenheiten des Klosters den benachbarten Ordensbrüdern an und widmete sich selbst dem Erwerb theologischer Kenntnisse. Sie konzentrierte sich zu sehr auf den rationalen Aspekt, bis sie nachdenklich wurde und dabei die Freude am Gebet und an der Kontemplation verlor. Wer sich jedoch Gott hingibt, bleibt nicht ohne Hilfe. In ihrem Inneren ertönte eine Stimme: „Durch Nachdenken und Verstand wirst du Gott nicht erkennen, denn er ist weit höher als der Verstand und alles menschliche Wissen. Du wirst ihn nur durch vollkommene Liebe erkennen und dich ihm nähern.“
Gertrud folgte dieser Stimme, ließ das Nachdenken hinter sich und konzentrierte sich darauf, dass all ihr Handeln von Liebe geprägt sei. Sie führte ihr asketisches Leben mit Selbstverleugnung und Fasten fort, in kontemplativen Gebeten voller vertrautem Austausch mit Gott. Sie vergaß weder die Werke der Barmherzigkeit noch die Sorge um das geistliche Wachstum der ganzen Gemeinschaft.
Sie betrachtete das Leben als etwas sehr Kurzes, aber Wichtiges für die Zukunft. Sie sah es als einen Tag voller Arbeit und Mühen, für den man einen Lohn für die Reise in die Ewigkeit erhält. Ihr Leben war nicht besonders lang; es endete im Alter von 33 Jahren an Erschöpfung. In den letzten drei Jahren wurde sie in ihrer Führungsposition von ihrer Nichte Viltruda abgelöst. Gemäß ihrem Wunsch wurde sie in einem Bußgewand und einem groben Schleier beigesetzt.
Der Legende nach rettete Gertrud in ihrer Heimat einst durch ein Gebet die Ernte vor der Zerstörung durch Mäuse und Ratten. Dadurch wurden Mäuse zu ihrem charakteristischen Symbol. Als sogar eine Spendenaktion für ihr Grabmal in Köln organisiert wurde, gingen angeblich auch Spenden in Form von goldenen und silbernen Mäusen ein.
Damit wir die Kraft finden, seine Gebote zu halten und in seiner Liebe zu bleiben, wollen wir den Vater bitten.
Damit wir in der Liebe Gottes bleiben, bitten wir den Herrn um seinen Frieden.
Selig, die mit Christus verbunden in der Liebe Gottes bleiben und zur vollkommenen Freude gelangen,