Purifikation.

Die Ehrfurcht gegenüber heiligen Räumen – Kirchen,Kapellen oder Altären – ergibt sich daraus, dass in ihnen das heiligste Opfer  vollzogen wird, bei dem wir mit dem Herzen die wirkliche,reale und wirksame Gegenwart Jesu unter den Gestalten von Brot und Wein bekennen. Deshalb ist im Gotteshaus alle Aufmerksamkeit auf die Gegenwart Jesu gerichtet-mit der auch weniger sichtbarer Akt zusammenhängt, der Purifikation genannt wir. Er vollzieht sich  nach der heiligen Kommunion und dient dem sorgfältigen Einsammeln aller Teilchen der Eucharistie, die sich während des Umgangs mit dem gewandelten Brot abgelöst haben.

Die Purifikation beginnt mit  dem Abwischen der Patene und anschließen mit dem Ausspülen des Kelche, wobei suich darin die Teilchen des gewandelten Brotes und die Tröpfchen des gewandelten Weine auflösen- Hören Wein und Brot aufgelöst im Wasser  auf , Brot und Wein zu sein. dann erlischt auch die eucharistische Gegenwart, die allein an diese Materien gebunden  ist.

Da es sich um einen ernsten Akt handelt, begleitet ihn ein stilles Gebet: „Was wir mit dem Mund empfangen haben, möge unser Herz reinigen, und die zeitliche Gabe möge uns zum Unterpfand des ewigen Lebens werden.” Es ist ein Gebet, das den Glauben an die eucharistische Gegenwart zum Ausdruck bringt, dass wir das, was wir äußerlich sehen und im Mund als Brot spüren, als geistliches Brot vom Himmel für unsere Seele glauben, das unser Herz reinigen möge.