Nach dem Gebet nach der Kommunion ist Raum für Verlautbarungen und Einladungen, im Bewusstsein , dass die Gläubigen den heiligen Kirchenraum verlassen werden, um in den profanen Raum zu treten. Dort sollen der Gottesdienst des Wortes und der Gottesdienst des Opfers im Gottesdienst des alltäglichen Lebens weitergehen.
In dieser Atmosphäre trägt der letzte priesterliche Gruß „Der Herr sei mit euch“ einen ganz einzigartigen Charakter. Er ist ein Wunsch der Gegenwart Gottes dort draußen – in der Vielfalt des Lebens und der Beziehungen. Der Zelebrant fährt mit dem Segen über die Gläubigen fort, damit sie die Liebe des Gekreuzigten, seine vergebende Liebe, ins profane Leben übertragen.
Die Entlassung der Gläubigen geschieht mit den Worten.Gehet hin in Frieden. Bereits im alttestamentlichen Buch der Richter ermutigte der Priester die Pilger. Gehet hin in Frieden – der Weg, den ihr einschlagt, ist dem Herrn wohlgefällig. Der Priester kann diesen Worten noch hinzufügen: „Verherrlicht den Herrn durch euer Leben.Der Gedanke ,den Herrn mit seinem Leben mit Leib und Seele zu verherrlichen, ist wohl dem heiligen Apostel Paulus am nächsten,der im Brief an die Korinther schreibt.Verherrlicht also Gott in eurem Leib.
Auf diese Worte antworten die Gläubigen mit den Worten: Dank sei Gott ,dem Herrn. Damit reagieren sie nicht nur auf die letzten Worte des Zelebranten,sondern auf den gesamten Verlauf der heiligen Messe – sie danken für das Wort Gottes, für die eucharistische Kommunion, für die ganze Gemeinschaft. Es ist ein Dankausdruck im Stil des heiligen Apostels Paulus. Dank sei Gott durch Jesus Christus,unseren Herrn. (Röm 7,25). Dank sei Gott für seine unaussprechliche Gabe der heiligen Messe.