Jesus Christus, der verraten wurde von einem seiner Jünger,sei mit euch.
Die heutige Lesung aus dem Evangelium beschreibt eine angespannte, traurige Situation. Jesus sitzt mit seinen engsten Freunden zusammen und äußert schmerzliche Vorahnungen: „Einer unter euch wird mich verraten …“
Jesus, du hast den Verrat, das Leiden und den Tod vorausgesagt. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deinen Tod die Verherrlichung genannt. Christus,erbarme dich unser.
Du hast uns in die Nachfolge deines Kreuzes gerufen. Herr,erbarme dich unser.
Jesus kennt seine Jünger genau. Er weiß, was ihnen bevorsteht. Er weiß, wer ihn verraten und verleugnen wird. Trotzdem akzeptiert er sie so, wie sie sind. Er bleibt bei ihr, macht ihnen keine Vorwürfe. Seine Liebe zu ihnen bleibt bis zum Ende unerschütterlich.
Und das sollte uns heute als Erstes berühren: Gottes Liebe bleibt uns treu, selbst wenn wir ihm untreu sind.
Jesus sieht Judas an und gibt ihm ein Stück Brot. In jener Kultur war dies ein Zeichen der Freundschaft. Selbst in diesem Moment sagt Jesus zu Judas: „Du hast noch Zeit. Du kannst noch umkehren.“ Doch Judas geht. Das Evangelium sagt dazu kurz und bündig: „Und es wurde Nacht.“
Judas war nicht der Einzige, der in jener Nacht ging. Selbst Petrus, voller Verheißung, trägt eine Zerbrechlichkeit in sich, deren er sich bewusst ist. Die Frage für uns lautet also: Bleibe ich bei Jesus, auch wenn es dunkel ist? Selbst wenn ich scheitere – werde ich zurückkommen? Denn er hört niemals auf, auf uns zu warten. Das ist die Kraft der Karwoche: Sie ist nicht nur eine Geschichte von Verrat und Schmerz. Es ist die Geschichte von Gottes Treue zu untreuen Menschen. ht bewusst ist. Und Jesus macht ihm keine Vorwürfe. Sanft, aber ehrlich, sagt sie zu ihm: „Ehe der Hahn kräht, verleugne mich dreimal.“
Brüder und Schwestern, jeder von uns findet sich in diesem Evangelium wieder. Manchmal verhalten wir uns wie Judas und wenden uns ab. Manchmal sind wir wie Petrus und geben Versprechen, die wir nicht halten können. Doch Jesus sagt zu uns allen: Ich bin hier. Selbst wenn du scheiterst, mich verrätst oder schwach bist, liebe ich dich von ganzem Herzen.
Das ist die Kraft der Karwoche – sie ist nicht nur eine Geschichte von Verrat und Schmerz. Sie ist eine Geschichte von Gottes Treue gegenüber untreuen Menschen.
Und die Frage für uns ist: Werde ich bei Jesus bleiben, auch wenn es dunkel ist? Selbst wenn ich scheitere – werde ich zurückkommen? Denn er hört niemals auf, auf uns zu warten.
Jesus Christus ward verherrlicht, weil er sein Leben für uns dahingab. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten.
Jesus Christus, den der Vater verherrlicht hat, hat der Welt den Frieden geschenkt. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig, die in dieser Welt bei Christus sind und ihm folgen dürfen zum Vater.