Jesus Christus, in dessen Namen man bei allen Völkern die Bekehrung predigen wird, sei mit euch.
Halten wir zumindest Folgendes aus der heutigen Evangeliumsgeschichte fest: Wie die anderen Evangelisten versucht auch Lukas zu zeigen, dass der Glaube der Apostel an die Auferstehung Christi nicht auf Leichtgläubigkeit, Täuschung oder übermäßiger Fantasie beruhen konnte. Eine solche Theorie ist unhaltbar.
Jesus, du hast deinen Aposteln die Wundelmale gezeigt. Herr,erbarme dich unser.
Du hast den Aposteln Macht gegeben, Sünden nachzulassen. Christus,erbarme dich unser.
Du hast deine Apostel ausgesandt, um dein Wort zu verkünden. Herr, erbarme dich unser.
Nein, die Apostel sahen Jesus tot. Er war nicht halbtot, sondern völlig tot. Er verblutete. Er konnte die Kreuzigung nicht überlebt haben. Und all seine Kraft schien ihn verlassen zu haben. Er war stets so barmherzig gewesen, doch im entscheidenden Moment wandten sich scheinbar alle gegen ihn. Selbst seine engsten Jünger verließen ihn. Er wurde von den religiösen Autoritäten Israels verurteilt. So schien seine Mission in einem völligen Fehlschlag geendet zu haben. Trotz all seiner Worte zur Vorbereitung darauf, trotz der Erzählungen der Frauen und des Petrus, waren die Apostel, als sie Jesus wiedersahen, fassungslos und konnten ihren Augen kaum trauen.
Was bedeutet das alles für unser Leben? Indem wir unseren Glauben auf die Auferstehung Christi gründen. Wir haben ein doppeltes Zeugnis: das Zeugnis der Apostel und das der Heiligen Schrift. Die Apostel bezeugten ihr vergossenes Blut, und die Heiligen und Märtyrer, die ihnen folgten, tun dies seither unaufhörlich. Was die Schriften des Alten und Neuen Testaments betrifft: Die Kirche schöpft ihren ganzen Glauben und ihre Lehre aus ihnen. Und so liest sie sie fortwährend; nicht nur einmal, sondern unaufhörlich bis ans Ende der Zeit. Nichts wird jemals den inspirierten, vom Heiligen Geist erfüllten Text ersetzen.
Auf der Grundlage dieses verlässlichen Zeugnisses glauben und wissen wir, dass Jesus wahrhaftig lebt. Er ist gestorben, von den Toten auferstanden und nun bei uns. Seit seiner Himmelfahrt haben wir ihn nicht gesehen, aber wir haben ständigen Zugang zu ihm. Wir können mit ihm sprechen, mit ihm gehen und frei mit ihm leben. Auch er spricht zu uns. Er bringt uns eine Botschaft des Friedens und der Freude. Er schenkt uns Leben, ja, er ist unser Leben. Und das Wunderbarste von allem ist: Er bietet uns die Vergebung unserer Sünden an.