Jesus Christus, den die Jünger erkannten , als er am Ufer stand, sei mit euch.
Liebe Brüder und Schwestern! Wir erleben die Osteroktav und lesen seit einer Woche in Gottes Wort, was nach Jesu Auferstehung geschah. Die Ereignisse spielten sich hauptsächlich in Galiläa ab, denn der Herr Jesus sandte seine Jünger nach seiner Auferstehung dorthin. Auch in dieser Oktav singen wir vor dem Evangelium eine Sequenz, in der die Osterereignisse besprochen werden.
Jesus, du hast deine Apostel zu Menschenfischern gemacht. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deinen Aposteln dein Reich anvertraut. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der Eckstein deines Reiches. Herr,erbarme dich unser.
. Ich weiß nicht, ob ihr euch jemals gefragt habt, warum Christus seine Jünger nach Galiläa sendet und weshalb er ihnen dort und nicht anderswo erscheinen will. Galiläa war ein vielfältiges Gebiet; dort lebten nicht nur Juden, sondern auch Heiden. Es war der Ort, an dem die Jünger ihrem Beruf nachgingen – wo sie fischten – und wie wir heute im Evangelium gehört haben, nahmen sie diese Tätigkeit nach Jesu Auferstehung wieder auf . Galiläa war einfach der Ort ihres täglichen Lebens. Und der auferstandene Christus sendet seine Jünger nach Galiläa, um ihm dort zu begegnen.
Die Osterfeiertage lenken unsere Aufmerksamkeit auf unseren Alltag, unsere tägliche Arbeit, unsere Beziehungen und Konflikte. Auch Christus möchte uns in Galiläa begegnen. Nicht, dass wir eine Reise ins Heilige Land unternehmen und dort auf ihn warten sollten, sondern der auferstandene Christus möchte in das Galiläa unseres Lebens kommen. Nach Galiläa, wo gläubige und weniger gläubige, weltliche und spirituelle Menschen leben. Nach Galiläa, wo wir unseren Alltag verrichten, unsere Pflichten erfüllen und unsere Beziehungen zu anderen Menschen pflegen. Vergessen wir nicht: Christus will mit seiner Auferstehung kein Aufsehen erregen und keine Kampagne starten , damit es jeder mitbekommt – Christus möchte uns erreichen und uns mitten in unserem Alltag berühren. Das ist der Galiläer, von dem wir in diesen Tagen hören.
Brüder und Schwestern, lasst uns den Auferstandenen in unseren Alltag einziehen lassen. Lasst ihn kommen, in unserer Mitte stehen und sagen: „Friede sei mit euch!“ Und lasst uns von seinem Frieden erfüllt werden.
Die Jünger wussten,dass sie dem Herrn begegneten. Wir begegnen dem Vater ,wenn wir beten.
Wir wissen ,dass Christus, der Auferstandene, lebt. Deshalb dürfen wir um seinen Frieden bitten.
Selig, die mit dem Herrn zu Tisch sitzen und mit ihm in sein Reich eingehen.