Donnerstag der 2. Osterwoche Joh 3,31-36

Gott,unser Vater,der den Sohn liebt und alles in seine Hand gegeben hat,sei mit euch.

 Am Ende seines Evangeliums erklärt Johannes, warum er dieses Buch geschrieben hat: „Damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an seinen Namen das Leben habt.“ Johannes verstand, dass Jesus gekommen war, um den Bedürftigen das Wort Gottes zu bringen. Er wusste auch, dass Jesus nicht nur gekommen war, um uns unsere Sünden zu vergeben, sondern auch, um uns Leben im Heiligen Geist zu schenken. Und genau weil Johannes diese Wahrheiten verkünden wollte, nahm er die Feder und begann zu schreiben. Jedes Mal, wenn wir das Johannesevangelium lesen, können wir in Johannes’ Herz blicken und darin Hinweise finden, wie wir der Berufung zur Verkündigung des Evangeliums nachkommen. Auch die heutige Lesung bietet uns diese „Anleitung“: Wir sollen keine Angst davor haben, die Wahrheit zu sagen.

Jesus, du bist  vom Vater auf diese Erde  gesandt.Herr,erbarme dich unser.

Du bist der Zeuge für die Botschaft des Vaters.Christus,erbarme dich unser.

Du willst uns das ewige Leben schauen lassen.Herr,erbarme dich unser.

Das Evangelium ist eine gute Nachricht, und wie jede gute Nachricht sollten wir es unverzüglich verkünden. Nachdem wir die barmherzige Liebe Jesu erfahren haben, sollte es uns nicht überraschen, dass uns etwas drängt, das Empfangene – Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung – weiterzugeben. 

Papst Paul VI. schrieb in seinem Schreiben „Über die Verkündigung des Evangeliums in der heutigen Welt“: „Daher muss die durch das Leben verkündete Frohe Botschaft früher oder später auch durch das lebendige Wort verkündet werden. Es kann keine wahre Evangelisierung geben, wenn nicht auch der Name, die Lehre, das Leben und die Verheißung, das Reich und das Geheimnis Jesu von Nazareth, des Sohnes Gottes, verkündet werden.“ Jesus möchte in unseren Gedanken an erster Stelle stehen. Er möchte unsere Gedanken so sehr erfüllen, dass wir uns ihm nicht entziehen können und jedem, dem wir begegnen, von ihm erzählen. Er möchte, dass wir „jederzeit bereit sind, jedem Rede und Antwort zu stehen, der uns nach dem Grund unserer Hoffnung fragt“. Lasst uns auf Jesus und sein Geschenk des neuen Lebens schauen, damit wir die Verheißung des Heils in Jesus Christus furchtlos verkünden können.

Zum Vater, der seinen Sohn für uns dahingegeben hat, dürfen wir als seine Kinder beten.

Das Gericht des Herrn ist ein Gericht der Liebe. Wer glaubt, findet in ihm Frieden. Dazu bitten wir.

Selig, die das Licht Gottes angenommen haben und die Wahrheit tun, die uns verkündet ist.