Jesus,der über das Brot das Dankgebet sprach und die Fünftausend speiste, sei mit euch.
Wie oft habe ich mir schon gesagt: „Was ich habe, reicht nicht.“ Ich empfinde meine Fähigkeiten, meinen Glauben und meine Energie als so gering.
Und doch war im heutigen Evangelium so wenig genug für Jesus – fünf Brote und zwei Fische von einem Jungen.
Jesus, du hast die Not der Menschen als Mensch mitgetragen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Hungernden das Brot gegeben. Christus,erbarme dich unser.
Du selbst bist das Leben und das Wachstum deiner Kirche, Herr,erbarme dich unser.
Nichts Großes.
Nichts Wunderbares, nur die Bereitschaft zu geben.
Manchmal denken wir, Gott will von uns etwas Riesiges, etwas Außergewöhnliches.
Aber er sucht nicht nach Größe, sondern nach Vertrauen.
Er fragt nicht: „Wie viel hast du?“, sondern: „Willst du mir geben, was du hast?“
Und genau das berührt mich am meisten – denn wie oft halte ich etwas Kleines, Unbedeutendes in meinen Händen – ein Lächeln, ein Gebet, ein kurzes Telefonat, ein freundliches Wort. Es erscheint mir lächerlich, unnötig und unwichtig, aber Gott kann damit unzählige Menschen ernähren.
Die Brotvermehrung ist nicht nur über das Essen.
Sie handelt von Vertrauen. Von der Kleinheit, die sich nicht fürchtet, das Wenige anzubieten, und von der Gewöhnlichkeit, die Jesus in Segen verwandelt.
Vielleicht hast du heute nicht viel – weder Kraft noch Worte noch Zeit.
Aber du hast etwas.
Und wenn du es Jesus anvertraust, kann er mehr bewirken, als du dir vorstellen kannst.
Vielleicht wird er andere speisen – und dich zuerst.