Hl.Konrad von Parzham ,Ordensbruder Lk 12,35-35

 

Jesus Christus,der uns aufgetragen hat, bereit zu sein für seine Stunde,sei mit euch.

Konrad von Parzham, mit bürgerlichem Namen Johann Birndorfer, wurde am 22. Dezember 1818 in Parzham in Bayern geboren, als Neuntes von zwölf Kindern einer wohlhabenden Bauernfamilie. Seine Kindheit war von tiefer Frömmigkeit geprägt — er verbrachte viele Stunden im Gebet, fastete regelmäßig und zeigte schon früh eine besondere Zuneigung zur Gottesmutter und zur Eucharistie.

Jesus,du kamst in die Armut dieser Erde. Herr,erbarme dich unser.

Du wolltest dienen und nicht bedient werden. Christus,erbarme dich unser.

Du hast uns das Leben geschenkt durch deinen Tod. Herr,erbarme dich unser.

Im Jahr 1849, mit dreißig Jahren, trat er als Laienbruder in den Kapuzinerorden ein und kam ins Kloster Altötting — das bedeutendste Marienwallfahrtszentrum Bayerns. Dort sollte er die nächsten vierzig Jahre seines Lebens verbringen, ohne das Kloster jemals dauerhaft zu verlassen. Sein Dienst war scheinbar unspektakulär: Er war Pförtner — „Bruder Pförtner“, wie ihn alle nannten. Aber in dieser schlichten Aufgabe entfaltete sich eine außerordentliche Heiligkeit.Als Pförtner war er das erste Gesicht des Klosters für Tausende von Pilgern, Armen, Kranken und Suchenden, die täglich an die Klosterpforte kamen. Er empfing jeden mit Geduld, Güte und einem tiefen Gespür für die Not des anderen. Für die Armen hatte er immer etwas — Brot, Kleidung, ein freundliches Wort. Kinder liebten ihn besonders, weil er ihnen gegenüber eine ganz besondere Herzlichkeit zeigte. Gleichzeitig war er ein Mann des intensiven Gebets — seine Mitbrüder berichteten, dass sie ihn oft nachts in der Kapelle kniend vorfanden, versunken in stille Anbetung.

Ein charakteristischer Zug seines geistlichen Lebens war seine tiefe marianische Frömmigkeit. Er war überzeugt, dass Maria die Mutter aller Menschen ist und dass der Weg zu Christus durch sie führt. Diese Überzeugung lebte er nicht als abstrakte Theologie, sondern als gelebte Wirklichkeit — in jedem Pilger, dem er öffnete, sah er ein Kind Marias. Konrad starb am 21. April 1894 in Altötting, nach kurzer Krankheit. Schon bei seinem Tod strömten die Menschen herbei — sie wussten, dass ein Heiliger gestorben war. Papst Pius XI. seligsprach ihn im Jahr 1930, und Papst Pius XII. kanonisierte ihn am 20. Mai 1934. Sein Gedenktag ist der 21. April. Er ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Heiligkeit nicht große Taten oder hohe Ämter braucht — sondern die Treue im Kleinen, die Offenheit des Herzens und die Beständigkeit im Gebet über Jahrzehnte hinweg.

Da der Herr kommen wird zu einer Stunde, die wir nicht kennen,wollen wir den Vater bitten,uns nah zu sein.

Wenn das Tor des ewigen Reiches aufgetan wird, werden die Menschen dort den Frieden finden. Den, der kommen wird, bitten wir.

Selig, die der Herr wachend findet, dass sie mit ihm eingehen, wenn er  kommt.