Jesus Christus,der uns aus der Welt auserwählt hat, sei mit euch.
In diesen Tagen haben wir Jesus seine Jünger das Gebot der brüderlichen Liebe lehren hören: Sie sollen seinem Beispiel folgen, einem Vorbild, das der Welt helfen wird, Jesus und seine rettende Botschaft zu erkennen und anzunehmen. Gleichzeitig warnt er sie jedoch vor der Macht, die dieser Liebe entgegensteht, und vor dem Hass, der in der Welt herrscht.
Jesus,du hast den Hass und die Verfolgung der Welt ertragen. Herr,erbarme dich unser.
Du hast uns aus der Welt für dein Reich erwählt. Christus,erbarme dich unser.
Du hast uns auf den Weg des Kreuzes gerufen. Herr,erbarme dich unser.
Jesus wurde zum Ziel dieses Hasses, und so wird es auch seinen Jüngern ergehen. Sie sollten sich jedoch weder wundern noch fürchten. Verfolgung ist kein Fluch und kein Grund aufzugeben, ganz im Gegenteil. Der Meister hatte ihnen bereits gesagt: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und fälschlich allerlei Böses über euch reden; freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel“ (Mt 5,11-12).
Die von Gottes liebenden Händen als gut geschaffene Welt leidet unter dem Einfluss des Bösen und unserer Sünden und scheint dem Abgrund entgegenzusteuern. Doch über allem steht die rettende Lehre Christi: Wenn die Jünger sie treu verkünden, wird die Welt den Weg des Hasses gegen ihren Schöpfer verlassen und gerettet werden. Jesu Worte an Nikodemus erfüllen uns mit Hoffnung: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu verurteilen, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Joh 3,16-17).
Gewiss, wie der heilige Josemaría schrieb: „Satans ‚Non serviam‘ – ‚Ich habe die Absicht, dir nicht zu dienen‘ – war allzu fruchtbar. Verspürst du nicht diesen großzügigen Impuls, jeden Tag mit dem Wunsch zu beten und zu handeln die Worte zu sprechen: ‚Serviam‘ – ‚Ich will dir dienen, ich will dir treu bleiben!‘ –, die an Fruchtbarkeit jenen Schrei der Rebellion übertreffen wird?“ (Der Weg, 413). Jesus lädt uns ein, inmitten der Welt seine Zeugen zu sein, fest im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Und wenn wir jemals eine Ablehnung der Botschaft des Evangeliums erfahren, lasst uns an die Worte des Meisters denken: „Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr“ und an sein festes Versprechen: „Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht“ (Offb 2,7).