Jesus Christus, der den Seinen das Reich zum Erbe gegeben hat,sei mit euch.
Jesus Christus, der den Seinen das Reich zum Erbe gegeben hat, sei mit euch.
Johannes I. war Papst von 523 bis 526 und gehört zu den frühen Märtyrerpäpsten der Kirche. Die Kirche verehrt ihn als einen Hirten, der auch in schwerer politischer Bedrängnis dem Glauben und der Wahrheit treu geblieben ist.
Jesus, du hast nicht auf die Meinungen von Menschen geachtet. Herr,erbarme dich unser.
Du hast in allem die Ehre des Vaters gesucht, Christus,erbarme dich unser.
unser. Du hast uns an Gnaden reich gemacht. Herr,erbarme dich unser.
Johannes I. lebte in einer Zeit erheblicher Spannungen zwischen dem arianischen Ostgotenkönig Theoderich und dem oströmischen Kaiser Justinian. Obwohl Papst Johannes selbst den Frieden suchte, wurde er von König Theoderich nach Konstantinopel geschickt, um dort in politischen und religiösen Fragen zu vermitteln. Der Papst erfüllte diesen schwierigen Auftrag mit großer Klugheit und Würde. In Konstantinopel wurde er mit außergewöhnlicher Ehre empfangen, weil man in ihm den Nachfolger des Apostels Petrus sah.
Doch nach seiner Rückkehr verdächtigte Theoderich den Papst des Verrats. Johannes I. wurde gefangen genommen und in Ravenna ins Gefängnis eingewiesen. Dort musste er Hunger, Krankheit und Demütigungen ertragen. Schließlich starb er im Jahr 526 an den Folgen der Haft. Darum verehrt ihn die Kirche als Märtyrer — nicht weil er direkt durch das Schwert getötet wurde, sondern weil er um seinen Glauben und seine Treue willen gelitten hat.
Das Leben des heiligen Johannes I. erinnert uns daran, dass wahre Größe oft in stiller Standhaftigkeit liegt. Er war kein mächtiger Herrscher, sondern ein Diener Christi, der auch unter Druck seinen Auftrag nicht verriet. Gerade in einer Welt voller Konflikte zeigt er, dass Frieden, Wahrheit und Treue zum Evangelium manchmal Opfer fordern.
Sein Zeugnis kann uns Mut machen:
Nicht jede Treue wird sofort belohnt, nicht jedes gerechte Handeln verstanden. Aber Gott vergisst keinen, der aus Liebe zu Christus standhaft bleibt.
Da seine Getreuen mit Christus in seinem Reich an einem Tische essen und trinken werden,wollen wir zum Vater beten.
Ehre und Ansehen gelten in dieser Welt. Größer ist der Friede, den Gott uns geben kann. Dafür wollen wir beten.
Selig,die in allen Prüfungen treu bleiben und im Reich Gottes zu Tisch sitzen dürfen.