Jesus Christus,der eins ist mit dem Vater und in seine Einheit gerufen hat,sei mit euch.
Philipp konnte das Leid nicht ertragen, und obwohl er Reichtum verabscheute, wünschte er sich stets, Geld für Almosen zu haben. Er konnte es nicht ertragen, Kinder in ärmlicher Kleidung zu sehen, und tat alles, um ihnen neue Kleidung zu besorgen.
Jesus, du kamst zu den Hilflosen und Armen.Herr,erbarme dich unser, Du hast uns die Güte des Vaters offenbart. Christus, erbarme dich unser.
Du bleibst im Geheimnis deiner Liebe. Herr, erbarme dich unser.
Am meisten beunruhigte ihn das Leid und die Unterdrückung Unschuldiger. Als ein römischer Kavalier fälschlicherweise des Mordes an einem anderen Mann beschuldigt und eingekerkert wurde, zögerte Philipp nicht, seinen Fall dem Papst persönlich vorzutragen und seine Freilassung zu erwirken. Ein anderes Mal erhoben mehrere einflussreiche Personen Anklage gegen einen Priester, und es war offensichtlich, dass er die Konsequenzen tragen musste. Philipp setzte sich mit solchem Eifer für ihn ein, dass es ihm gelang, die Öffentlichkeit von der Unschuld des Priesters zu überzeugen. Ein anderes Mal hörte er von Roma, die zu Unrecht zu harter Zwangsarbeit verurteilt worden waren. Daraufhin ging er zum Papst und erreichte ihre Freilassung. Seine Liebe zur Gerechtigkeit war ebenso groß wie seine Zärtlichkeit und sein Mitgefühl. Kurz nach seiner Priesterweihe brach in Rom eine schreckliche Hungersnot aus. Philipp erhielt sechs Brote als Geschenk. Da er wusste, dass in seinem Haus auch ein armer Fremder lebte, der Hunger litt, gab er ihm alle Brote und aß an diesem Tag selbst nur Oliven. Er kümmerte sich besonders um Handwerker und um jene, die Schwierigkeiten hatten, ihre Waren zu verkaufen. Nicht weit von ihm wohnten zwei geschickte Uhrmacher, die bereits alt waren und beide große Familien hatten. Philipp bestellte bei ihnen eine große Anzahl Uhren und verkaufte sie an seine Freunde. Besonders armen Mädchen gegenüber zeigte er seinen Eifer und seine Großzügigkeit. Er sorgte für ihren Lebensunterhalt, als sie sich selbst nicht versorgen konnten. Für einige besorgte er eine Mitgift, anderen gab er alles Notwendige für den Eintritt ins Kloster. Besonders gütig war er den Gefangenen gegenüber, denen er mehrmals wöchentlich Geld schickte. Seine Liebe zu den zurückhaltenden und schüchternen Armen kannte keine Grenzen, und er war umso großzügiger in seiner Bereitschaft, ihnen Almosen zu geben. Ein weiteres Objekt seiner besonderen Zuneigung waren die armen Studenten. Er versorgte sie nicht nur mit Essen und Kleidung, sondern auch mit den für ihr Studium notwendigen Büchern. Einem von ihnen verkaufte er sogar alle seine Bücher. Er war für jede ihm erwiesene Freundlichkeit sehr empfänglich, sodass einer seiner Freunde bemerkte: „Man kann Philipp nichts geben, ohne von ihm ein Geschenk im doppelten Wert zu erhalten.“ Auch gegenüber Tieren zeigte er große Zärtlichkeit. Als er sah, wie jemand eine Eidechse zertrat, rief er ihm zu: „Du Unmensch! Was hat dir das arme Tier getan?“ Als er einmal einen Metzger sah, der einen Hund mit einem Messer verletzte, musste er sich sehr beherrschen, um nicht auszurasten. Er konnte es nicht ertragen, auch nur die geringste Grausamkeit gegenüber Tieren unter welchem Vorwand auch immer zu sehen. Wenn ein Vogel ins Zimmer flog, ließ er das Fenster offen, damit er nicht gefangen werden konnte. Gebet:Heiliger Philippus, mein glorreicher Fürsprecher, lehre mich, nach deinem Vorbild alles um mich herum als Gottes Schöpfung zu betrachten. Lass mich nie vergessen, dass derselbe Gott, der mich erschaffen hat, auch die ganze Welt und alle Menschen und Tiere darin erschaffen hat. Erbitte mir die Gnade, Gottes gesamte Schöpfung um Gottes willen und alle Menschen um meines Herrn und Erlösers willen zu lieben, der sie am Kreuz erlöst hat. Hilf mir besonders, allen Christen, meinen Brüdern in der Gnade, mitfühlend und voller Liebe zu begegnen. Und du, der du allen auf Erden so gütig und barmherzig warst, sei uns besonders gnädig und trage mit uns unser Leid. Bitte erbitte uns von Gott, bei dem du im seligen Licht weilst, jede Hilfe, die wir brauchen, um sicher zu ihm und zu dir zu gelangen. Amen.
Da Jesus Christus uns den Namen des Vaters kundgetan hat,dürfen wir in seinem Namen und Auftrag zum Vater beten.
Da wir Brüder und Schwestern des Herrn sind,dürfen wir um den Frieden bitten, den er allen gibt, die ihn suchen.
Selig, die Christus angehören und seine Herrlichkeit schauen werden