Hl.Paul VI. Papst, Mt 16,13–19

Jesus Christus,der sein Reich auf den Felsen des Petrus aufgebaut hat,sei mit euch.

Lebenslauf des hl. Papstes Paul VI.
Giovanni Battista Montini — 1897–1978, Papst von 1963–1978

Kindheit und Ausbildung

  • 26. September 1897: Geboren als Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini in Concesio bei Brescia, Norditalien.

  • Vater: Giorgio Montini, Rechtsanwalt, Zeitungsverleger, Politiker. Mutter: Giuditta Alghisi.

  • Jesus,du hast deine Kirche Menschen anvertraut Herr,erbarme dich  unser.

  • Du machst Menschen zu Felsen und zum Licht der Wahrheit. Christus,erbarme dich unser.

  • Du bleibst die unüberwindliche Kraft deiner Kirche. Herr,erbarme dich unser.

  • Kränkliches Kind, oft zu Hause unterrichtet. Frühe Berufung zum Priestertum.

  • Priester und Diplomat

  • 29. Mai 1920: Priesterweihe im Dom zu Brescia.

  • 1920–1923: Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana und der Diplomatenakademie in Rom.

  • 1923: Kurzer Einsatz an der Nuntiatur in Warschau.

  • 1924–1954: 30 Jahre im Staatssekretariat des Vatikans. Engster Mitarbeiter von Pius XII. Während des 2. Weltkriegs organisierte er die vatikanische Hilfe für Verfolgte und Kriegsgefangene.

  • Erzbischof von Mailand

  • 1. November 1954: Von Pius XII. zum Erzbischof von Mailand ernannt — damals die größte Diözese der Welt.

  • 1958: Von Johannes XXIII. zum Kardinal erhoben.

  • Als Erzbischof: „Erzbischof der Arbeiter“. Ging in die Fabriken, sprach mit Nichtglaubenden, öffnete die Kirche für die moderne Industriegesellschaft. Setzte sich stark für soziale Gerechtigkeit ein.

  • Papst während des Konzils

  • 21. Juni 1963: Nach dem Tod von Johannes XXIII. Zum Papst gewählt. Nimmt den Namen Paul VI. — nach dem Völkerapostel Paulus.

  • 1963–1965: Führt das Zweite Vatikanische Konzil weiter und bringt es zum Abschluss. Vier große Konstitutionen werden verabschiedet: über die Liturgie, die Kirche, die Offenbarung und die Kirche in der Welt von heute.

  • Wichtigste Reformen: Liturgiereform mit Einführung der Volkssprache in der Messe, Erneuerung der Kollegialität der Bischöfe, Ökumene.

  • Der Reisepapst

  • Paul VI. durchbricht die Isolation des Papsttums und wird der erste „fliegende Papst“:

  • 1964: Erste Papstreise überhaupt ins Heilige Land. Historische Umarmung mit Patriarch Athenagoras — nach 900 Jahren Schisma.

  • 1965: Rede vor der UNO in New York: „Nie mehr Krieg!“

  • 1967: Türkei, Fatima, Kolumbien, Genf

  • 1969: Uganda — erster Papst in Afrika 1970: Asien und Ozeanien. Überlebt ein Attentat in Manila.

  • Wichtige Lehrschreiben

  • 1964Ecclesiam Suam — über den Dialog der Kirche

  • 1967Populorum Progressio — über Entwicklung der Völker: „Entwicklung ist der neue Name für Friede“

  • 1968Humanae Vitae — über Ehe und Weitergabe des Lebens. Sein umstrittenstes, aber prophetischstes Schreiben.1975Evangelii Nuntiandi — über Evangelisierung in der Welt von heute LetzteZum Jahre und Tod

  • Regierte in einer Zeit großer Umbrüche: 1968er-Revolte, Kirchenaustritte, Spannungen nach dem Konzil.

  • Litt unter Kritik von links und rechts, blieb aber dem Konzil treu. Sagte: „Ich erwarte, dass ein Sturm über die Kirche hereinbricht.“

  • 6. August 1978: Stirbt am Fest Verklärung des Herrn in Castel Gandolfo an einem Herzinfarkt.

  • Heiligsprechung 19. Oktober 2014: Seligsprechung durch Papst Franziskus

  • 14. Oktober 2018: Heiligsprechung durch Papst Franziskus auf dem Petersplatz Gedenktag: 29. Mai — sein Weihetag

  • Sein Vermächtnis: Paul VI. war der Papst des Dialogs. Er hat die Kirche aus der Bastion herausgeholt und in die Welt geführt. Sein Wahlspruch: In nomine Domini — „Im Namen des Herrn“.

  • Gott hat uns in sein Reich berufen und auf den Felsen des Petrus gestellt.So wagen wir, zum Vater zu beten.

  • Die Schlüssel des Himmelreiches öffnen den Weg zum Frieden.Damit wir den Weg offen finden, bitten wir.

  • Selig, die auf Erden gelöst sind von aller Schuld und auch gelöst sein werden im Himmel