Dienstag der 12 Woche im Jahreskreis Mt 7,6.12-14

Gott, der Herr,der uns den schmalen Weg des Lebens führen will, sei mit euch.

Heute fällt es vielen Menschen schwer, die Worte des Herrn Jesus anzunehmen: „Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit sie sie nicht mit ihren Füßen zertreten und sich gegen euch wenden und euch zerreißen.“ Uns mag es so vorkommen, als müssten wir auf andere herabsehen, sie sogar verachten.

Jesus,du hast uns das Wort deiner Botschaft hinterlassen. Herr,erbarme dich unser.

Du hast uns  den Weg des Heils  kundgetan. Christus,erbarme dich  unser.

Du hast uns den Frieden des Vaters verkündet. Herr,erbarme dich unser.

Deshalb wollen wir uns daran erinnern, wie der Herr Jesus selbst diese Worte in seinem Leben umgesetzt hat. Ich beschränke mich auf zwei Begebenheiten aus dem Evangelium. Jesus, gefesselt und von Soldaten bewacht, wurde zu Herodes gebracht: „Als Herodes Jesus sah, freute er sich sehr. Denn er hatte ihn schon lange sehen wollen, weil er von ihm gehört hatte und hoffte, ein Wunder von ihm zu sehen. Und er befragte ihn auf vielfältige Weise, aber er antwortete ihm nichts.“ (Lukas 23,8-9) 

Ähnlich sehen wir, dass sich der gefangene Herr Jesus nicht weigerte, mit Pilatus zu sprechen. Als dieser jedoch seine Skepsis und Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit mit der Frage „Was ist Wahrheit?“ zum Ausdruck brachte, schwieg der Herr Jesus bereits dazu. Beachten wir: Im Verhalten des Herrn Jesus findet sich keine Spur von Verachtung gegenüber Herodes oder Pilatus. Sein Schweigen in beiden Fällen entspringt dem Respekt vor der Wahrheit. 

Wir sollten nicht mit Menschen über wichtige Dinge sprechen, die daran kein Interesse haben, sie verachten oder ihnen ablehnend gegenüberstehen, es sei denn, wir können sie dazu bewegen, sich dafür zu interessieren und ihre Meinung zu ändern. Wir warnen etwa einen Raufbold oder Gotteslästerer unnötig. Manchmal gießen wir damit Öl ins Feuer, und sie wenden sich gegen uns. 

Es ist wichtig zu erkennen, dass ein Teil der Ablehnung der Wahrheit in jedem von uns schlummern kann, wenn wir Gottes Lehre nicht annehmen wollen. Jemand mag den Lehren des Herrn Jesus über die Feindesliebe völlig verschlossen sein, jemand mag seine Lehren über die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe, Abtreibung, die Heiligung des Sonntags usw. kategorisch ablehnen. Der Herr Jesus schwieg vor Herodes und vor Pilatus. Es ist beängstigend zu denken, dass der Herr Jesus aufhöre, uns an seine Lehren zu erinnern.

Damit wir vor dem Weg des Verderbens bewahrt werden, wagen wir, zum Vater zu beten.

Der Weg zum Leben ist schmal. Nur die Friedfertigen  finden ihn. Wir  wollen den Herrn um seinen Frieden bitten.

Selig ,die den schmalen Weg der Gebote gehen und zur Fülle des Lebens hinfinden.