Jesus Christus, dessen Herrschaft reicht bis an die Enden der Erde,sei mit euch.
Im heutigen Evangelium wiederholt der Herr Jesus Worte, die wir gut kennen, die uns aber immer wieder berühren: „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch stärken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Mt 11,28–30). Als Jesus durch die Straßen Galiläas zog, das Reich Gottes verkündete und Kranke heilte, empfand er tiefes Mitgefühl für die vielen Menschen, die müde und niedergeschlagen waren wie Schafe ohne Hirten (Mt 9,35–36).
Jesus, du bist den Weisen und Klugen ein verborgener Gott.Herr,erbarme dich unser.
Du bist unser Meister,dem der Vater alles übergeben hat.Christus,erbarme dich unser
Milde und Gúte waren die Kennzeichen deines Lebens. Herr,erbarme dich unser.
Diese Sicht auf Jesus ist auch heute noch relevant. Sie ruht auf den vielen Menschen, die unter schwierigen Lebensbedingungen leiden und denen es an Halt und Orientierung fehlt, die ihnen Sinn und Zweck im Leben vermitteln. Unzählige Menschen leben in armen Ländern und sind von Not geplagt. Doch selbst in reicheren Ländern sind viele Männer und Frauen unzufrieden, manche leiden sogar unter Depressionen. Denken wir nur an die vielen Migranten und Flüchtlinge, die auswandern und dabei ihr Leben riskieren. Christi Blick ruht auf all diesen Menschen, ja auf jedem einzelnen dieser Kinder des himmlischen Vaters, der im Himmel weilt und wiederholt: „Kommt alle zu mir.“
Jesus verheißt allen Erquickung, stellt aber eine Bedingung: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.“ Was ist dieses Joch, das erleichtert statt zu belasten und erhebt statt zu unterdrücken? Christi Joch ist das Gesetz der Liebe, sein Gebot, das er seinen Jüngern hinterließ (vgl. Joh 13,34; 15,12). Das wahre Heilmittel für die Wunden der Menschheit, seien sie materieller Natur wie Hunger und Ungerechtigkeit oder psychischer und moralischer Natur, verursacht durch trügerisches Wohlbefinden, ist eine Lebensregel, die auf brüderlicher Liebe gründet und ihren Ursprung in Gottes Liebe hat. Daher muss der Weg der Arroganz und Gewalt, der dazu dient, immer stärkere Positionen zu erlangen und Erfolg um jeden Preis zu sichern, aufgegeben werden.
Auch im Umgang mit der Umwelt ist es notwendig, den aggressiven Stil der letzten Jahrhunderte abzulegen und eine vernünftige Zurückhaltung zu üben. Doch gerade in menschlichen, persönlichen und sozialen Beziehungen gilt die Regel des Respekts und der Gewaltlosigkeit, d. h. die Kraft der Wahrheit, die sich jeder Unterdrückung entgegenstellt, die eine menschenwürdige Zukunft sichern kann. (…) Möge die Jungfrau Maria uns helfen, wahre Demut von Jesus zu lernen, sein leichtes Joch entschlossen auf uns zu nehmen, damit wir inneren Frieden erfahren und uns an unseren Brüdern und Schwestern erfreuen können, die auf dem Weg des Lebens kämpfe.
Da sich der Vater,der Herr des Himmels und der Erde ,in seinem Sohn offenbart hat,wagen wir zu ihm zu beten.
Mit der Last und Not unseres Lebens gehen wir zum Herrn und bitten um die Ruhe und den Frieden.
Selig, die ausharren unter der Last ihres Lebens und Ruhe finden bei dem ,der gütig und selbstlos ist.