Hl.Maria Magdalena Johannes 20,1-2 11-18

Jesus Christus,der vor dem Ausgang der Sonne aus dem Grab hervorging,sei mit euch.

Maria Magdalena steht vor dem leeren Grab und weint.Die andere Jünger sind gegangen.Aber Maria bleibt.Sie kann nicht gehen.Wo soll sie gehen,wenn das Einzige was ihr noch geblieben ist,verschwunden ist.

Du hast keinen verstoßen,der zu dir kam.Herr,erbarme dich unser.

Du hast dich der Sünder angenommen.Christus erbarme dich unser.

Du hast allen das Heil versprochen.Her,erbarme dich unser.

Diese Treue Marias am Grab ist keine dramatische Geste.Es ist die schlichte,fast ratlose Treue eines Menschen,der nicht weiß,wohin mit seiner Trauer.Sie bückt sich und schaut ins Grab.Und sie sieht zwei Engel in weißen Gewändern.Sie fragen sie.Frau warum weinst du? Sie antwortet ohne Umschweife.Sie haben meinen Herrn weggenommen,und ich weiß nicht wo sie ihn hingelegt haben.

In diesem Satz steckt alles.Nicht den Herrn, sondern meinen Herrn.Diese kleine Verschiebung von Allgemeinen zum Persönlichen zeigt,wer Maria ist und wie sie glaubt.Für sie ist Jesus nicht eine religiöse Kategorie.Er ist ihr Herr.

Dann dreht sie sich um und sieht Jesus stehen.Aber sie erkennt ihn nicht.Und Jesus sagt ihren Namen.Maria.Nur dieses eine Wort.

Der heilige Augustinus schreibt,dass Gott uns kennt beim Namen,bevor wir ihn kennen.Jesus sucht sie, bevor sie ihn sucht.Er ruft sie,bevor sie ihn erkennt.Die Auferstehung kommt nicht als abstrakte Botschaft -sie kommt als persönlicher Ruf beim Namen.

Bitten wir heute um die Gnade der Maria Magdalena -um die Treu,die bleibt,auch wenn es keinen sichtbaren Grund mehr gibt zu bleiben und um die Offenheit des Herzens,die den eigenen Namen hört,wenn er gerufen wird.

Da Jesus uns vorausgegangen ist zu seinem und zu unserem Vater,dürfen wir in seinem Namen beten.

Jesus,der im Frieden auferstand,dürfen wir um seinen Frieden bitten.

Selig,die Gott suchen und ihn finden in seiner Herrlichkeit.