Dienstag der 18. Woche Mt 14, 22-36

Jesus,der sagte: Ich bin es; fürchtet euch nicht! (Matthäus 14,27)

Die Jünger müssen erschöpft gewesen sein, als sie in der Dunkelheit der Nacht gegen Wind und Wellen ankämpften. Angesichts ihrer furchtbaren Lage ist es verständlich, dass sie Angst hatten, als sie jemanden auf dem Wasser auf sich zukommen sahen. Nur Petrus trat gläubig vor und sagte: „Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen“ (Matthäus 14,28). Und dann forderte Jesus Petrus zu etwas noch Mutigerem auf. Anstatt das Meer zu beruhigen und es ihm leichter zu machen, bat er ihn, mitten in den Sturm zu gehen.

Jesus, du kamst, um die Menschen zu retten. Herr,erbarme dich unser.

Du hast dir alle Schuld auf die Schultern genommen. Christus,erbarme dich unser.

Du hast allen ewiges  Leben verheißen. Herr,erbarme dich unser.

Manchmal bedeutet es, aus dem Boot zu steigen, um für eine Ehe zu kämpfen, die man vielleicht schon für nicht mehr zu retten hielt. Manchmal bedeutet es, einen gut bezahlten Job aufzugeben, um Zeit für die Familie oder ehrenamtliche Arbeit zu haben. Oder jemandem zu vergeben, der einen tief verletzt hat, oder Kindern in Not ein Zuhause zu geben. Wirbeln viele „Stürme“ um dich herum? Fordert Jesus dich auf, dich im Glauben einem von ihnen zu stellen? Deine Entscheidungen mögen unterschiedlich sein, doch die zu erwartenden Folgen bleiben dieselben: Du wirst auf starken Gegenwind stoßen. 

Dieser Gegenwind kann von Freunden kommen, die dir einreden wollen, es mache keinen Sinn; von inneren Zweifeln, die dich verunsichern, ob du einen Fehler begehst; und er kann auch in unerwarteten Rückschlägen oder Hindernissen bestehen, die deine Entschlossenheit, den Weg weiterzugehen, untergraben. Doch das heutige Evangelium verspricht uns: Wenn wir unsere Augen auf Jesus richten, wird er uns mit offenen Armen beistehen und helfen, durchzuhalten. Mut kommt nicht in ruhigen Zeiten; er wächst in den Stürmen des Lebens. Dasselbe gilt für den Glauben.

Jüngerschaft bedeutet nicht in erster Linie, ein Leben ohne Konflikte und Herausforderungen zu führen. Jünger zu sein bedeutet, Jesus selbst inmitten des Sturms in die Augen zu schauen und in seinem Blick die Liebe und Kraft zu finden, die wir brauchen, um im Glauben voranzuschreiten. Welcher Wind hält dich davon ab, das sichere Boot zu verlassen? Und wie wäre es, wenn du mit Blick auf den Herrn aus dieser Situation herauskäme? Beruhige dein Herz für einen Moment und stell dir vor, wie er dich dazu einlädt, den ersten Schritt zu gehen. Höre, wie er zu dir sagt: „Ich bin es; fürchte dich nicht!“ (Matthäus 14,27).
Herr Jesus, ich glaube, dass du Herr über jeden Sturm bist!

Da Gottes Reich in uns wachsen muss,wollen wir zum Vater  beten,wie der Herr uns  aufgetragen hat.

Damit wir den unreinen Geistern widerstehen können,wollen wir den Herrn um seinen Frieden bitten.

Selig,die geheilt werden von aller Krankheit der Sünde und das ewige Heil empfangen.